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Die Qualitätsansprüche steigen kontinuierlich. Das bedeutet für Teile, Baugruppen und Komponenten mehr Langlebigkeit, höhere Standzeiten und optimiertes Finish. Und damit genau die richtige Aufgabe für H + K.
Mit über 25 Jahren Erfahrung und einer Full-Service-Härterei mit allen Härteverfahren bietet das Unternehmen für jede Aufgabe eine professionelle und wirtschaftliche Lösung.
Materialvergütung und Materialoberfläche waren in der Werkzeugfertigung immer schon ein Fachgebiet, das oberste Priorität hatte. Grund genug für Hommel + Keller, bereits im Jahre 1950 den Geschäftsbereich Härtetechnik zu gründen, der im Januar 1997 in eine selbstständige Produktions-GmbH umgewandelt wurde – die heutige H + K Härte- und Oberflächentechnik GmbH. Alle drei Verfahren, nämlich Salzbad, Vakuum und Galvanik werden in Aldingen dank eines erstklassigen Maschinenparks in höchs-ter Qualität angeboten.
So konnte durch die Salzbadnitrocarburierung (Tenifer) der Verschleiß von Scheibenwischerachsen aus C45 reduziert werden. Die eingesetzte Technik basiert auf dem Eindiffundieren von Stickstoff in die Bauteiloberfläche. Dadurch kommt es zur Bildung von Eisen-Nitriden und je nach Legierungszusammensetzung zu anderen Stickstoffverbindungen wie zum Beispiel Aluminium-Nitride, Chrom-Nitride etc. Durch diese Nitride werden die Gleiteigenschaften und der Verschleißschutz der Teile nachhaltig verbessert. Bei der Abschreckung in einem weiteren Salzbad nach der Nitrocarburierbehandlung wird eine dünne Magnetitschicht erzeugt, die einen sehr hohen Korrosionsschutz bietet.
Die Nitrocarburierung nach dem Tenifer-Verfahren ist das optimale Wärmebehandlungsverfahren für Teile, die höchste Anforderungen an Gleiteigenschaften, Verschleiß- und Korrosionsschutz stellen. Weitere Anwendungsfälle sind unter anderem: Ventilteller, Zahnräder, Schneidwerkzeuge, Presswerkzeuge oder Waffenkomponenten.
Ein Beispiel für Kostenreduzierung durch ein optimiertes Härteverfahren stellt die Wärmebehandlung im Vakuumofen von Stanzwerkzeugen dar. Bei diesem Verfahren treten geringste Verzüge auf, so dass zeitintensive Nacharbeiten stark reduziert werden oder sogar komplett entfallen können. Das Vakuumhärten kommt vor allem für höher legierte Werkzeugstähle, rost- und säurebeständige Stähle, Schnellarbeitsstähle und pulvermetallurgisch hergestellte Stähle zum Einsatz. Bei diesem Verfahren wird die Ofenkammer beim Aufheizen evakuiert. Das Abschrecken erfolgt mit gasförmigem Stickstoff. Aufgrund des fehlenden Sauerstoffs in der Ofenatmosphäre bleiben die Teile an der Oberfläche absolut blank. Diese Tatsache macht sich vor allem die Medizintechnik zunutze, da es hier aufgrund der Bauteilgeometrie oft nicht möglich ist, nach der Wärmebehandlung noch nachzuarbeiten.
Weitere Vorteile des umweltfreundlichen Vakuumhärtens reichen von hoher Maßhaltigkeit, geringem Verzug und metallisch blanken Oberflächen über minimale Eigenspannungen, langlebigen Einsatz und Reproduzierbarkeit bis hin zur Temperaturmessung direkt am Werkstück und zu geringer Nacharbeit. Die häufigsten Einsatzgebiete dieses Vakuum-Härteverfahrens sind unter anderem: Komponenten für die Automobilindustrie, Schneidwerkzeuge, Stanz- und Presswerkzeuge, Werkzeugformen, Komponenten für Elektromotoren, Medizin- und Luftfahrttechnik.
Für eine optimale Produktleistung ist häufig eine beratende Unterstützung bereits im Entwicklungsprozess neuer Produkte sehr wertvoll. H + K versteht sich als Entwickler von professionellen und wirtschaftlichen Lösungen. Voraussetzung hierfür ist die Dienstleistung durch qualifizierte Werkstoffingenieure, die in den Entwicklungsprozess neuer Produkte einbezogen werden. Die Voraussetzungen für die Erreichung höchster Qualitätsstandards bei der Wärmebehandlung manifestiert sich bei H + K durch ein integriertes Qualitätsmanagementsystem, das nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert ist. So wird beispielsweise rechnergestützt die Reproduzierbarkeit jeder Auftragscharge sichergestellt. Dies bedeutet für den Kunden, dass bei gleichen Produkten auch nach längerer Zeit die exakt gleichen Spezifikationen im Härteprozess erreicht werden.
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