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Mehrspindliges Bearbeitungszentrum für die wirtschaftliche Komplettbearbeitung
Als Erfolgsmodell stellte Skandinaviens größter Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen auf der
Metav 2002 sein neues horizontales Bearbeitungszentrum vor. Besonders geeignet für sich wiederholende Klein- und Großserien, kann das Bearbeitungszentrum durchaus als Stand-alone-Maschine wirtschaftlich eingesetzt
werden. Seine wahren Stärken spielt das BAZ jedoch als Schlüsselmaschine in einer Fertigungszelle aus.
Auch in Deutschland gewinnt Fastems immer mehr Kunden und Inte-ressenten für das mehrspindlige Bearbeitungszentrum Twin Mill. Dabei kommen die Anfragen und Aufträge aus unterschiedlichen Branchen: die Automobilindustrie, die Elektronikbranche und Zulieferer sehen beispiels-weise in der spanenden Bearbeitung auf Mehrspindelmaschinen ein neues Instrument der wirtschaftlichen Fertigung. Auch immer mehr Gießereien gehen dazu über, gegossene Teile gleich zu bearbeiten. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass sie ihren Kunden fertig bearbeitete Teile direkt in die Produktion liefern können. Im Übrigen geht, quer durch alle Branchen, der langfristige Trend zur Komplettbearbeitung. Überall dort, wo häufige Modellwechsel die Pro-duktion bestimmen, rückt man von Transfer- oder Rundtaktmaschinen ab und setzt flexible
Fertigungszellen ein. Summieren sich die Losgrößen mit der Zeit noch zu nennenswerten Serien, ist die Twin Mill eine wirtschaftliche Alternative.
Durch die Zahl der Spindeln vervielfachen sich die Spanzeiten pro Maschine. Rein rechnerisch können es bei zwei Spindeln insgesamt zwei mal 8760 Stunden pro Jahr sein. Legt man solche Rechenmodelle der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu Grunde, kommt man auf entsprechend kurze Amortisationszeiträume. Wahlweise ist die Twin Mill mit zwei, vier oder acht Spindeln ausgerüstet, die entweder ein Werkstück von zwei Seiten oder mehrere Teile gleichzeitig bearbeiten können. Dabei können identische oder voneinander unabhängige Programme für jede einzelne Spindel gefahren werden.
In der Praxis hat sich bei Betreibern der Twin Mill herausgestellt, dass gerade die Tatsache, die Spindeleinheiten vollkommen unabhängig voneinander betreiben zu können, nicht nur die gewünschte Produktivi-tätssteigerung erbracht hat, sondern auch die bei einer Vielzahl unterschiedlicher Teilevarianten geforderte Flexibilität. Unabhängig von der Zahl der Spindeln braucht die Twin Mill nur eine Steuerung, ein Kühlmittelsystem, einen Spaneförderer und eine Stromversorgung. Schon von der Konzeption her geht die Maschine also schonend mit den betrieb-lichen Ressourcen um.
Wahlweise kann das Bearbeitungszentrum mit Paletten (400 x
400 mm2 bis 630 x 800 mm2) oder direkt per Roboter, Portallader oder manuell beschickt werden und bietet damit als komplettes Fertigungszentrum ein Maximum an Flexibilität. Je nach Ausführung stehen für jede Spindel bis zu 90 Werkzeugplätze zur Verfügung, wobei sich die üblichen Werkzeugaufnahmen einsetzen lassen. Da die Werkzeugwechselmagazine direkt in der Twin Mill an den Spindeln untergebracht sind, liegen die Span-zu-Span-Zeiten in einer Größenordnung von 5 s. Die Eilganggeschwindigkeit von 60 m/min reduziert auch Verfahrzeiten auf ein Minimum. Somit bietet die Twin Mill ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit bei ungewöhnlich großer Flexibilität.
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