java.lang.NullPointerException
Die industrielle Produktion steht vor einem Paradigmenwechsel: e‑Manufacturing per Laser-Sintern ist laut einer Umfrage von EOS auf der K 2007 und der EuroMold 2007 eine Schlüsseltechnologie, die konventionellen Fertigungsverfahren – beispielsweise der Gießtechnik – künftig starke Konkurrenz machen wird. Nicht umsonst hat das renommierte Marktforschungsinstitut Gartner die Produktionsform Rapid Manufacturing erstmals in diesem Jahr in seinen begehrten „Hype Cycle“ aufgenommen.
Mit e-Manufacturing entstehen Endprodukte, Funktionsteile und Werkzeuge direkt aus elektronischen Daten – daher auch das „e“. Ein Laser erhitzt und schmilzt die pulverisierten Kunststoffe oder Metalle schichtweise, bis nach Auftragen der letzten Schicht das fertige Produkt von der Maschine ausgegeben wird. Mit e‑Manufacturing ist die Fertigung von Produkten mit hochgradig komplexen und filigranen Strukturen und Formen möglich, die in der konventionellen Serienfertigung zum Teil nicht denkbar sind. Auf die Frage, ob e-Manufacturing grundsätzlich reif für den Massenmarkt ist, entschieden 70 Prozent der Befragten mit einem eindeutigen Ja. 33 Prozent der Befürworter bescheinigten der individualisierten Fertigung per Laser-Sintern sogar heute schon die Marktreife. Was treibt e-Manufacturing voran? Die entscheidende Antwort hierauf ist der Trend zur individualisierten Serienfertigung – auch Mass Customization genannt. Dieser steigende Bedarf erfordert paradoxerweise eine Möglichkeit zur Massenfertigung dieser Produkte. Und genau hier setzt e-Manufacturing an. 28 Prozent der Befragten wertete entsprechend den Trend zur individualisierten Serienfertigung als wichtigstes Erfolgskriterium für diese Technologie. Knapp ein Viertel der Befragten entschied sich für den Faktor „Kostenersparnis gegenüber herkömmlichen Verfahren“. Und 22 Prozent sahen in den „kürzeren Produktlebenszyklen“ den Hauptgrund dafür, dass e-Manufacturing per Laser-Sintern herkömmliche Fertigungsverfahren überholen wird. Wie jede innovative Technologie ist auch das e-Manufacturing per Laser-Sintern nicht gefeit vor Risiken und konkurrierenden Verfahren. Vor allem konventionelle Methoden bieten zurzeit noch einige entscheidende Vorteile. So sahen 29 Prozent der Befragten das größte Risiko in der relativ begrenzten Materialauswahl. Etwa ein Viertel der Befragten werteten zudem das „fehlende Know-how in der Industrie“ und die mangelnde Offenheit seitens der Industrie als Hindernis. Abschließend sollten die Befragten die ihrer Meinung nach realistischste Prognose dafür abgeben, wie die Produktion in 20 Jahren aussehen wird. Eine deutliche Mehrheit (63 Prozent) prognostizierte die Etablierung der individualisierten Massenfertigung von Produkten in der westlichen Welt. 21 Prozent waren zudem der Ansicht, dass der Endkunde in 20 Jahren seine eigene Kleinfabrik unterhält und per Rapid Manufacturing seine Waren und Werkzeuge selbsttätig anfertigt. Etwa neun Prozent der Befragten ließen sich zu der gewagten Aussage hinreißen, dass der Handwerksberuf in 20 Jahren nur noch am Computer stattfinden wird. Dr. Hans J. Langer, Gründer und CEO von EOS, sieht sich durch die Umfrageergebnisse in seiner Einschätzung des Markts bestätigt: „Wir registrieren den Trend zu Mass Customization schon seit einigen Jahren. Die Anzahl der Konsumgüteranwendungen wie Brillen, Taschen oder Stühle steigt signifikant an und die Hersteller sehen die Vorteile von e-Manu-facturing insbesondere bei der Konstruktionsfreiheit. Wir selbst arbeiten intensiv an der Entwicklung neuer Werkstoffe, denn uns ist bewusst, dass die Materialvielfalt ein wesentlicher Treiber für unser künftiges Geschäft sein wird.“