java.lang.NullPointerException
Von Harald Klieber PTC hat kürzlich die neue Pro/Engineer-Wildfire-Version 4.0 vorgestellt. Unter anderem haben die Münchner auch die Werkzeug- und Betriebsmittelkonstruktion optimiert. Prominenter User ist Braun in Kronberg, der beispielsweise das neue Warp-
Feature nutzt, um die Feinanpassung von Spritzguss und das Gegenhalten bei Schwindung und Verzug zu realisieren.
Sechs Hauptneuerungen rückt PTCs Vice President Technical Sales, Heinz Hempert, in den Mittelpunkt der kürzlich vorgestellten Pro/Engineer-Wildfire-Version 4.0: Dies sind die Beschleunigung des Detailkonstruktionsprozesses durch schnellere Erstellung sowohl einfacher als auch komplexer Konstruktionen mit den neuen Auto-Round-Funktionen, verbesserte Baugruppen-Performance, direkte Flächenbearbeitung, verbesserter Datenaustausch, neue JT-Unterstützung, Feature-Erkennung und automatisierte Anmerkungen zu 3D-Zeichnungen. „Zudem wird Wildfire 4.0 die Zusammenarbeit mit externen Konstruktionsbüros verbessern, indem vor allem der Schutz wertvoller Konstruktionsdaten mit neuen Funktionen für das digitale Rechtemanagement aufgewertet wird“, betont Heinz Hempert. Besonders einfach sollen dagegen Verifizierung und Validierung machbar sein. Wer seine Konstruktionen schneller und einfacher checken will, setzt dazu die neue Toleranzanalyse ein, verbesserte Vernetzungsoptionen, Unterstützung für nicht-lineare Materialien, bessere Ergebnisanalysen und intelligentere Diagnosefunktionen. Außerdem wurde die Werkzeug- und Betriebsmittelkonstruktion optimiert. „Vereinfachen und automatisieren lassen sich die Umwandlung von Konstruktionsentwürfen in Fertigungsprozesse mit dem benutzerfreundlichen, leistungsstarken Prozess-Manager für die Definition von Werkzeugwegen, die Erstellung von Anmerkungs-Features und für andere wichtige Abläufe in Pro/E“, verspricht Heinz Hempert. Speziell für die Elektromechanik seien zwei Aspekte verbessert worden. So ist jetzt eine schnellere Detailkonstruktion möglich durch schnellere Erstellung elektromechanischer Konstruktionen mit intelligenten, automatischen Funktionen zum Hinzufügen und Verlegen von Flachbandkabeln. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit in der ECAD-/MCAD-Konstruktion mittels einer neuen Schnittstelle forciert. Automatische Erkennung und übergreifende Kennzeichnung inkrementeller Änderungen in der MCAD- und ECAD-Platinenkonstruktion sind so schnell realisierbar. Aber was sagen die Praktiker? Jan Stothfang, Senior Application Engineer bei Braun in Kronberg, weltweit verantwortlich für die strategische Entwicklung von Pro/Engineer und seit vielen Jahren aktives Mitglied in Technical Committees von PTC/User, setzt seit 1994, seinem Eintritt bei Braun, auf Pro/E. „Ich wurde damals nach einem ausgiebigen Software-Benchmark als Betreuer für Pro/Engineer , der CAD/CAM/CAE-Lösung von PTC, eingestellt. 2004 sind wir auf Pro/Engineer-Wildfire umgestiegen. Für 2009 planen wir das Upgrade zur nächsten Data-Management-Generation“, skizziert Jan Stothfang die Evolutionsschritte bei Braun. Kurzfristiges ordentliches Potenzial erwartet sich Jan Stothfang zudem vom künftig intensiven Einsatz des Mathcad-Tools von PTC. Bereits seit 1995 als Lizenz vorhanden, hat Braun erst Ende 2007 begonnen, Mathcad strategisch einzusetzen. Der laut PTC globale Standard für Konstruktionsberechnungen wird zur Durchführung, Dokumentation und Weitergabe von Berechnungs- und Konstruktionsarbeiten verwendet. „Aufgrund seines einzigartigen visuellen Formats und der Notizblock-Oberfläche, die die mathematische Standardnotation, Text und Diagramme in einem einzigen Arbeitsblatt integriert, eignet sich Mathcad hervorragend für die Erfassung von Daten, die Wiederverwendung von Berechnungen und die Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren“, erklärt Heinz Hempert. Derzeit nutzt Braun über 130 Lizenzen von Pro/E und Pro/Intralink, die von rund 250 geschulten Anwendern genutzt werden. „Wir designen bis auf sehr wenige Ausnahmen sämtliche Braun-Produkte auf Pro/E.“ Hauptgrund für die Markentreue ist nach Angaben von Jan Stothfang vor allem, dass Pro/E die Idee der voll integrierten Prozesskette beispielhaft unterstützt. Zudem würde die Software 100% parametrisch arbeiten und alle Möglichkeiten bieten, um die Braun-Produkte (mehr als 80% Kunststoffteile) zu definieren. Zu Wildfire 4.0 kam Jan Stothfang Mitte 2007 bereits über den Kontakt im Technical Committee. Darin diskutieren und entscheiden gute Kunden mit den PTC-Entwicklern über künftige Projekte, Inhalte und Erfahrungen der neuesten Software-Generationen in den Feldtests. Als Highlights von Wildfire 4.0 sieht Jan Stothfang das verbesserte Memory-Management in Baugruppen, die verstärkte 3D-Zeichnungs-Unterstützung, die bei Braun für deutlich kürzere Entwicklungszyklen sorgen wird, oder das erweiterte Datenaustauschmodul, das letztlich mehr Informationen ins Teil und weniger in die Zeichnung bringt. „Dagegen schon lange gewartet haben unsere Konstrukteure auf das direkte Editieren der Oberfläche, das jetzt endlich mit Wildfire 4.0 umgesetzt wurde.“ Als ebenso kleine Sache mit gro-ßer Wirkung bezeichnet Jan Stothfang die verbesserte Anpassung von kompletten Bauteilen mit dem Warp-Feature, das die Feinanpassung beim Spritzguss und das Gegenhalten bei Schwindung und Verzug ermöglicht. „Gerade bei unseren Kunststoffteilen können wir so auch kleine Veränderungen einfließen lassen, ohne immer gleich ein neues Teil aufbauen zu müssen. Hier bringt Wildfire große Vorteile“, so Jan Stothfang. Denn gerade bei winzigen Korrekturen müsste man sich auf die virtuelle Ausführung verlassen können, um das gewünschte Produktergebnis erzielen zu können. „Eindrucksvoll ist vor allem die Tatsache, dass Wildfire 4.0 nochmal in punkto Simultaneous-Engineering eins drauf setzt. Vom Design bis zur Generierung von Werkzeugwegen werden stets die Ergebnisse weitergeben“, erläutert Jan Stothfang.