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Zwar stehe am Anfang der Wertschöpfungskette immer noch die Idee, betont Johann Fuchsgruber, Vorstand der Messe Erfurt AG und Veranstalter der 4. Ausgabe der Kongressmesse Rapid.Tech – die Veranstaltung findet vom 22. bis 23. Mai in Erfurt statt. Gleichwohl gewinne die Umsetzung vom digitalen Entwurf über das rechnerinterne Datenmodell hin zu Prototyp, Endmodell oder Kleinserie gewaltig an Fahrt. Und exakt dies greife Erfurt auf: „Auch die Rapid.Tech 2007 wird eine konstruktive Atmosphäre schaffen für tiefgreifende, nachhaltige Gespräche zwischen Ausstellern und Besuchern“, unterstreicht der Messechef. Damit werde man weiter in der Erfolgsspur der Vorjahre bleiben.
In der Fachwelt hat die Kongressmesse sich zwischenzeitlich einen Namen gemacht als Forum für Anwender, Dienstleister, Hersteller und Wissenschaftler, denn sie gewährt vertieften Einblick in Abläufe und Anwendungen der generativen Fertigungsverfahren. Präsentiert werden jeweils Maschinen, Anlagen, Zubehör und Dienstleistungen. Fachausstellung und Vortragsreihen ergänzen sich. Seit vor Ende der 80er Jahre die Geburtsstunde der generativen Fertigungstechnik schlug, erobern die Rapid Prototyper die Konstruktionsbüros der großen Hersteller vor allem in der Automobilbranche, der Haushaltswaren- und der Unterhaltungselektronik. Hinzu kommt das Rapid Tooling: Auch die generative Herstellung von Formen und Werkzeugen unmittelbar aus 3D-Datensätzen gewinnt an Fahrt. Und statt der wenigen Universalmaschinen von 1990 fertigen inzwischen weit über 50 unterschiedliche, hoch spezialisierte Systeme jeweils eine kleine Palette von Bauteilen in sehr guter oder sogar in endgültiger Produktqualität. Um so wichtiger ist es, die Verfahren, ihre Vor- und Nachteile und die Entwicklungstrends zu kennen, zu verfolgen und zu bewerten. Nur so lassen sich aus der ständig wachsenden Angebotspalette die optimalen Anwendungen aufspüren. Genau dies verfolgen die Anwender und Interessenten, die sich jährlich auf der Rapid.Tech in Erfurt treffen. Die rasche, kostengünstige und individuelle Herstellung von Modellen, Prototypen, Werkzeugen und Endprodukten auf der Basis rechnerinterner Datenmodelle ist ein innovatives Feld mit Wirtschaftspotenzial für alle Branchen. Vom 22. bis 23. Mai 2007 wird im Erfurter Messezentrum wieder das gesamte Spektrum der Technologien, Neuheiten und Trends erlebbar. Neben der praxisnahen Fachmesse bietet die Rapid.Tech mit der Anwendertagung und dem Konstrukteurstag ein Forum für Anwender, Dienstleister, Hersteller und Wissenschaftler. Erstmals wird ein Wettbewerb für Studenten und Absolventen von Design-Ausbildungsstätten veranstaltet. Der Designpreis soll die Auseinandersetzung mit generativen Fertigungsverfahren fördern und den Blick auf die damit verbundenen Perspektiven schärfen. Da sich bereits jetzt eine internationale Ausrichtung nach Osteuropa abzeichnet, ist Polen das Partnerland der nächsten Rapid.Tech. Aus der Rapid-Praxis des Nachbarlandes berichten neben Referenten auch Mitglieder des Fachbeirates wie Holger Löffler, Leiter Fachreferat Trockner-Entwicklung der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH. Wichtige Themenblöcke besetzen auch in diesem Jahr wieder die Branchen Automobilbau und Medizintechnik. Darüber hinaus wird gezeigt, dass die Vision von Kindern, die internetgestützt mit Hilfe ihrer Computer Phantasiefiguren und Komponenten von Systemspielzeugen konstruieren und in speziellen Copyshops direkt herstellen, inzwischen Wirklichkeit geworden ist.