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Nicht alle Kunden benötigen eine voll automatisierte Produktion. Dies gilt vorrangig für Tieflohnländer, in denen Arbeitsstunden sehr preiswert sind – betrifft aber auch zahlreiche Unternehmen in unserer Region – in Mitteleuropa. Mikron entschied sich aufgrund eindeutiger Marktanforderungen, die HSM-Baureihe in der Mitte der Baureihe zu erweitern. Mit der HSM 500 wollten die Schweizer beweisen, dass es einen kundenoptimalen Kompromiss zwischen großzügigen Verfahrwegen und Aufspannfläche sowie gleichzeitiger Kompaktausführung einer Maschine gibt.
Die HSM 500 wird auf gleicher Plattform installiert wie die HSM 400. Es handelt sich dabei um ein solides Maschinenbett in Portal-Bauweise mit einem Polymerbetonblock (Patent eingereicht). Jeder Millimeter dieses Maschinenbetts wurde ausgenutzt, um darauf einen Verfahrweg von 500 mm zu ermöglichen. Der Polymerbeton verfügt neben thermischer Trägheit über die hervorragende Eigenschaft Vibrationen, die während des Bearbeitungsprozesses auftreten, in großem Maße einzudämmen (sechsfacher Wert der Eigendämpfung von Grauguss). Ein Ausbreiten der Vibrationen wird somit verhindert. Das Ergebnis ist deutlich sichtbar: bessere Oberflächenqualität, geringerer Werkzeugverschleiß und eine erhöhte dynamische Steifheit. Der Nutentisch aus sphäroidischem Grauguss bietet mit einer Aufspannfläche von 450 x 550 mm2 reichlich Platz. Im Vergleich zur Fläche eines handelsüblichen Standard-Palettiersystems bedeutet dies eine Steigerung von bis zu 240%. Zusammen mit dem X-Achsen-Verfahrweg über 500 mm können nun weitaus größere Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu 200 kg bearbeitet werden. Die zu diesem Zweck vorgesehenen T-Nuten erlauben praktisch alle möglichen Haltevarianten. Ein System, das höchste Flexibilität bietet, sei es für das direkte Aufspannen auf den Tisch oder mit Schraubstock oder noch mit Hilfe eines Palettierfutters.Die Anforderungen an Werkzeugmenge hängen vornehmlich von der Art der Produktion ab. Zu diesem Zweck verfügt Mikron über eine große Auswahl an Werkzeugwechslern. In der Größenordnung der HSK-E32 (Spindel mit 54.000 U/min) sind zwei verschiedene Ausführungen erhältlich: 20 bzw. 40 Werkzeuge. Bei der HSK-E40 erstreckt sich die Auswahl sogar auf 3 Ausführungen (18, 36 bzw. 68 Werkzeuge). Kein HSM-Prozess ohne Hochleistungsspindeln! Die STEP TEC-Spindeln, mit denen die HSM-Linie ausgestattet ist, vereinen in sich Leistung, Drehmoment und hohe Rotationsgeschwindigkeit. Sie arbeiten mit einer Vektorregelung und ermöglichen somit Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter. Die Vektor-Spindeln besitzen zudem eine höhere Beschleunigung als herkömmliche Systeme. Um diesen dynamischen Eigenschaften standzuhalten, kommen Keramik-Hybrid-Kugellager mit Öl-Luft-Schmierung zum Einsatz. Die durch den Antrieb freigesetzte Wärmeenergie wird durch einen Kühlmantel absorbiert. Dank der engen Partnerschaft mit STEP TEC verfügen die Spindeln über die Sensorik, die die Verwendung von „smart machine“-Modulen ermöglicht. Was nutzen aber hohe Geschwindigkeiten, wenn die Präzision darunter leidet? Das Bearbeitungszentrum HSM 500 garantiert einwandfreie und lang anhaltende Präzision. Die Standardanlage verfügt über optische Linearmassstäbe sowie eine aktive Spindelkühlung der Achsenmotoren und des Schaltschranks. Weiterhin ist jede Maschine, die das Label „Made by Mikron“ trägt, von erfahrenem und qualifiziertem Personal aufgestellt und getestet worden. Die durchgeführten Tests entsprechen der Norm ISO 230/97. Die Ergebnis-Protokolle dieser Testreihe werden der Maschine bei Auslieferung beigefügt. Mikron Maschinen zeichnen sich auch durch eine einfache Handhabung und ein modernes Design aus. Die HSM-Maschinen sind aufgrund ihres dynamischen Aussehens und den großen Sichtfenstern, die eine perfekte Sicht auf den Bearbeitungsprozess ermöglichen, leicht erkennbar. Die Öffnung hin zur Arbeitsfläche bietet Zugang von drei Seiten. Der Zugang von oben dient zum Beladen schwerer Werkstücke mittels Kran. Außerdem ist der Tisch auf einer ergonomischen Höhe angebracht und kann in Richtung Bediener verschoben werden, um so den Ladeabstand auf ein Minimum zu reduzieren.