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Alles was der Kunde wünscht

Alles was der Kunde wünscht

(ai) Matec-Chef Erich Unger eilt der Ruf voraus, dass er ,seine¿ Maschinen kompromisslos nach den Wünschen seiner Kunden konzipiert und baut. Dafür hat er und sein Team ein ganzes Arsenal an modularen Baugruppen entwickelt, die sich weitgehend miteinander kombinieren lassen. Aber was macht er, wenn ein Kunde eine Maschine will, die es (eigentlich) gar nicht gibt? Ganz einfach: Er baut sie.

Auch wenn die Einleitung etwas kompliziert klingen mag, die Auflösung ist einfach. Vor kurzem präsentierte matec zum ersten Male eine SK 50-Maschine. Von den klassischen Maschinen dieses Genre unterscheidet sich die Entwicklung aus Köngen in zwei ganz grundsätzlichen Feldern. Einmal hat die HV 50 nur wenig mit den klassischen Kraftprotzen dieser Maschinengattung, die 80 und mehr kW und ein Drehmoment um die 500 Nm aufbieten, zu tun. Und zum anderen ist er (auch) hier dem Prinzip der Fahrständermaschine treu geblieben, in diesem Umfeld ein eher selten anzutreffender Maschinentypus. Doch einmal der Reihe nach.
Nicht sehr oft, aber immer wieder wurden matec-Mitarbeiter mit der Kundenforderung nach einer SK 50-Maschine konfrontiert. Um genau zu sein, eigentlich nach einer Maschine die dem Leistungsanspruch eines (ehemalig tatsächlich vorhandenen) SK 45 entspricht. Soll heißen, die Kunden wollten eine Maschine, auf der sie ihre bereits vorhandenen SK 50 (oder HSK 100)-Werkzeuge nutzen können, ohne sich gleichzeitig ein für das Teilespektrum völlig überflüssiges Leistungsangebot ins Haus holen zu müssen. Was sich im übrigen auch in dem Maschinenpreis niederschlägt (die neue matec wird je nach Verfahrweg ab 300.000¿ angeboten). Dazu Erich Unger: ¿Für viele Kunden ist der HSK 63 oder der SK 40 zu klein, bisher auf dem Markt befindliche Maschinen mit HSK 100 oder eben SK 50 aber zu groß und zu teuer.¿
Zwar gibt es schon SK 50-Fahrständermaschinen aber diese haben vor allem das Manko, dass sie nur eingeschränkte Möglichkeiten boten, schwerere Werkzeuge beziehungsweise größere   Werkzeuglängen und ¿durchmesser einzusetzen. Wer so etwas wollte, war gemeinhin besser mit einer Bettfräsmaschine oder gar einem Bohrwerk bedient.
Erich Unger: ¿Mit der Neuentwicklung bewegen wir uns mit 350 Nm eigentlich in einem Leistungsfeld zwischen einer SK 40 und einer SK 50 Maschine. Um eine ,echte¿ SK 50 Fahrständermaschine zu bauen, hätten wir die Konstruktion noch stabiler auslegen müssen, aber das ist bei Fahrständermaschinen kaum möglich - das zeigen auch die Konstruktionen unserer Wettbewerber. Was wir auf gar keinen Fall wollten, ist einfach eine für weniger Leistungsabgabe konzipierte Maschine mit einer größeren Werkzeugaufnahme aus- und aufrüsten, ohne die konstruktive Auslegung entsprechend anbieten zu können. Unsere Vorstellung war eine Maschine, auf der man ein Spanvolumen von 800 cm3  realisieren kann oder mit einem 80 mm-Vollbohrer arbeiten kann.¿
Und weiter: ¿Entwickelt haben wir die Maschine auf Grund einer konkreten Kundenforderung, der eine Maschine suchte, die einerseits in der Lage war, Bearbeitungsaufgaben mit einem 160 mm-Messerkopf  prozesssicher anzugehen, zudem mit einem SK 50 ausgerüstet ist, ohne die ansonsten obligatorischen Kenngrößen einer solchen Maschine zu haben.¿
Eigentlich ein logischer Ansatz, denn für viele Aufgaben sind Spindelleistungen jenseits der 75 kW oder ein Drehmoment von 500 und mehr Nm einfach ,übermotorisiert¿ , gleichzeitig reichen aber Antriebsleistungen von 25 und weniger kW bei dann um die 200 Nm eben  auch nicht mehr. Wenn man als Anwender dann vorwiegend Werkzeuge mit einem SK 50 Konus im Hause hat, dreht man sich im Kreise und oft bleibt kein anderer Ausweg als dann eben doch die Maschine ,eine Nummer größer¿ als eigentlich benötigt zu kaufen. Wobei bei den Verfahrwegen (Y bis zu 1.000 und X bis 12.000 mm) die matec-Maschine sowieso zu den eher ganz Großen gehört.
Bei dieser Maschine wurde zum ersten Mal das bewährte matec-Werkzeugwechselsystem verändert. Hier ist der Wechselarm nicht mehr direkt an der Spindel, neu auch das mitfahrende, waagerecht angeordnete Kettenmagazin für 48 (optional bis 80) Werkzeuge. Die Werkzeugwechselzeit von 7,5 sec entspricht wie die Eilganggeschwindigkeit von 30(48) m/min zwar vergleichbaren Maschinen, ist aber gleichzeitig auch kein absoluter Spitzenwert. Dazu noch einmal der matec-Chef: ¿Dies reicht allemal, weil diese Maschine nur bedingt in Produktionsbetrieben, wo die Werkzeugwechselzeit zu den wichtigsten Kenngrößen gehört, zu finden sein wird, sondern vielmehr im Umfeld der  Einzelteilfertigung wie im Werkzeug- und Formenbau eingesetzt.¿
Als Steuerungslieferant stehen ¿ auch dies matec-like ¿ Heidenhain, Siemens und Bosch Rexroth zur Auswahl.


www.matec.de



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