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Deutlich kostengünstiger als alle bislang bekannten Verfahren des Rapid Prototyping positioniert sich die
Systemlösung Perfactory von Envision Technologies. Für einen Preis von unter 50000 Euro bietet das deutsche
Unternehmen eine komplett ausgestattete Stand-alone-Anlage zur schnellen Fertigung kleiner und mittelgroßer Modelle aus Acrylat. Vor allem für Kleinbetriebe und Endanwender wird damit der Einstieg ins Rapid Prototyping erschwinglich. Interessenten konnten sich auf der EuroMold 2002 von der Leistungsfähigkeit dieser preiswerten Komplettlösung überzeugen.
Direkt am Arbeitsplatz über Nacht einen Prototypen bauen lassen, das wünschen sich Konstrukteure und Produktentwickler aller Branchen. Besonders für Designer kleiner Teile in der Medizin- und Dentaltechnik, der Schmuckindustrie oder im Konsum- und Elektronikgüterbereich ist das System Perfactory des 1999 von Geschäftsführer Hendrick John gegründeten Start-up-Unternehmens Envision Technologies eine ideale Ergänzung des Arbeitsplatzes. Das unterstreicht auch die einfache Handhabung ¿ für die Installation und den Betrieb des Systems ist keinerlei Expertenwissen notwendig.
Der Herstellungsprozess basiert auf dem Prinzip der Photopolymeristion. Aus einer orangefarbenen Acrylat-Flüssigkeit werden die am Computer entworfenen 3D-CAD-Modelle in wenigen Stunden schichtweise erstellt. Bei einer Schichtdicke von 50 bis 100 Mikrometern ist sogar die Herstellung kleiner Bauteile und filigraner Strukturen möglich. Der Bau-raum ist variabel: In der Standard-Ausführung bietet das System einen Bauraum von bis zu 185 x 138 x 230 Millimeter (XYZ); in der Mini-Variante steht ein Bauraum von bis zu 92 x 69 x 230 Millimeter zur Verfügung. Die Baugeschwindigkeit richtet sich nach der Komplexität der Geometrie und der eingestellten Schichtdicke. Bei 50 Mikrometern werden etwa 20 Millimeter Bauhöhe pro Stunde erreicht; bei 100 Mikrometern Schickdicke sind es sogar bis zu 36 Millimeter pro Stunde.
Praktische Erfahrungen aus verschiedenen Branchen unterstreichen den hohen Nutzwert der Systemlösung aus Marl in Nordrhein-Westfalen. ¿Die Mikro-Bauteile aus der Perfactory-Anlage haben eine sehr gute Qualität und eine überraschend hohe Auflösung¿, so Dr. Regina Knitter vom Forschungszentrum Karlsruhe. Und Tom Richards, Metallurge in der amerikanischen Prototypen-Gießerei Thoms Corp, berichtet erfreut über das ¿erfolgreiche Ausbrennen und Gießen sehr guter Teile¿ mit Perfactory.
Nicht nur als Stand-alone-Anwendung direkt am Arbeitsplatz kann die so einfach wie ein Drucker zu bedienende Anlage eingesetzt werden ¿ die Integration in Firmennetzwerke ist über die Ethernet-Schnittstelle und den ein-gebauten Rechner problemlos möglich. Mit den Abmessungen 73 cm (B) x 48 cm (T) x 136 cm (H) ist der Platzbedarf für das gesamte System sehr gering. Der nahezu geräusch- und geruchs-freie Betrieb macht Perfactory zu einer büro-freundlichen Anschaffung.
Die Kosten für die Installation und den Betrieb eines Rapid-Prototyping-Systems waren in der Vergangenheit sehr hoch. Das gilt nicht für die Systemlösung Perfactory: Mit einem Preis von unter 50000 Euro bietet sie sich sogar für ¿Ein-Mann¿-Designbüros und kleine Handwerksbetriebe an. Da keine teuren Verschleißteile vor-handen sind, belaufen sich die Betriebs- und Wartungskosten auf höchstens 750 Euro pro Jahr.
www.envisiontec.de