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Technologie ohne Kompromisse ...

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Besonderes Know-how in bestimmten Geschäftsfeldern zu besitzen ist zweifelsohne wichtig, reicht aber oft nicht aus. Ständig wachsende Anforderungen und Veränderungen erfordern eine permanente Auseinandersetzung mit dem eigenen Status Quo. Erfolgreich praktiziert das ein Werkzeugbau- und Service-Unternehmen aus Niedersachsen, das unter anderem mit dem Ausbau seiner Kerngeschäftsfelder die Grundlage gelegt hat für die nachhaltige, positive Geschäftsentwicklung. Das Angebot rund um das Thema „Schneiden, Stanzen, Formen“ spricht auf jeden Fall Bände und findet Abnehmerkreise in der Automobilindustrie und deren Zulieferern, der Blechverarbeitung, der kunststoffverarbeitenden sowie der Schuhindustrie, um nur einige zu nennen.


Seit der Gründung im Jahr 1997 entwickelte sich die C. Behrens Werkzeugbau und Service GmbH mit ihren heute knapp 90 Mitarbeitern konsequent nach der Aussage: „Von der Produktorientierung zur Kunden-orientierung“. Bestätigt wird dies schon allein in der Organisation des jungen Unternehmens. Für jeden Geschäftsbereich gibt es mindestens zwei Ansprechpartner. Speziell für den Werkzeugbau und dessen Produkte bieten die Alfelder ihren Kunden in Süddeutschland eine Niederlassung in Herrsching an. „Kundennähe ist unser Trumpf. Nur wenige Firmen des Formen- und Werkzeugbaus können ihren Kunden dieses hohe Maß an Beratung vor Ort und im Werk bieten. Wir bauen auch unsere Vorführkapazitäten weiter aus. So ist zum Beispiel eine kurz-
fristige Bemusterung und Vorführung an einer Rotationschneidanlage oder Hubstanze kein Problem“, erklärt Vertriebsleiter Lutz Raugust. „Im Formenbau sind wir unter anderem in der Lage, mit unserer digitalen Prozesskette für viele Bereiche schnell Muster oder Urmodelle herzustellen, was sehr gern auch als Rapid Prototyping bezeichnet wird.“
 Womit wir auch schon beim eigentlichen Thema sind, nämlich den Produkten, mit denen sich C. Behrens so erfolgreich am Markt behauptet. „Der Mix macht`s“ so Lutz Raugust weiter. „Wir bieten von der linearangetriebenen Laserschneidanlage Stiefelmayer linear bis zum säulengeführten Fliesenschnittwerkzeug, für jeden, der eine Lösung im Bereich des Trennens und Umformens von Materialien aller Art sucht, etwas.“ Wobei die Stiefelmayer linear als Highlight der innovativen Blechbearbeitung präsentiert wird. Vertrieb und Service dieser Maschine runden das Produkt- und
Leistungsangebot im Geschäftsbereich „Maschine & Service“ nach oben ab.
 In diesem Geschäftsbereich sind alle Aktivitäten rund um CNC-gesteuerte Stanz- beziehungsweise Laserschneidanlagen zusammengefasst. So betreut man weltweit die Blechbearbeitungsysteme der ehemaligen Behrens AG. Hier profitieren die Betreiber dieser Anlagen von einer umfangreichen Lagerhaltung an Ersatzteilen aller Maschinentypen und einer lückenlosen Maschinendokumentation. Die dazugehörigen Systemwerkzeuge für die Stanzmaschinen werden in der eigenen Fertigung hergestellt und vertrieben. Das Programm der Systemwerkzeuge wurde seit Mitte 2000 durch Werkzeuge für Trumpf Stanz-Nibbel-Maschinen ergänzt. Lutz Raugust: „Dieses macht Sinn und wird vom Markt sehr gut aufgenommen. Erstens haben die Werkzeuge sich durch ihre hohe Qualität im harten Alltag bewährt und zweitens können nun auch Anwender beider Maschinentypen von diesem erweiterten Service profitieren. Erstaunlich aber ist, dass insbesondere Kunden mit ausschließlich Trumpfanlagen von diesem erweiterten Angebot Gebrauch machen.“
 Als zusätzliche Dienstleistung bietet
C. Behrens die Überarbeitung von gebrauchten Behrensmaschinen an. Im Werk Alfeld werden auf Basis der Originalunterlagen und mit Originalersatzteilen hauptsächlich CNC-Stanzmaschinen überarbeitet und in einen produktionsfähigen Zustand versetzt. Dieser Service richtet sich auch an junge Unternehmen, denen die Investition in neue Maschinen ein finanziell zu hohes Risiko darstellt. „Wir
bieten dem Interessenten oder Käufer einer Gebrauchtmaschine einen vergleichbaren Service, wie bei einer Neuinvestition. Das beginnt mit einer Vorführung anhand von Kundenbauteilen in unseren Räumlichkeiten, geht weiter bei Software- und Werkzeugberatung bis hin zur Inbetriebnahme mit anschließender Einweisung und Schulung. Noch interessanter wird dieses Servicepaket bei unmittelbarem Preisvergleich mit Neumaschinen"", kann der Vertriebsleiter berichten.
 Wichtiger Bestandteil der Aktivitäten in Alfeld sind der Ausbau und die Weiterentwicklung der eigenen Produkte des Werkzeug- und Formenbaus. Auch hier hat man sich Schwerpunkte gesetzt, die in erster Linie die Kernkompetenz „Stanzen, Schneiden, Formen“ unterstreichen.
 Der Kunde erhält bei der C. Behrens Werkzeugbau und Service GmbH als einem der wenigen Unternehmen in Deutschland Lösungen und Produkte des Rotationsschneidens. Das rotative Bearbeiten von Material ist eine wirtschaftliche Alternative zum Hubstanzen. Der Prozess findet zwischen zwei gegeneinander laufenden Walzen statt. Prinzipiell unterscheidet man zwei Verfahren. Beim „Quetschschnitt“ befindet sich auf einer der beiden Walzen ein Messer in Konturform. Die andere Welle fungiert als Stanzgegenlage. Mit diesem Verfahren lassen sich in erster Linie gut schneidbare Materialien wie Kunststoffe, Plas-tik, Leder oder Blei bearbeiten. „Mit diesem Know-how konnten wir schon vielen Firmen Wege zur alternativen Fertigung aufzeigen. Beispielsweise gibt es Applikationen, bei denen Abziehverschlüsse für Verpackungen rotativ gestanzt werden. Bei einer Durchlaufgeschwindigkeit von 80 m/min und einer Messerstandzeit von 2 Mio. Teilen ist diese Anlage nahezu konkurrenzlos“, räumt Lutz Raugust ein.
 Sollen beispielsweise Bänder aus Blech verarbeitet werden, stößt man rasch an die Grenzen des „Quetschschnittverfahrens“. Alternativ dazu wird dann mit Stempel und Matrize rotativ gestanzt. Dabei befinden sich auf der Oberwalze die Stempel und auf der Unterwalze die Matrizen. Es wurden in Alfeld auch schon Anlagen realisiert, bei denen beide Verfahren gleichzeitig zum Einsatz kamen. „Wir verstehen uns in diesem Bereich als Komplettanbieter. Das heißt, nach Anforderung erhält der Kunde integrierte Bearbeitungszentren mit automatischer Ab- und Aufwicklung sowie Teile- und Restgitterentsorgung. Unser Nachschleif- und Wartungsservice sorgt für eine hohe Verfügbarkeit ausgelieferter Anlagen.“
 Natürlich lassen sich nicht alle Anwendungsfälle rotativ lösen. Insbesondere bei großflächigen Bauteilen oder Teilen mit Umformanteil ist das säulen- oder hubgeführte Werkzeug nach wie vor die wirtschaftlichere Alternative. Auch mit diesen Anforderungen setzt man sich in Alfeld auseinander. Zum Leistungsspektrum zählen beispielsweise
Folgeverbundwerkzeuge, Beschneidewerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Ø
× Umformwerkzeuge usw. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dem Kunden Möglichkeiten anzubieten, die jenseits des üblichen Standards im Werkzeugbau liegen. Dazu Lutz Raugust: „Die Fertigung der Werkzeuge findet teilweise in Räumen und mit Equipment der ehemaligen Behrens AG statt, so dass wir in der Lage sind, ohne Probleme auch Werkzeuge größerer Dimensionen zu bearbeiten. Vor kurzem kam beispielsweise ein Doppelfliesenschnitt-Werkzeug mit einem Gesamtgewicht von circa 7 to. zur Auslieferung. Hier überzeugt aber auch das von uns entwickelte Know-how. Der Kunde ist ohne lange Rüstzeiten in der Lage, von einer Fliesengröße in die andere zu wechseln. Trotz der Größe des Werkzeugs handelt es sich um ein Präzisionsschnittwerkzeug – das Schnittspiel zwischen den beiden Messern beträgt nur wenige Hundertstel Millimeter.“
 Stichwort Präzision. Diese ist insbesondere nötig bei Schnittwerkzeugen für die Fein- und Feinstblechindustrie. Über eine Länge mit Kontur von bis zu 1250 mm müssen hier im harten Produktionseinsatz gleichbleibend Schnittspiele nahe 0, also nur wenige Hunderstel, konstant garantiert werden, um in nachfolgenden Bearbeitungsprozessen eine Zerstörung gummierter Walzen zu verhindern. Standardmäßig werden die Schnittkanten aus pulvermetallurgischen Stählen hergestellt. Der Markt verlangt auch in diesem Segment längere Standzeiten bei reduzierten Schleif-, Rüst-, und Reparaturkosten. Um dieser Vorgabe gerecht zu werden, hat Behrens als einer der ersten Werkzeugbauer den Einsatz von Hartmetallsegmenten forciert. Mittlerweile nehmen Feinschnittwerkzeuge mit Hartmetall einen wichtigen Platz in der Ange-botspalette ein und Kunden erzielen teilweise 10 bis 15 mal längere Werkzeugstandzeiten.
 Ein weiterer Geschäftsbereich ist der Formenbau und hier speziell die Herstellung von Produkten für die Schuhindustrie. Insbesondere für das sehr anspruchsvolle Verfahren der Direktbesohlung werden Formen für namhafte Hersteller von Straßen-, Bequem- und Sicherheitsschuhen hergestellt. Die Prozesskette ist durchgängig digital. So können Modelldaten über eine Digitalisiereinrichtung erfasst und in CAD-Daten umgewandelt werden. Mit Hilfe verschiedener Software („Rhinoceros“, „Cimatron“) werden die Daten weiterverarbeitet, um daraus das Positiv-Modell zu konstruieren. Auch hinsichtlich des Designs unterstützt
C. Behrens. So ist man kurzfristig in der Lage, verschiedene Modelle zu bemustern. Die Bemusterung erfolgt durch Fräsen eines Uriolmodells. Nach Abnahme dieses Modells durch den Kunden entsteht die Musterform, auf deren Basis dann die folgenden Größen gradiert werden. Die Abnahme der Musterform kann an eigenen Spritzgussanlagen als Produktionssimulation durchgeführt werden. Diese Konstruktion des Formwerkzeugs wird auch im eigenen Haus erledigt. Zur Herstellung des Werkzeuges greift man auf eine 5-Achsen HSC-Fräsmaschine oder eine Starrag-Kopierfräsmaschine zurück.
 „Obwohl wir über diese Technologie verfügen, wird immer ein gewisser Anteil an manueller Arbeit bestehen bleiben. Wir verfügen über Spezialisten im Schuhformenbau. Ich denke hier insbesondere an die Arbeit unserer Graveure. Dieses Know-how, verbunden mit modernster Fertigungstechnologie, stellt unser spezielles Angebot für die Schuhindustrie dar“, unterstreicht Lutz Raugust.
 Nicht nur für die Schuhindustrie wird bei C. Behrens im Formenbau gearbeitet. Auch andere Firmen wissen die Vorzüge der „Digitalen Prozesskette“ zu schätzen. Die problemlose Übermittlung von IGES, DXF und anderer gebräuchlicher CAD-Formate verkürzt die
Konstruktion und Erstellung von Formen für zusätzliche Anwendungsgebiete. Weitere Produkte sind Freiflächenformen und Spritzgießwerkzeuge.
 Für die Zukunft hat man sich in Alfeld viel vorgenommen, Lutz Raugust: „Wichtig ist die weitere Entwicklung zum Systemlieferanten. Der Kunde bekommt bei uns nicht nur das fertige Produkt, sondern wir erarbeiten eine konkrete Problemlösung für seinen Bedarfsfall. Insbesondere im Werkzeug- und Formenbau begleiten wir die Produktentwicklung von Anfang an. Der Kunde erhält von uns Design und Konstruktion sowie Produktentwicklung und Fertigung. Im After Sales Bereich bieten wir Produktionsbegleitung und Nachschleif- sowie Reparaturservice an.“ Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, sind für das nächste Geschäftsjahr weitere Investitionen zum Ausbau der Fertigungskapazität geplant. Verstärkung erhält die Produktion auch durch eine leistungsfähige Drahterodieranlage.



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