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Lasersintern rund um die Uhr

Lasersintern rund um die Uhr

Wirft man einen Blick hinter die Kulissen der Modellbau-Werkstatt von Toyota, so bleibt man unweigerlich an zwei Laser-Sinter-Anlagen des deutschen Herstellers EOS hängen. Die beiden Maschinen fertigen im Stundentakt und direkt aus CAD-Daten Bauteile au

Toyota Motorsport (TMG) fertigt auf ihren Kunststoff-Laser-Sinter-Anlagen die unterschiedlichsten Testbauteile für Radnaben, Motorteile, Aufhängungen, Bremselemente, Stoßdämpfer sowie Komponenten für aerodynamische Testläufe am Windkanal-Modell. Obgleich TMG längst noch nicht alle Bauteile des neuen Formel 1-Rennwagens aus lasergesintertem Kunststoff produziert, sind die beiden Anlagen vom Typ Eosint
P 360 (Ein-Laser-System) und Eosint P 700 (Doppel-Laser-System) voll ausgelastet. Beide Maschinen können höhere Stückzahlen von Kunststoffteilen gleichzeitig bauen und lassen sich während des laufenden Bauprozesses mit weiteren Aufträgen speisen.
 Dabei werden auf der Doppel-Laser-Anlage aufgrund ihres großen Bauraums mit einer Diagonale von 1 Meter nicht nur ausladende Bauteile, sondern auch höhere Auflagen von kleineren Teilen gefertigt. Damit sind die Voraussetzungen für eine Losgrößen-angepasste Fertigung von Kleinserien geschaffen. Erste Kunden nutzen diese Vorzüge und setzen diese Maschine bereits als industrielles Fertigungszentrum für Kleinserien und technisch hochwertige Individual-Lösungen ein. Eine unabhängige Studie des Rapid Manufacturing Consortiums unter der Leitung von Professor Phill Dickens belegt, dass sich eine Serie von mehreren 10 000 Kunststoffteilen über die direkte Herstellung per Lasersintern wirtschaftlicher fertigen lässt als über den Spritzguss, bei dem zunächst ein Werkzeug gefertigt werden muss.
 Damit ist eine Grenze überschritten: Denn ist das Laser-Sintern als Werkzeug des Simultaneous Engineering heute längst etabliert, so profiliert es sich zukünftig auch als Verfahren des Rapid Manufacturing. Prototyping und Produktion finden damit auf ein und derselben Maschine nach dem gleichen Verfahren statt. Dazu EOS Produktmanager Volker Junior: „Die Flexibilität der Rapid Technologien wird nutzbar gemacht für die automatisierte, effiziente Massenfertigung.
 Auf der letzten Euromold in Frankfurt konnte man sehen, wie EOS seine Anlagen für diese neue Rolle ausgerichtet hat. Für die neueste Kunststoff-Laser-Sinter-Anlage Eosint P 380 gibt es eine hoch automatisierte Peripherie für die Integration in ein industrielles Umfeld. Hier wurde ein IPCM (Integrated Process Chain Management) entwickelt, das den personellen Aufwand auf wenige Arbeitsschritte reduziert. Eine als geschlossenes System ausgelegte automatische Pulverbefüllung erleichtert und beschleunigt das Handling; eine automatische Aufbereitung optimiert das Recycling und den Verbrauch des Kunststoffmaterials; eine integrierte Entpackstation vereinfacht das schnelle Freilegen der Bauteile aus dem Pulvermantel; und ein Wechselrahmensystem ermöglicht das chargenweise Produzieren größerer Stückzahlen. Alle neuen Hardware- und Softwarekomponenten der P 380 sind als Upgrades verfügbar, um bestehende Systeme auf den neuesten Stand der Technik nachzurüsten. Somit genießt der Anwender bei EOS einen besonderen Investitionsschutz.
 Vorgeschaltet ist dem IPCM Handling-System zudem die neue Datenaufbereitungs-Software Eospace. Diese von Materialise exklusiv für EOS entwickelte oberflächenorientierte Nesting-Software positioniert die Bauteile automatisch so, dass der Bauraum der Maschine optimal genutzt wird. Gleichzeitig gewährleistet sie, dass Bauteile nicht aneinander stoßen und dass Sichtflächen optimal ausgerichtet sind. Das spart Bauzeit, reduziert die Fertigungskosten und vermeidet Geometriefehler. Die Software ist ein zusätzliches Tool für den Einsatz der Rapid Technologie des Laser-Sinterns für jede Phase des Produktlebenszyklus. Maschinenkapazität steht jederzeit für zeitkritische Rapid Prototyping-Aufträge zur Verfügung. Gleichzeitig können auf Lager gehaltene Produktionsaufträge zur optimalen Ausnutzung des Bauraums zugefüttert und damit „kostengünstig“ mit produziert werden.
www.eos-gmbh.de


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