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Brillante Resultate

Brillante Resultate

Wem es an Geld und Ansehen nicht mangelt ¿ wer also so gut wie alles hat, was so erstrebenswert sein mag, der kann sich allein noch mit ungewöhnlichen Dingen belohnen: etwa mit einem Schreibgerät aus 18-karätigem Gelb- oder Weiß-Gold von MontBlanc, bes

Zählen schon die weitestgehend industriell hergestellten Schreibgeräte von MontBlanc zu den eindeutig hochwertigen, sind jene aus der ArtisanShop-Manufaktur eine Top-Sonder-Klasse für sich: diese eigenständige Abteilung mit acht hochqualifizierten Facharbeitern und einem Meister und ihrem Leiter fertigt beispielsweise das transparente „Skeleton“-Modell, bei dem alle Einbauteile des Schreibgeräts rundum von außen zu sehen sind.
 „Die filigranen ,Skeleton’-Stege müssen deshalb allseitig ein makelloses Top-Finish haben“, betont ArtisanShop-Abteilungsleiter Thorsten Hering und setzt nach: „Rund 50 Stunden Handarbeit nach dem maschinellen Zerspanen sind beim ,Skeleton’-Modell pro Stück die Regel, wobei dieser manuelle Aufwand dank der eingesetzten HSC-Fräsmaschine noch relativ gering ist. Wir brauchen also zum Fräsen und Bohren Fertigungsmittel, die erstens hoch genau positionieren und die zweitens absolut smoothly laufen: als elementare Voraussetzung für hohe Präzision und beste Oberflächengüte.“ Eben: Wer bis zu 109000 Euro für ein diamant-besetztes „Meisterstück Royal“ oder auch „nur“ 20000 Euro für eine Sonder-Edition des „Skeleton“ ausgibt, erwartet (zurecht) makellose Spitzenleistung.
 Dabei ist schwer zu sagen, bei welcher Aufgabe die maschinellen Anforderungen höher einzuschätzen sind: beim gratfreien Bohren von 4810 Sack-Löchern mit nur 0,7 mm Durchmesser (bei nur 0,04 mm verbleibender Stegbreite) oder beim Fräsen der langen, schmalen „Skeleton“-Stege der hülsenförmigen Korpusse und Kappen. Vergleicht Hering: „Nun – beim Bohren der feinen Löcher müssen wir fünfachsig positionieren, weil jede einzelne Bohrung unbedingt rechtwinklig zur ja gekrümmten Oberfläche eingebracht werden muss, damit die eingesetzten kleinen Diamanten insgesamt ein absolut harmonisches Bild ergeben, und beim Fräsen der ,Skeleton’-Stege müssen wir sehr präzis fünfachsig simultan zerspanen“, worauf Marco Simon als Fräs-Spezialist quantifiziert: „Und zwar mit jeweils µm-genauer Eingabe-Feinheit“, und lobt: „Eine 0,3-mm-Bohrung präzis zentrisch wieder anzufahren, ist für uns hier genauso übliches Tagesgeschäft wie das zeitgleiche 5-Achs-Fräsen auch.“
 Aber der ArtisanShop fungiert nicht nur als Hersteller höchst edler Schreibgeräte in Losgrößen von zwei bis allenfalls 4810 (so hoch misst in Metern über Normal-Null der Mont Blanc …), sondern die Abteilung dient auch als Muster-, Prototyp- und Vorrichtungsbau. Qualifiziert Simon: „Unsere Stärke ist unser Facharbeiter-Know-how und unsere  Ø
× Kreativität und Flexibilität …“, worauf Hering ergänzt: „… und die sicher seltene Symbiose zwischen industrieller Fertigungstechnik und handwerklichem Können.“ Das zeigte sich etwa auch bei der Herstellung von kleinen Rund-Sieben mit Löchern von nur etwa 0,7 mm Durchmesser zum Selektieren der kleinen Diamanten, die zum Bestücken der „Royal“-Edition absolut gleich sein müssen. Nun: die Löcher wurden mit 0,1 mm Untermaß vorgebohrt und dann gratfrei µm-präzise zirkulargefräst …
 … damit sollten die Anforderungen an die für solche Aufgaben eingesetzten HSC-Fräsmaschinen eigentlich anschaulich genug gemacht sein. Betont Hering nachdrücklich: „Wir brauchten also Fertigungsmittel mit äußerst hoher Positionier- und Wiederhol-Genauigkeit, hoher Temperatur-Stabilität, sehr hoher Steifigkeit bei gleichfalls hoher Dynamik – eben der verlangten Präzision und Oberflächenqualität wegen.“ Mit dem Modell „PFM 24“ der Primacon Maschinenbau GmbH aus dem oberbayerischen Peissenberg fand der ArtisanShop der MontBlanc-Simplo GmbH offensichtlich vor vier Jahren bei seinem Start die für ihn passende HSC-Fräsmaschine …
 … und als sich Bedarf nach einer weiteren zeigte, wurde (nach neuerlicher Evaluation) vor einem halben Jahr das gleiche Modell noch mal installiert. Erinnert sich Simon: „Ich habe mich nachdrücklich dafür eingesetzt, eine identische Fräsmaschine mit gleicher Steuerung zu ordern“, und begründet: „Da hat man keine Probleme mit dem Handling und muss sich beim Wechsel vom einen zum anderen Fertigungsmittel nicht jeweils umstellen“, worauf Hering erläutert: „Es gab für uns auch nicht den mindesten Grund, eine Fräsmaschine eines anderen Herstellers zu wählen, denn die „PFM 24“ erfüllt unsere Anforderungen perfekt.“
 Und das gilt nicht nur für erreichbare Maß-Genauigkeit und Oberflächen-Qualität, sondern auch für die Einsatz-Vielseitigkeit. So böte die „FPM 24“ die Option, auf dem Rundtisch einen Gegenhalter aufzubauen, um auch lange, schlanke Werkstücke abzustützen – beim Fräsen von Kupfer-Elektroden mit einem Durchmesser/Längen-Verhältnis von 1:28 für die  Leitspindel des
Kolbensystems beispielsweise sei das nötig. Weiß Simon: „Die Elekt-roden müssen extrem präzis sein – da haben wir Toleranzen von nur 2 µm – denn die Elekt-roden bestimmen ja sozusagen das mechanische Herz der MontBlanc-Füllfederhalter.“ Da ist fast überflüssig zu erwähnen, dass manuelle Nacharbeit bei den Elektroden ein Tabu ist – denn sie würde ja die maschinell erreichte (Steigungs-)Genauigkeit gefährden. Mit anderen Worten: das Kupfer ist gratfrei zu fräsen. Understatementet Hering: „Dass das möglich ist, spricht sicher auch für die HSC-Fräsmaschine von Primacon.“ Sicher tut es das – aber ebenso sicher wohl mindestens gleichfalls für die Technologie-Kompetenz der Artisan-Shop-Abteilung.
 Aber es gab für die MontBlanc-„Handwerker“ (dafür steht „Artisan“) noch zwei weitere Gründe, wiederum eine „FPM 24“ zu ordern:
erstens der von den Hamburgern als einfach kompetent und schnell apostrophierte Service aus Peissenberg (immerhin 800 km weit weg) und zweitens die adaptierte und wohl exzellent angepasste „TNC“-Steuerung von Heidenhain. Zwar wird vorwiegend im 3D-Mode bearbeitet und damit mit NC-Programmen operiert, die extern generiert werden (via durchgehendem 3D-CAD/CAM…!), aber die meisten anderen Aufgaben lösen die Facharbeiter (auch komplexes 2 1/2D) dank Heidenhain-Klartext-Dialog ohne jede externe Hilfe direkt an der Steuerung – natürlich gleichfalls µm-genau.
 Nun: erwarten Sie zum Ende dieser Story über ja nun wirklich in jeder Beziehung exzellente Schreibgeräte etwa etwas anderes als eine Bemerkung wie diese? Dass sich nämlich brillante Resultate nur erreichen lassen mit  entsprechend gleichwertigen Fertigungsmitteln.
Eben das war zu belegen.                                                 jk


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