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Systemkompetenz im Blick

Systemkompetenz im Blick

Der Schritt zum Systemanbieter wurde für Agie Charmilles von einem schwierigen Marktumfeld begleitet. Dass sich der Gruppenumsatz in 2001 auf Vorjahresniveau hielt, lag an der Erstkonsolidierung neu akquirierter Firmen. Dennoch sprechen die Schweizer vo

Das Jahr 2001 war durch den rapiden Wechsel von einem Wirtschaftshoch zu einer weltweiten Konjunkturschwäche geprägt. So regis-trierte auch Agie Charmilles nach guten Resultaten im ersten Halbjahr in vielen Märkten einen deutlichen Nachfragerückgang. Insgesamt konnten die Schweizer dank der Erstkonsolidierung neu akquirierter Firmen den Nettoumsatz mit 1,24 Mrd. CHF zwar auf dem Vorjahresniveau halten, akquisitionsbereinigt ergab sich jedoch ein Umsatzrückgang von 16,3 %. Beim Betriebsergebnis (EBIT) musste deshalb mit 60,2 Mio. CHF eine Abnahme von 46,4 % verzeichnet werden. Im zweiten Halbjahr übte der starke Schweizer Franken zusätzlichen Druck auf die Ertragslage aus. Diese Effekte zusammen mit akquisitionsbedingt höheren Finanzkosten führten zu einer Re-duktion des Reingewinns auf 25,2 Mio. CHF (–68,1 %). Dr. Kurt E. Stirnemann, CEO der Agie Charmilles Gruppe, sieht der Zukunft dennoch optimistisch entgegen: „Trotz des schwierigen Umfeldes erzielte Agie Charmilles wichtige Fortschritte in der Umsetzung der Unternehmensstrategie. So markierte das Berichtsjahr den Durchbruch der Gruppe zum führenden Systemanbieter für den Werkzeug- und Formenbau.“
 Geprägt war das Geschäft für die Schweizer Gruppe durch unterschiedlich agierende Märkte. Zahlreiche Märkte waren vom starken zyklischen Abschwung betroffen. Deutschland und Italien – die zwei wichtigsten europäischen Märkte für Agie Charmilles  – behaupteten sich bis Ende des dritten Quartals insgesamt gut, verzeichneten dann aber einen deutlichen Umsatzrückgang. Großbritannien, Frankreich und
Spanien litten schon Mitte des Jahres unter der Nachfrageschwäche. In den USA entwickelte sich die Rezession, die sich schon zu Jahresbeginn abzeichnete, nach den Ereignissen vom 11. September für die Fertigungsindustrie zur größten Krise der letzten 50 Jahre. Der amerikanische Konjunktureinbruch wirkte sich zudem negativ auf die stark exportorientierten asiatischen Märkte wie Japan, Singapur und Taiwan aus. Diese waren bereits Anfang des Jahres durch die Schwäche in der Elektronik- und der Telekommunikationsindustrie unter Druck geraten.
 Dennoch zeigen nicht alle Märkte Abwärtstendenzen. In Brasilien setzte sich der positive Trend fort. Weiterhin gute Ergebnisse erzielte die Gruppe in der Schweiz, in Osteuropa und den GUS-Staaten. Auch in China, wo Agie Charmilles über eine starke Präsenz verfügt, wurde ein konstantes Wachstum verzeichnet. Dennoch konnten die guten Verkaufszahlen in diesen Regionen die Umsatzrückgänge in den schwächeren Märkten nicht kompensieren.
 Das Jahr 2001 markierte für Agie Charmilles den Wandel vom Unternehmen für Elektro-erosionsmaschinen zum führenden Anbieter von Systemlösungen für den Werkzeug-und Formenbau. Die Übernahme der schwedischen System 3R-Gruppe im April – nach der bereits im Vorjahr erfolgten Akquisition des Mikron-Fräsmaschinengeschäftes – ermöglichte diesen entscheidenden Schritt. Die Tooling-, Automations- und Softwareprodukte von System 3R fügen sich nahtlos in das Portfolio von Agie Charmilles ein und erlauben der Gruppe, als
Systemanbieter neue Maßstäbe zu setzen.
Positive Bilanz wurde auch beim Ausbau des Vertriebsnetzes für die Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen von Mikron gezogen. Gleichzeitig überraschte Mikron auf der EMO 2001 mit einer rundum erneuerten Produktpalette und konnte so ihre Position als Anbieter von Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen deutlich ausbauen. Die verstärkte Abdeckung des Eintrittssegments im Bereich Elektroerosionsmaschinen zahlte sich ebenfalls aus.
 So kann Dr. Kurt E. Stirnemann insgesamt eine gute Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr konstatieren: „Die aktuellen Prog-nosen deuten darauf hin, dass sich die Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2002 langsam erholen wird. Agie Charmilles hat durch die konsequente Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie in den letzten zwei Jahren eine sichere Basis für die Zukunft geschaffen.
Die Technologiemarken der Gruppe verfügen durchweg über ein Produktportfolio mit überproportional hohem Anteil an innovativen Produkten.“ Die Präsenz in mehreren wichtigen Wachstumsmärkten wurde im Berichtsjahr weiter ausgebaut.
 Agie Charmilles ist heute einer der wenigen Global Player in ihrer Branche. Der wachsende Kosten- und Termindruck sowie der Mangel an qualifiziertem Personal bei den Kunden der Gruppe erhöhen zunehmend die Nachfrage nach Systemlösungen. Als führender Systemanbieter im Werkzeug- und Formenbau kann Agie Charmilles ein Angebot von wegweisenden Komplettlösungen vorweisen und ist dadurch optimal positioniert, um nach Überwindung des Zyklustiefs erneut zu wachsen.


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