Moderne Hochleistungs-Dampfturbinen enthalten immer zähere und daher schwer zerspanbare Materialien – folglich steigen die Anforderungen bezüglich Genauigkeit und Oberflächengüte. Mägerle hält mit diesen hohen Anforderungen mit. Die Schleifexperten aus der Schweiz bieten Lösungen für Dampfturbinenschaufeln. Das Bewusstsein für die Klimaveränderungen rund um den Globus wächst. Daher wird der Ruf nach einem sorgfältigerem Umgang mit den vorhandenen Ressourcen lauter. Steigende Preise für fossile Brennstoffe treiben die Hersteller von Dampfturbinen dazu an, immer effizientere Anlagen zu entwickeln. „Beim Konstruieren der Turbinen kommen deshalb zunehmend schwer zerspanbare Materialien zum Einsatz", sagt Rainer Hungerbühler, Leiter Verkauf und Marketing bei Mägerle. „Die Anforderungen an deren Genauigkeit und Oberflächengüte steigen. Immer mehr Hersteller schleifen deshalb Schaufelfüße, anstatt diese zu fräsen", so der Experte. Zudem, versichert Rainer Hungerbühler, seien die Werkzeugkosten beim Schleifen dieser Komponenten um ein Vielfaches geringer. Auf den Wirkungsgrad der Gesamtanlage hat etwa die Größe der Ringfläche am Austritt der letzten Stufe einen entscheidenden Einfluss. Je länger also die letzte Laufschaufel einer Turbine ist, desto effizienter arbeitet die Anlage. Die Laufschaufeln werden mit 3.000 beziehungsweise 3.600 Umdrehungen pro Minute um die Turbinenachse geschleudert. Dabei muss die Schaufel gigantischen Zentrifugalkräften standhalten. Auf eine 1,4 Meter lange und etwa 50 Kilogramm schwere Schaufel der letzten Stufe der Turbine wirkt beispielsweise eine Kraft ein, die einem Gewicht von mehr als 500 Tonnen entspricht. Die Schaufelfüße müssen diese Kräfte aufnehmen und auf den Rotor übertragen. Damit sich die entsprechende Kraftübertragung möglichst gleichmäßig auf das gesamte Material des Schaufelfußes überträgt, ist die Formgenauigkeit der Füße entsprechend eng toleriert. Höchste Genauigkeiten trotz hoher Zerspanleistungen Das Schleifcenter MGC-L-260.75.90 von Mägerle erreicht dank seiner extrem steifen Struktur höchste Zerspanleistungen bei ausgezeichneter Genauigkeit. Der wassergekühlte 75-Kilowatt-Motor sorgt für den nötigen Antrieb. Kombiniert mit der hohen Autonomie des Schleifcenters verkürzen sich die Bearbeitungszeiten auf ein Minimum. Dazu Rainer Hungerbühler: „Die MGC-L-260.75.90 basiert auf der bewährten Mägerle Fahrständerbauweise mit verschleißfreien, hydrostatischen Umgriff-Führungen (x- und y-Achse). Diese garantieren hohe Laufruhe, Stabilität, Schwingungsdämpfung sowie Tisch-Belastbarkeit." Die an das Maschinenbett montierte Konsole dient der Aufnahme der Spannvorrichtung für die zu bearbeitenden Schaufeln. Wahlweise kann in die Konsole eine zusätzliche Rotationsachse (b-Achse) eingebaut werden. Mithilfe dieser Achse und des automatisch einwechselbaren Messtasters kann das Einrichten der Schaufeln automatisiert und die Einrichtzeit erheblich verkürzt werden." Die an der Schleifspindel angebaute Kühlmitteldüse lässt sich durch entsprechende Programmierung in eine beliebige radiale Position bringen. Das Kühlmedium kommt somit immer an der richtigen Stelle optimal zum Einsatz. Die Maschine verfügt außerdem über ein automatisches, in den Flansch integriertes Auswuchtsystem. Praktisch: Ein schnelles 4-fach-Wechselmagazin für Schleifscheiben und Messtaster ermöglicht kurze Bearbeitungszeiten und erlaubt einen operatorlosen Betrieb. Die einfache und schnelle Auswechselbarkeit der Scheiben ermöglicht ein flexibles Bearbeiten unterschiedlicher Profilgeometrien. Dies ist, etwa bei unterschiedlichen Innen- und Außenprofilen, ein entscheidender Vorteil. www.maegerle.com
Halle 11, Stand D32