Zur EMO in Hannover werden die Grob-Werke traditionell nahezu ihr komplettes Produktportfolio rund um
die Zerspanung inklusive vieler Messe-Highlights präsentieren. Insgesamt werden vierzehn Maschinen auf der gesamten Messe, darunter viele Neuheiten gezeigt. „Die EMO war in der Geschichte der Grob-Werke schon immer ein besonderes Highlight unter den Maschinenbaumessen“, umschreibt Christian Grob, Generalbevollmächtigter der Grob-Werke, die Erwartungshaltung des Unternehmens. „Unsere überaus positiven Erfahrungen der Vergangenheit und nicht zuletzt die aktuelle Marktentwicklung mit der sehr starken Nachfrage für Zerspanungsmaschinen lassen uns mit einer positiven Erwartungshaltung nach Hannover gehen“. Das innovative Grob-Beladekonzept, das sich aufgrund der Beladung von vorne in die Maschine hervorragend für die optimale Auslegung der Spannvorrichtungen eignet, wurde von Grob konsequent umgesetzt. Diese Entwicklung hat zu einem System mit schnellem Linearportal und horizontalem Schiebewechsler geführt. Der Schiebewechsler ist frontseitig an der Maschine befestigt und verfügt über zwei Linearachsen. Eine bewegt die Werkstücke mit zwei Ladegabeln in x-Richtung von der Rohteil- zur Beladeposition, bzw. von der Beladeposition zur Fertigteilposition. Die andere Achse bewegt die Werkstücke in ZRichtung und transportiert die Werkstücke, die auf dem Schiebewechsler durch die Ladegabeln aufgenommen und fixiert werden, von der Beladeposition in den Arbeitsraum und wieder zurück. Die Achsen des Schiebewechslers befinden sich auf einem Rohrrahmen, der durch schnell lösbare Schraub- und Steckverbindungen an der Maschinenfront befestigt ist. Damit kann der Schiebewechsler mit seiner gesamten Installation und Schutzverkleidung durch wenige Handgriffe zu Instandhaltungszwecken von der Maschinenfrontseite gelöst werden. Trotz der frontseitigen Befestigung und Lage des Schiebewechslers ermöglicht die Konzeption der Linearachsen und Verfahrwege einen optimalen Zugang zur Spannvorrichtung, den Werkstücken und der Vorderseite der Motorspindel. Der Schiebewechsler entkoppelt den Be- und Entladevorgang vom Teiletransport mit dem Ladeportal und ist somit besonders Taktzeiteffektiv. Neues kompaktes Linearportal mit hoher Dynamik Die Be- und Entladung des Schiebewechslers erfolgt durch das von Grob neu entwickelte Linearportal. Es ist wesentlich kompakter und kleiner als die bisherigen Lösungen. Eine Neuentwicklung ist die vertikale Aufhängung des Laufwagens und des Beladearms an großen Laufrollen unterhalb des X-Balkens. Auch die bereits bewährte Technik des Beladearms in Parallelkinematik wurde weiter optimiert. Der Greifer kann bei Bedarf durch eine Schwenkachse in A- oder C-Richtung ergänzt werden. Die erheblich verbesserte Dynamik des Linearportals ermöglicht z. B. die Beladung der Doppelspindel-Maschinen mit einem Einfachgreifer. Da die Stützen des Linearportals auch an das Maschinenbett befestigt werden, wird der Montageaufwand deutlich reduziert. Um die Übertragung von Schwingungen während des Verfahrens des Laufwagens auf das Maschinenbett auszuschließen, ist die Aufhängung des X-Balkens an den Stützen durch Schwingungsdämpfer entkoppelt. Im Zuge der elektromechanischen Werkstückspanntechnik und elektromechanischen Motorspindel wurde die Installationsführung der G-Module neu definiert. Damit entfällt die bisherige Fluidinstallation mit dem oben liegenden Rohrrahmen. Die neue Installation wird ausschließlich mit definierten Schlauch- und Kabelsätzen im gesamten Maschinenbereich ausgeführt. Die Kabelstränge und Schläuche für Pneumatik und Kühlmittel laufen oben an der Maschine und werden bei Bedarf durch Energieführungsketten gezogen. Im vorderen Bereich der Maschine werden die Kabel und Schläuche durch den Y-Ständer mittels Energieführungskette der A-Achse zugeführt. Installationstechnik vereinfacht Auch die Installationstechnik durch ASI-Boxen kann zukünftig bei Bedarf entfallen. Diese Grob-Innovation in der Installationstechnik vereinfacht entscheidend den Arbeitsinhalt bei der Maschineninstallation. Um die Prozessaufteilung der Fein- und Fertigbearbeitung von Zylinderbohrungen in Motorblöcken zu vereinfachen, hat Grob ein neues Konzept zur kompletten Fertigbearbeitung von Zylinderkurbelgehäusen entwickelt. Die Optimierung des Fertigungsverfahrens hat signifikante Verbesserungen und Reduzierungen der Prozesskette zwischen Feinzerspanung und anschließender Honbearbeitung zur Folge. Darüber hinaus haben die GrobIngenieure mit Spezialisten eines Honmaschinen-Herstellers eine neue Fertigungsanlage für kombinierte Zerspanung und Honbearbeitung mit integriertem Messverfahren für die Zylinderbohrung entwickelt, die die Anzahl der Fertigungsstationen und Einheiten und damit die Maschinen- und Anlagekosten wesentlich reduzieren kann. Nicht nur Produkt-Neuheiten sondern auch neue Unternehmensstruktur Die Grob-Werke werden auf der EMO nicht nur ihre Produkt-Neuentwicklungen zeigen, sondern auch erstmals ihre neue Unternehmensstruktur der Öffentlichkeit vorstellen. Eine Unternehmensentwicklung, die sich aus der konsequenten Erweiterung des Werkes in Mindelheim sowie dem Bau des neuen Werkes in der Volksrepublik China ergibt. Ziel ist, innerhalb weniger Jahre den Firmenumsatz nahezu zu verdoppeln. EMO-Pressekonferenz Mehr zur wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens wird die Grob-Geschäftsführung auf einer Pressekonferenz anlässlich der EMO bekannt geben, welche am Mittwoch, 21. September 2011 um 13 Uhr im Saal 12 des Convention Centers stattfinden wird. www.grobgroup.de
Halle 12, Stand B 04