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High-Speed auf kleinstem Raum

m Herbst letzten Jahres stellte Spinner die dritte Generation der HSC-Bearbeitungszentren seiner VC-Baureihe vor. Die wichtigste Neuerung: Bei gleich großem Bearbeitungsraum benötigt die neue VC rund 50 Prozent weniger Aufstellfläche. Außerdem wurde die Fanuc CNC-Steuerung der Serie 21i von der aktu­ellen Serie 0i-MD abgelöst, was für den Endanwender weitere Vorteile mit sich bringt.

Die Spinner Werkzeugmaschinenfabrik GmbH, Sauerlach, hat die Krisenzeit genutzt, um das Unternehmen umzustrukturieren und die Maschinen weiter zu verbessern. So stellten die bayrischen Maschinenbauer ihre Fertigung in Asien ein und bauten stattdessen die Kapazitäten am Stammsitz Sauerlach sowie in der Türkei massiv aus. Die Fertigung der Universalfräsmaschinen der MVC-Baureihe wurde nach Sauerlach verlagert und in Istanbul werden zusätzlich zu den Drehmaschinen auch die Bearbeitungszentren der U- und VC-Baureihen produziert. Um die benötigte Kapazität zur Verfügung zu stellen, wurde die Fläche des dortigen Werkes im Laufe des letzten Jahres um ein Drittel vergrößert.

Parallel zur Produktionsverlagerung kümmerten sich die Entwicklungsingenieure bei Spinner um die Verbesserung einiger Maschinentypen, zum Beispiel der Bearbeitungszentren der MVC- und VC-Baureihe. Bei den MVC-Maschinen wurden in erster Linie Änderungen am Design vorgenommen, die einer verbesserten Ergonomie zugutekommen. So besitzen die neuen Maschinen beispielsweise ein höhenverstellbares Steuerungsbedienpult sowie eine über Eck öffnende Tür, die eine bessere Zugänglichkeit zum Arbeitsraum ermöglicht.

Kompakter Maschinenaufbau spart Platz

Bei den Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentren der VC-PerformanceLine waren die Verbesserungen wesentlich weitreichender. Da die Verantwortlichen größten Wert darauf legten, das Verhältnis von Arbeitsraum zu den Außenabmessungen deutlich zu optimieren, wurden die Maschinen schneller, dynamischer und vor allem kompakter. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die neue, im Herbst 2010 erstmals vorgestellte VC-Version benötigt bei gleich großem Bearbeitungsraum rund 50 Prozent weniger Aufstellfläche als das Vorgängermodell. Helmut Maier, Leiter Steuerungstechnik, ist überzeugt, dass „man kaum eine Maschine am Markt findet, die bei vergleichbarer Aufstellfläche derartige Verfahrwege bietet." Auch sein Verantwortungsbereich war von Veränderungen betroffen, da es galt die Bearbeitungszentren von der Fanuc CNC Steuerung Serie 21i auf die neue CNC Steuerung Serie 0i-MD umzustellen.

Normalerweise ist der Übergang auf eine neue Steuerungsgenera-tion ziemlich aufwändig. Doch aus langjähriger Erfahrung – Spinner arbeitet mit Fanuc bereits seit über 20 Jahren zusammen – weiß Helmut Maier, dass sich bei Fanuc-Steuerungen der Projektierungsaufwand und die benötigte Zeit in Grenzen halten. „Ich hatte schon verhältnismäßig knapp kalkuliert, doch unsere Techniker konnten die geplante Zeit noch unterbieten", erwähnt der sichtlich erfreute Steuerungsfachmann. „Unter anderem kamen wir so zügig voran, weil wir die kompletten Fanuc PMC-Programme (PMC: in CNC integrierte SPS) übernehmen konnten und nur die Parametrierung anpassen mussten."

Optimales Preis/Leistungs-Verhältnis

Die Fanuc Serie 0i, die es sowohl für Fräs- als auch für Drehbearbeitung gibt, ist eine anspruchsvolle CNC-Steuerung des mittleren Leistungssegments. Eine wesentliche Stärke ist ihr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis, das sich durch Weiterentwicklungen und zusätzliche Funktionen sogar noch ständig verbessert. Gerade mit der aktuellen Version, der Serie 0i Model D, konnte eine deutliche Leistungssteigerung erreicht werden. Sie ist auf neueste Hardware sowie zusätzliche Funktionen zurückzuführen, die bisher dem Highend-Steuerungssegment vorbehalten waren.

Selbst für die VC-Baureihe, die aus anspruchsvollen drei- bis fünfachsigen HSC-Maschinen besteht, ist die Fanuc Frässteuerung CNC 0i-MD ideal geeignet. Schließlich kann sie bis zu fünf Achsen (davon vier simultan) und zwei Spindelmotoren steuern.

Helmut Maier erklärt: „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir bei unseren Maschinen auf ein optimales Preis/Leistungs-Verhältnis achten. Dieses ist bei der Fanuc CNC 0i-MD auf jeden Fall gegeben. Die Steuerung ist schnell, die Achsanzahl genügt auch für fünfachsige VC-Varianten, und sie ist topp zuverlässig. Das ist für unsere Kunden eine ganz wichtige Eigenschaft."

Auch wenn der Name 0i bei manchen Kunden den Eindruck entstehen ließ, dass es sich um ein einfacheres Modell als die 21i handelt, ist das nicht der Fall, wie Helmut Maier bestätigt: „Diese Kunden können wir beruhigen. Unsere Spezialisten haben hinsichtlich Geschwindigkeit und bei den für die Zerspanung relevanten Parametern in keiner Weise festgestellt, dass Abstriche gegenüber den vorherigen Systemen 18/21i gemacht werden müssen. Im Gegenteil. Wir konnten in manchen Bereichen eine deutlich verbesserte Performance feststellen."

Bedienerfreundlich und einfach zu programmieren

Für den Endanwender ändert sich mit der Einführung der neuen CNC-Steuerung der Serie 0i-MD nicht viel. Helmut Maier erklärt: „Mitarbeiter, die seit Wochen mit diesen neuen Steuerungen arbeiten, bestätigen, dass Bedienung und Programmierung nahezu gleichgeblieben ist. Es gibt ein paar zusätzliche Bildschirme, beispielsweise für die Diagnose, aber damit findet sich jeder ohne zusätzliche Schulung schnell zurecht, der bereits auf einer Fanuc CNC der Serien 18i oder 21i gearbeitet hat."

Ideale Voraussetzungen für die einfache Maschinenbedienung und -programmierung bietet Manual Guide i, die interaktive Werkstattprogrammierung von Fanuc. Sie vereint gleichsam zwei Programmierwelten, indem sie zum einen eine komfortable Dialogprogrammierung ermöglicht und zum anderen die Programmierung in DIN ISO oder mit Makros unterstützt. So kann jeder Anwender – je nach Anforderung und individuellen Kenntnissen – die optimale Programmierart wählen. Zudem lassen sich die verschiedenen Programmiersprachen beliebig untereinander kombinieren. Beispielsweise können bereits vorhandene DIN ISO-Programme eingefügt und weiterbearbeitet werden. Dies spart Zeit, da die Programme nicht in der Dialogprogrammier-Software neu geschrieben werden müssen. Das Tüpfelchen auf dem „i" ist ein Konverter, der jedes Programm, auch wenn es im Mix aus Dialog und DIN ISO Programmierung entstanden ist, in DIN ISO-Code umwandelt. Dieses konvertierte Programm steht nun auch für Maschinen zur Verfügung, die kein Manual Guide i enthalten.

Sicherer Betrieb ohne großen Aufwand

In der CNC der Serie 0i Model D ist auch die bewährte Sicherheitsfunktion Dual Check Safety integriert. Mit ihr können Hersteller ihre Maschinen gemäß der internationalen Sicherheitsklasse IEC 61508 SIL2 konstruieren. Die 2-kanalige Dual Check Safety Funktion der CNC Steuerung erspart viele elekt-romechanischen Sicherheitskomponenten und ermöglicht beispielsweise einen effektiven Einrichtbetrieb der Maschine bei geöffneten Schutztüren. Bezogen auf die Installation im Schaltschrank bietet die Steuerung Serie 0i-MD sogar Vorteile im Vergleich zur CNC der Serie 21i, wie Helmut Maier bestätigt: „Hier ist eine einfachere Verkabelung zu verzeichnen. Bei der 21i musste die notwendige Zweikanaligkeit der Ein-/Ausgangsebene über spezielle FSSB-E/A-Module im zweiten Kanal hergestellt werden. Heute können wir den zweiten Kanal mit Standard- E/A-Baugruppen realisieren. Das vereinheitlicht die E/A Baugruppen auf eine Standardbaureihe."

Die VC-Bearbeitungszentren von Spinner sind Universalmaschinen, die sich an einen breit gefächerten Kundenkreis richten, der vom allgemeinen Maschinenbau über den Werkzeugbau bis in die Medizintechnik reicht. Durch die hohen Spindeldrehzahlen bis zu 30.000 min-1 lassen sich hohe Präzision und beste Oberflächenwerte erzielen. Dazu trägt auch die in den CNC-Steuerungen der Serie 0i-D verfügbare Funktion „Nanointerpolation" bei, die Positionierbefehle in der Einheit Nanometer erzeugt.

Die meisten Anwender der VC-Maschinen sind Teilefertiger, die Einzelteil- aber auch Großserienfertigung übernehmen. Von der VC750 wurden vor kurzem mehrere Anlagen an einen Automobilzulieferer geliefert, der darauf Massenproduktion betreibt. Für solche Fälle bietet sich die Automatisierung der Anlagen an. In der Regel übernimmt das die Tochterfirma Spinner Automation. In vielen Fällen kommen Fanuc-Roboter zum Einsatz, die so die Durchgängigkeit vom CNC System zum Automatisierungssystem bieten. CNC System und Roboter vom gleichen Hersteller kommunizieren einfach über das Fanuc I/O Link Bussystem.

www.spinner-wzm.de | Halle 27, Stand A44
www.fanuc.eu | Halle 25, Stand D33



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