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Gut beschichtet

von Tim Bartl Es handelt sich zwar nicht um den berühmten Stein der Weisen, der unedle Metalle in Gold und Silber verwandelt – gleichwohl ‚verwandelt’ Oerlikon Balzers, seines Zeichens einziger Lohnbeschichter mit einem globalen Netzwerk, Schneidkanten durch AlCrN–basierte Schichten und setzt neue Maßstäbe in Sachen Werkzeugbeschichtung. Beim Hochleistungszerspaner Makino in Kirchheim unter Teck präsentierte das Unternehmen mit den PVD-Schichten Balinit Alcrona Pro und Balinit Alnova gleich zwei Formeln für den Erfolg.

Ausgezeichnete Verschleißfestigkeit, Thermoschockstabilität und Warmhärte – Oerlikon Balzers hat an den Eigenschaften der bewährten Schicht Balinit Alcrona noch einmal Hand angelegt – mit Erfolg.

AlCrN ist die Plattform für neue Hochleistungsschichten und garantiert höhere Produktivität, Qualität und Zuverlässigkeit. Klar, dass man so ein Produkt am besten in angemessenem Rahmen präsentiert – beim Hochleistungszerspaner Makino, der diese Produktparameter explizit in seiner Firmenphilosophie anführt, war man also bestens aufgehoben. Begrüßt wurden die Gäste in Kirchheim von Dr. Michael A. Haas, Geschäftsführer der Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH mit einem kurzen Abriss über die Firmenhistorie. Martin Gosch, General Manager der Makino GmbH, unterstreicht mit einem kurzen Einblick in das Leistungsportfolio bei Makino, auf welche Punkte es beim Zerspanen wirklich ankommt.

Um den zukünftige Anforderungen an Schneidwerkzeuge gerecht zu werden, die Prof. Dr.-Ing. Michael Kaufeld vom Steinbeis-Tranferzentrum unter anderem in der „Optimierung der Kanten- und Schneidenfeingestalt und der Entwicklung angepasster Beschichtungen“ sieht, hat das Unternehmen „Step-by-Step“ an der Formel für Erfolg gearbeitet.

AlcrN-Schicht als Basis

Als Basis für den Entwicklungsprozess diente die seit 2004 auf dem Markt eingeführte AlCrN-Schicht Balinit Alcrona. In einem ersten Schritt wurden in einer Feinabstimmung des Schichtungsprozesses mittels einer neuen Plasma-Ätz-Technologie eine Stabilisierung der Schneidkante und eine Verbesserung der Schichthaftung erreicht. „Es handelt sich hierbei nicht um ein chemisches, sondern um ein physikalisches Ätzen, bei der die Abtragung durch Ionen-Bombardierung erfolgt“, erklärt Frau Dr. Thordis Michalke, Leiterin des Applikationszentrums, und betont, dass dieses Verfahren „wesentlich weniger aggressiv ist als herkömmliches Ätzen.“ Weiterhin hat Oerlikon Balzers die Schichtstruktur modifiziert. Um Rissfortschritte in der Beschichtung zu verhindern, setzt das Unternehmen auf Beschichtungen mit einer hohen inneren Eigenspannung – verbesserte Thermoschockstabilität und eine deutliche Leistungssteigerung im Schruppen und in der Nassbearbeitung konnten als Erfolge verbucht werden. Im Ergebnis präsentiert Oerlikon Balzers mit Balinit Alcrona Pro eine neue breitbandige Universalschicht, die sowohl in Nass- wie auch in Trockenbearbeitung eine markante Steigerung der Standzeiten erreicht, höhere Schnittdaten liefert und damit eine gesteigerte Produktivität sichert.

Und auch bei der Frage nach dem Preis kann gepunktet werden: „Wir liefern Mehrwert zum gleichen Preis“, versichert Gerhard Peyerl, Leiter Marketing und Vertrieb bei Oerlikon Balzers.

Doch damit nicht genug: Zwar reduzieren längere Werkzeugstandzeiten und die daraus resultierenden geringeren Werkzeugkosten die Fertigungskosten – aber nicht in dem Maße, wie es die höheren Schnittdaten tun, die mit beschichteten Werkzeugen erreicht werden können. 20 Prozent höhere Schnittdaten reduzieren die Fertigungskosten um rund 15 Prozent – aus diesem Grund hat Oerlikon Balzers in einem dritten Schritt die Schichteigenschaften durch zusätzliche Elemente verbessert. Mit nanokristallinen AlCrN–basierten Beschichtungen konnte vor allem im Bereich der Wärmehärte noch einmal deutlich zugelegt werden.

Abgerundet wird der Optimierungsprozess durch die modernste Beschichtungstechnik der Beschichtungsanlage Innova, die neben der bereits erwähnten Plasma-Ätz-Technologie sowohl mit einem höheren Druck während des Beschichtens arbeitet als auch unter höheren Temperaturen und mit innovativen Verdampfungsquellen. Zudem hat Oerlikon Balzers mit der ebenfalls neuen, AlCrN-basierten Schicht Balinit Alnova eine innovative Erfolgsformel speziell für Schaftfräser beim Schruppen und Schlichten entwickelt, egal ob in Nass- oder Trockenbearbeitung. Zusammen mit Balinit Alcrona Pro konnten also bei Makino in Kirchheim in einer rundum gelungenen Veranstaltung gleich zwei neue Formeln präsentiert werden – mit und vor allem für den Erfolg.W

www.oerlikon.com/balzers/de

www.makino.de

 



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