Spangebende Metallbearbeitung




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Erfahrung aus über 30 Jahren

Für immer mehr Zerspanungsbetriebe sind es vor allem anspruchsvolle Werkstücke, die auskömmliche Preise versprechen. Anspruchsvoll meint allerdings nicht nur Komplexität und Präzision, sondern auch Abmessung und Gewicht. Um sich hier behaupten zu können, ist allerdings ein entsprechender Maschinenpark obligat.

Heute wird – und das völlig zu Recht – viel über Multifunktionsmaschinen gesprochen und geschrieben. So viel, dass man fast meinen möchte, dieses Maschinenkonzept ist ein Kind des 21. Jahrhunderts. Weit gefehlt. Die erste Multifunktionsmaschine wurde bereits 1977 vorgestellt. Und zwar von Okuma zur WZM-Messe in Hannover (die danach zur EMO wurde). Die Okuma LM70 hatte bereits damals alle Ausstattungsmerkmale, die auch heute für Multifunktionsmaschinen gelten, wie C- und Y-Achse, Werkzeugmagazin, separate Frässpindel. Okuma war mit der LM70 dem technologischen Zeitgeist Jahrzehnte voraus. Einzig die damalige UdSSR zeigte ernsthaftes Interesse und orderte 1979 auf einen Schlag 30 Okuma LM 70. Markant: Die Maschinen wurden mit einer Okuma-eigenen NC-Steuerung ausgeliefert (die freilich für den Export in die damaligen Ostblockstaaten funktional abgespeckt werden musste). Heute ist Okuma weltweit der einzige WZM-Hersteller, der bei CNC-Steuerung, Antrieben, absoluten Positionsmesssystemen und Software auf eigene Lösungen setzt. Und so sind denn auch bei den aktuellen Okuma-Maschinen alle Komponenten bis ins kleinste Detail perfekt aufeinander abgestimmt.

Damit zu den vertikalen Dreh-Fräszentren der Baureihe Okuma VTM. Die derzeit verfügbaren Modelle VTM-65, VTM-100 und VTM-200 adressieren ebenfalls an Zerspaner mit großen, schweren und sperrigen Futterteilen, die sich aufgrund der Schwerkraft vorteilhaft vertikal spannen lassen - wie etwa Flansche. Die bis zu 27 Tonnen schweren CNC-Maschinen sind in verschieden Konfigurationen, so auch mit Palettenwechsler lieferbar und die perfekte Lösung für Werkstücke bei denen auf der Planseite zudem Bohrungen und Fräskonturen präzise herzustellen sind. Die Zahl in der Typenbezeichnung entspricht dem maximalen Drehdurchmesser in Zentimetern. Als größte Drehlängen nennt Hommel für die drei VTM-Modelle 635, 840 und 1.200 mm. Der Hauptantrieb leistet einheitlich 30 kW und entwickelt bei Drehzahlen von 1250/1250/250 U/min maximale Drehmomente bis zu 1.483/2.579/12.825 Nm.

Zur Komfortausstattung gehören zum Beispiel eine 15 kW-starke Frässpindel (130 Nm, 4.500 U/min.) mit Werkzeugaufnahme BT50 (BIG plus), das integrierte Werkzeugmagazin mit 36 Stationen sowie ein Standard-Satz Dreh-Halter. Darüber hinaus adaptiert Hommel auf Kundenwunsch Werkzeugmagazine mit bis zu 120 Stationen, 2-fach oder 6-fach Palettenwechsler, …, bis hin zu Winkelköpfen, mit denen sich horizontale Bohrungen und Gewinde herstellen lassen.

Solche Winkelköpfe benötigen Anwender einer VTM-YB nicht. Die Modelle VTM-80YB, VTM-120YB und VTM-200YB bilden eine Baureihe vertikaler 5-Achsen Dreh-Fräszentren für große schwere Werkstücke, wobei auch hier die Zahl in der Typenbezeichnung den jeweiligen Drehdurchmesser in Zentimetern entspricht sowie der Haupspindelantrieb bei allen Modellen 30 kW leistet. Analog zur Typenaufzählung oben betragen die maximalen Drehlängen der drei 5-Achser 1.135, 1.080 und 1.400 mm. Als Maximaldrehzahlen für die Hauptspindel werden 800/600/400 U/min genannt, wobei die Drehmomente bis zu 3.212/5.114/7.670 Nm erreichen.

Damit zur Multus-Baureihe und hier vor allem dem neuen Modell Multus B750. Mit den vier Modellen Multus B200, B300, B400 und B750 bietet Hommel CNC-Technik eine gut abgestufte Multitasking-Maschinenserie für das Komplettbearbeiten von Werkstücken mit Längen von 750 mm, 900 mm, 2.000 mm bis 6.000 mm. Die Futtergrößen reichen von Durchmesser 200 mm bis 630 mm. Das zur Metav erstmals gezeigte horizontale Dreh-Fräszentrum Multus B750 bietet einen Bearbeitungsbereich von Ø 1.050 x 3.000 mm (Option bis 6.000 mm Drehlänge). Die zur Metav gezeigte 54 t. schwere Okuma Multus B750-W 3000 empfiehlt sich mit ihren 2 gegenüberliegenden Spindeln (45 kW, 1.500 U/min.), ihrer kraftvollen wie drehfreudigen Werkzeugspindel (37 kW, 5.000 U/min., 505 Nm, HSK-A 100) und dem geschützt integrierten Werkzeugmagazin für das Komplettbearbeiten großer komplexer Werkstücke inklusive Rückseite mit Gegenspindel.

Mehr noch: insbesondere für Werkstücke, die große, tiefe Bohrungen verlangen, ist die in Düsseldorf gezeigte Multus B750 sicher 1. Wahl. Das Exponat beherrscht den automatischen Wechsel von Bohrstangen, respektive den automatischen Austausch von Bohrköpfen aus dem Werkzeugmagazin. Je nach Konfiguration können Anwender damit Bohrungen bis Ø 130 und einer Tiefe von 1270 mm mannlos herstellen. Das Drehmoment der Hauptspindel erreicht bis zu 5.305 Nm. Die Spindel hat eine Bohrung, wahlweise mit Durchmesser 142, 185, oder 275 mm. In der Ausbaustufe mit Gegenspindel ist die Multus in 7 Achsen (X/Z/Y/B/W/CA/CB) interaktiv beziehungsweise im Dialog für Dreh- und Bohr-/Fräsoperationen mit automatischer Arbeitsplanerstellung programmierbar. Neben ihren maschinenbaulichen Qualitäten und weitreichenden Einsatzmöglichkeiten überzeugen alle Okuma-Maschinen durch ihr einzigartiges mechatronisches Gesamtkonzept.

Ein weiteres Highlight von Okuma ist das sogenannte Thermo-Friendly-Concept (TFC). Es verleiht den Maschinen eine hohe thermische Stabilität, und das ist eine Grundvoraussetzung für gleichbleibend hohe Bearbeitungsgenauigkeit. Vor allem bei mehrschichtigem Betrieb und Schwankungen der Umgebungstemperatur ist ein berechenbares Wärmeverhalten Bedingung für stabile Prozesse und gleichbleibend hohe Qualität. Okuma garantiert für die Multus thermische Abweichungen unterhalb 10 µm, selbst dann, wenn sich die Umgebungstemperatur um bis zu 8° Celsius ändert.

7.000 ausgelieferte Portal-Bearbeitungszentren

Okuma ist nicht nur einer der größten WZM-Hersteller, sondern verfügt, durch weltweit über 7.000 ausgelieferte Portal-Bearbeitungszentren, über viel Erfahrung im Großmaschinenbau. Dieses Knowhow steckt auch in allen VTR-Modellen. Die Doppelständer-Bauweise bietet beste Voraussetzungen für das Komplettbearbeiten großer Werkstücke. Robuste Maschinengestelle in schwerer Bauweise mit großzügig dimensionierten Führungen bilden die Basis für eine zuverlässige und dabei wirtschaftliche Schwerzerspanung.

Bei Abmessungen von lediglich 6.550 x 3.300 mm eignet sich das kleinste Modell VTR-160A für das Drehbearbeiten von Werkstücken bis Durchmesser 1.600 mm, wobei die Drehlänge im Standard 1.250 mm und optional sogar 1.600 mm betragen kann. Das Drehfutter misst im Durchmesser 1.250 mm. Die Hauptspindel trägt 10.000 kg. Sie wird von einem 45 (optional 75) kW Antrieb auf maximal 400 U/min beschleunigt und entwickelt dabei ein Spitzen-Drehmoment von 18.500 (30.800) Nm, was in Kombination mit dem stabilen Werkzeugsystem BT50 (BIGplus) hohe Abtragleistungen ermöglicht. Das Werkzeugmagazin bietet 24 Plätze; es sind aber auch größere Werkzeugspeicher, wahlweise mit 36, 60 und 120 Plätzen lieferbar. Der Antrieb der Werkzeugspindel leistet 18,5 kW und bringt bei einer Höchstdrehzahl von 3.000 U/min bis zu 230 Nm an die Werkzeugschneiden.

Welche Einsatzmöglichkeiten Hommel CNC-Technik Anwendern mit der vier Baugrößen umfassenden VTR-Baureihe erschließt, verdeutlicht das größte Modell VTR-350A. Mit dem Boliden lassen sich Werkstücke bis Ø 3.500 mm, 1.600 (2.400) mm Bearbeitungslänge und einem Gewicht von bis zu 20.000 kg effizient komplett bearbeiten. Der 55 kW-Antrieb beschleunigt die Hauptspindel auf 160 U/min und entwickelt dabei ein maximales Drehmoment von 42.000 Nm. W

www.hommel-gruppe.de

 





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