Nicht nur aufgrund der Größe der Maschinen gehörte der WFL-Stand
auf der diesjährigen Metav zu den meistbeachtesten Ständen. Vor allem mit innovativen Ansätzen und mit Neuerungen im Bereich der verschiedenen Technologie- und Softwarelösungen setzte der österreichische Spezialist der Komplettbearbeitung wieder neue Maßstäbe.
Während nicht spezialisierte Anbieter immer mehr Komplettbearbeitungsmaschinen in Form von BAZ’s mit angebauter Drehspindel vorstellen, geht WFL beim Drehen keine Kompromisse ein und zeigt auf der Metav mit der M50 Millturn eine Komplettbearbeitungsmaschine mit echtem Schrägbett. Durch die WFL typische Bauform werden die beim Drehen besonders hohen Schnittkräfte vertikal zur Z-Führungsebene ins massive Schrägbett geleitet. In Kombination mit den groß dimensionierten Führungen mit breitem Führungsabstand resultiert ein Höchstmaß an Stabilität.
Zum Beispiel die M50 Millturn/3000mm. Diese überzeugt des Weiteren mit Bearbeitungslängen von 2000mm und 3.000mm und einem Umlaufdurchmesser von 670mm. Neben überlegenen Leistungs- und Drehmomentwerten der Hauptspindel von bis zu 54 kW respektive 2000Nm sorgen hohe Vorschubkräfte auf allen Achsen für bestechende Dynamik und höchste Produktivität. Die 20 kW Getriebe-Frässpindel sichert die Maximalleistung bereits bei niederer Drehzahl, was besonders beim Einsatz großer Bohrer und Fräser einen wesentlich Vorteil darstellt. Die hohen Klemmkräfte der B-Achse erlauben sogar den Einsatz gedämpfter Bohrstangen bis zu einem Durchmesser-Längenverhältnis von bis zu 1:14. Für schwere Innenbearbeitungswerkzeuge bis zu einer Länge von 1200mm und 150kg steht ein eigenes Pick-up Magazin als Option zur Verfügung.
Als Steuerung kommt bei allen Maschinenmodellen die Siemens Sinumerik 840D zum Einsatz. Dank der Vielzahl an selbstentwickelten Software-Zyklen für zum Beispiel Drehen mit schwenkender B-Achse, Drehfräsen, Hubzapfenfräsen, Nockenfräsen, Tiefbohren sind äußerst komplexe Anwendungen besonders einfach beherrschbar. Um auf Nummer Sicher zu gehen bietet WFL die 3D-Simulationssoftware CrashGuard Studio an, mit welcher manuell erstellte oder von Postprozessoren generierte CNC-Programme im ISO-Code inklusive aller WFL-Zyklen vorab am PC simuliert und optimiert werden können. Kollisionen werden dadurch schon im Vorfeld erkannt und verhindert. Und CNC-Programme stehen schon beim Einfahren kollisionsfrei zur Verfügung. Sollte trotzdem im Zuge einer Programmunterbrechung beziehungsweise aufgrund eines Bedienungsfehlers eine Kollision verursacht werden kann diese bei Verwendung der Kollisionsvermeidungssoftware CrashGuard wirkungsvoll verhindert werden.
Somit stellen CrashGuard Studio und CrashGuard ein durchgängiges und effizientes Konzept dar. Alle 3D-Modelle für Werkzeuge, Spannmittel und Werkstücke sind für CrashGuard Studio und CrashGuard kompatibel und brauchen daher nur einmal erstellt werden.
Bei multifunktionalen Dreh-Bohr-Fräszentren können Kollisionen einen hohen wirtschaftlichen Schaden verursachen. Die Wahrscheinlichkeit einer Kollision ist aufgrund komplizierter Bewegungsabläufe höher als bei einfachen Standardmaschinen. Oft werden hochwertige Werkstücke mit speziellen und teuren Sonderwerkzeugen bearbeitet – die Kosten bei einem Produktionsausfall können dadurch beträchtlich sein.
CrashGuard Studio und CrashGuard tragen daher unmittelbar zur Erhöhung der Effizienz bei und sind somit von wirtschaftlichem Nutzen für den Anwender.W