Spangebende Metallbearbeitung




Produkt- & Firmensuche

Produktsuche:

Firmensuche:

Suchtext:

[ zurück ]

Einfach etwas anders

von Helmut Angeli Wettbewerb fürchtet der Werkzeugmaschinenhersteller Rasoma nun wirklich nicht, aber für die Döbelner macht es auch keinen Sinn, sich mit den Großen der Branche im Standardmaschinenbereich ausein­anderzusetzen. Wie ein relativ kleiner Hersteller sich mit innovativen Ideen einen Markt sichert, diskutierten wir mit Geschäftsführer Marcus Kamm.

Es gibt in der jüngeren Rasoma-Firmengeschichte mit dem August 2002 ein Datum, das man wohl gerne vergessen möchte...

...was nicht ganz richtig ist. Natürlich wäre es uns allen lieber gewesen, wenn das Hochwasser überhaupt nicht gekommen wäre, aber auf der anderen Seite haben wir eine so unglaubliche Welle an Solidaridät und Unterstützung erfahren, dass der Wiederaufbau zu den positivsten Erlebnissen in meiner beruflichen Laufbahn gehört. Wir standen damals vor dem sicheren Aus und haben es unseren Mitarbeitern, den Lieferanten und unseren Kunden zu verdanken, dass das Unternehmen überhaupt weitergeführt werden konnte.

...mit dem Schwerpunkt Vertikaldrehmaschinen?

Nein. Vertikaldrehmaschinen sind, und sofern haben Sie Recht, das Produkt, mit dem wir uns nach der Jahrtausendwende wieder auf dem Markt etabliert haben. Aber als Anbieter von Standardmaschinen sind wir einfach zu klein, so dass wir uns in der Folge mehr auf komplette Systemlösungen rund um die Vertikaldrehmaschine und die Automatisierung konzentriert haben. Rasoma hat hier durchaus bemerkenswerte Erfolge erzielt. Wir haben Kunden aus der Automobilindustrie – Beispiele Daimler Chrysler, Ford, Volkswagen und Gerneral Motors – und dem Zulieferbereich wie Visteon und VDO für unsere Produkte gewinnen können. Aber dieser Bereich war und ist für uns mehr oder weniger immer nur für die Sicherung der Grundauslastung gedacht, denn mit dem Preisgebaren der großen Anbieter können und wollen wir nicht mithalten. Für Rasoma ist das Geschäft mit Vertikaldrehmaschinen heute nicht mehr die ausschlaggebende Größe, gleichwohl aber immer noch ein wichtiges Geschäftsfeld.

Wenn nicht mehr die Vertikaldrehmaschine, welche Maschinengattung würden Sie denn als Kernprodukt des Unternehmens sehen?

Wir sind mit unserer Baureihe EBZ derzeit ganz gut unterwegs. Endenbearbeitungsmaschinen sind ein Produkt, das für die Serienfertiger unserer Branche nicht gar so attraktiv ist und bei dem wir inzwischen eine Menge an Know-how zu bieten haben. Die Endenbearbeitung ist zwar ein Nischenmarkt, dafür aber eine relativ konstante Branche, die auch beispielsweise in der jüngsten Krise kaum einen Nachfrageeinbruch aufweisen musste. Daneben sind wir noch als Zulieferbetrieb für einige bekannte Unternehmen aus der Werkzeugmaschinenbranche tätig. Hier haben wir uns vor allem auf Werkzeugwechselsysteme und Werkzeugmagazine konzentriert. Wobei sich das insofern für uns sehr positiv auswirkt, weil eben kein zusätzlicher Vertriebs- und nur ein überschaubarer Entwicklungsaufwand anfällt.

Wobei man doch davon ausgehen darf, dass angesichts der schon angesprochenen Krise das Geschäftsfeld Zulieferer für die Werkzeugmaschinenindustrie eher gegen Null tendiert haben dürfte, denn freie Fertigungskapazitäten haben die Hersteller doch selbst mehr als genug.

Für 2009 gilt diese Einschätzung nicht. Wir haben da in etwa den gleichen Umsatz generiert, wie die Jahre zuvor. Wir spüren jetzt sehr viel mehr von der Krise im Werkzeugmaschinenbereich, denn die Auftragseingänge in 2009 aus diesem Bereich sind deutlich zurückgegangen. Aber dadurch, dass wir inzwischen so breit aufgestellt sind, ist das ein Rückgang, der in keinster Weise existenzbedrohend ist.

Lassen Sie mich doch das Gesagte einmal zusammenfassen: Vertikaldrehmaschinen sind nicht das zentrale Produkt und der Rückgäng im Zuliefergeschäft ist so existenzbedrohend nicht. Das heißt, dass Rasoma vor allem den Schwerpunkt Endenbearbeitung hat. Ist diese Sichtweise richtig?

Sie ist nicht falsch, aber wir konzentrieren uns auf keines der Geschäftsfelder, sondern versuchen, in allen Bereichen gute und preiswerte Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Dass wir momentan aber in der Endenbearbeitung erfolgreicher sind als in den anderen Feldern, ist aber schon richtig. Wobei wir in diesem Umfeld vor allem mit Spezialmaschinen für die Herstellung von Gasflaschen gut im Geschäft sind.

Wie kommt man als Hersteller von Vertikaldrehmaschinen zu Spezialmaschinen für die Produktion von Gasflaschen?

Über den Sondermaschinenbau. Wir haben für einen Kunden eine derartige Maschine konstruiert und gebaut. Daraufhin haben wir Anfragen aus aller Herren Länder für derartige Maschinen erhalten. Es handelt sich dabei vor allem um Gasflaschen für gasgetriebene Automobile, an die sehr hohe Sicherheits- und Qualitätsanforderungen gestellt werden. Hier dürfen die Gewindestutzen nicht nachträglich angeschweißt werden, sondern die Behälter müssen inklusive Gewinde aus einem Ganzen gefertigt werde. Diese Flaschen stehen unter einem Druck von 250 bar und mehr.

Angesichts Ihres Produktspektrums möche man vermuten, dass man hier auf eine relativ hohe Fertigungstiefe setzt. Ist das so?

Natürlich. Unsere Stärken sind eine hohe Qualität und eine ebenso hohe Liefertreue. Das geht nur mit einem gut ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeiterstamm und einer eigenen, gut ausgerüsteten Fertigung. Beides haben wir.W

www.rasoma.de



Druckansicht
Seite an einen Freund senden

Publikationen

 BLECH
 EuroLaser
 Konstruktion & Entwicklung
 NC-Fertigung


Fachmessen

17.04.12-20.04.12
PaintExpo
Internationale Leitmesse für industrielle Lackiertechnik
Veranstalter: FairFair GmbH
(Karlsruhe)

23.10.12-25.10.12
parts2clean
Internationale Leitmesse für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung
(Stuttgart)

alle Termine im Überblick


Veranstaltungen / Hausausstellungen

alle Termine im Überblick