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von Tim Bartl Laut einer Herstellkostenanalyse, durchgeführt von der Firma Blaser Swisslub, beeinflusst der Kühlschmierstoff rund 95 Prozent der Herstellkosten. Wie man Kühlschmiermittel zur Produktivitätssteigerung einsetzen kann und welche Anforderung Drehdurchführungen als Schnittstelle zwischen KSS-Kreislauf und Werkzeugspindel erfüllen müssen, erfuhren die Teilnehmer des 7. KSS-Seminars der Firma Deublin. Für alle, die nicht an der erfolgreichen Veranstaltung teilnehmen konnten hat die NC Fertigung die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammengefasst.

Auf der konstanten Suche nach Produktivitätssteigerung kommt man neben einer Optimierung der Werkzeugmaschine und den einzelnen Werkzeugen sehr schnell auf den Bereich der Kühlschmierstoffe – zumindest sollte man das. Kühlschmierstoffe beeinflussen rund 95 Prozent der Herstellungskosten in den Bereichen Werkzeugmaschinen- und Werkzeugbau in Westeuropa. Neben den gängigen Hauptanforderungen an KSS, Kühlen, Schmieren und Spülen, fallen im Rahmen der Prozessoptimierung Zusatzanforderungen wie beispielsweise Korrosionsschutz, einfaches Handling und Langzeitstabilität an. Kühlschmiermittel müssen außerdem auch unter Hochdruck schaumarm bleiben und selbstverständlich neben der Maschinenverträglichkeit sicher für Menschen und Umwelt sein.

Um also seinen Beitrag zur Produktivitätssteigerung leisten zu können, müssen KSS in Zukunft auch bei höherer Verwirbelung noch schaumärmer werden und gleichzeitig besser filtrierbar für die Drehdurchführungen. Auch im Bereich der Drehdurchführungen als Schnittstelle zwischen KSS-Kreislauf und Werkzeugspindel sind die Anforderungen gestiegen. Bewältigt werden müssen neben langen Service-Abständen hohe Zerspanungsgeschwindigkeiten, Flexibilität und eine gesteigerte Unempfindlichkeit gegenüber Verschmutzungen.

Die Firma Deublin hat sich als Spezialist im Herstellen von Drehdurchführungen dieser Problematik angenommen und die Anforderungen der Drehdurchführungen im Hinblick auf KSS-Kreislauf, Betriebsdaten, Zerspanungseinheit, Einbauverhältnisse und Drehdurchführung selbst unter die Lupe genommen.

Zu Technik und den Anforderungen an Drehdurchführung im Zusammenhang mit dem Kühlschmierstoffkreislauf bestehend aus Späneförderer, Filter, Pumpe und Durchflussmedium.

Die Drehdurchführungen aus dem Hause Deublin sind so ausgelegt, dass sie den verschiedenen Verunreinigungen in Kühlschmierstoffen, die in den meisten Fertigungsstätten vorkommen, weitestgehendend widerstehen. Um jedoch sowohl lange Standzeiten als auch höchste Produktivität der Drehdurchführungen zu erreichen, sollte das Kühlschmiermittel entsprechend gefiltert werden und eine maximale Partikelgröße von 60 µ nicht überschreiten.

Für die Kühlmittelzubreitung sollte nur destilliertes Wasser verwendet werden. Kalzium- und Magnesiumsalze im Leitungswasser verkürzen die Lebensdauer von KSS beispielsweise durch Verdrängung der Chemikalien im KSS und beschleunigen bakterielles Wachstum. Außerdem können sich die im Leitungswasser enthalten Salze im Inneren der Drehdurchführungen ablagern und so zu vorzeitigem Ausfall führen – Kühlschmiermittelpflege verlängert außerdem die Standzeit der Werkzeuge und verbessert die Oberflächenqualität.

Egal ob es sich nun um rotor- oder gehäusegetragene Drehdurchführungen handelt oder um die lagerlose Variante, wichtig ist neben dem KSS-Kreislauf vor allem der sachgemäße Einbau und hier im speziellen die Montagereihenfolge. Beginnt man bei rotorgetragenen Drehdurchführungen damit, den Medienschlauch an die Drehdurchführung anzuschließen und montiert diese dann im Anschluss an die Spindel, verhält es sich bei der gehäusegetragenen Drehdurchführung genau anders herum. Eine falsche Reihenfolge und eine damit verbundene falsche beziehungsweise zu große Kraftübertragung kann zu Beschädigungen an den Kugellagern der Drehdurchführen bis hin zu deren Ausfall führen.

KSS und KSS-Kreislauf in Verbindung mit den Drehdurchführungen als Schnittstelle sind also, bei entsprechend optimierter Handhabung, durchaus in der Lage, Standzeiten und Schnittgeschwindigkeiten zu erhöhen und Bearbeitungszeiten zu verkürzen. Dies steigert unterm Strich die Produktivität erheblich und wenn es nach Dipl. Ing. Heribert Freitag, Vertriebsleiter von Deublin geht, kann man beim nächsten DE+KSS Seminar gerne wieder praktische und sinnvolle Tipps für die eigene Suche nach Produktivitätssteigerung und der optimalen Konstruktion erhalten.

Das DE+KSS Seminar hat sich zu einer Plattform zum Austausch von Erfahrungen zwischen den Entwicklern und der Anwendungspraxis entwickelt, was sich auch in dem Querschnitt der Referenten zeigt.Hier findet man neben den Themen der KSS-Pflege auch den Vortrag von Fischer zu Motorspindeltechnologie oder die Thematik der mechatronischen Werkzeugsysteme bis hin zu den Praxiserfahrungen einer Motorspindelreparaturwerkstatt von Mercedes.W

www.deublin.de

 



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