Mit der Comfortline-Drehmaschine setzt GDW neue Standards in punkto Komfort, Präzision und Innovation. Insbesondere Weiterbildungseinrichtungen profitieren von der integrierten CNC-Technologie. Auch im
Berufsförderungswerk Schömberg, wo der Weg zurück ins Arbeitsleben geebnet wird, sind seit zwei Jahren die neuen GDW-Präzisions-Drehmaschinen im Einsatz. Ein Hausbesuch macht deutlich, warum. Krankheiten oder Unfälle können zum Jobverlust und in die Arbeitslosigkeit führen. Eine berufliche Rehabilitation kann neue Perspektiven schaffen – und den Weg zurück ins Arbeitsleben ebnen. Das ist eine der zentralen Aufgaben des Berufsförderungswerks Schömberg bei Pforzheim im nördlichen Schwarzwald. Theorie und Praxis ergänzen sich hier perfekt. „Die Teilnehmer behandeln etwa in der Gruppenarbeit ein Projekt in der Theorie und können es später in den einzelnen Schritten auch praktisch bei uns gleich umsetzen. Sie bekommen sofort mit, ob das, was sie sich überlegt haben, auch wirklich funktioniert", erläutert Egon Fenrich, Ausbildungsleiter Fertigung. Wichtige Voraussetzung ist dafür auch die schnelle Umsetzung und Integration innovativer Technologien in den Ausbildungsprozess. Moderne Maschinen und Steuerungen, CAD/CAM- und CAD/CAQ-Anwendungen sind deshalb im Berufsförderungswerk Schömberg Standard. Insofern war die Investition in zwei neue GDW-Präzisions-Drehmaschinen der Comfortline-Reihe mehr als nur eine Ergänzung des umfangreichen Maschinenparks im Ausbildungsbereich Fertigung. Es war der Lückenschluss zwischen konventioneller und CNC-Technologie. Egon Fenrich unterstreicht: „Wichtig ist in unserem Bereich, dass die Teilnehmer vom ersten Tag an mit X-, Y- und Z-Achsen arbeiten. Das muss in Fleisch und Blut übergehen. Was bedeutet Plus? Was Minus? Was ist eine Nullpunktverschiebung? Wenn ich das von Anfang lerne und anwende, so unsere Erfahrungen, verschwinden die Hemmungen, später auf CNC-Maschinen zu arbeiten. Und je schneller das geht, umso besser für die Ausbildung und die späteren Chancen am Arbeitsmarkt." CNC-Idee neu interpretiert Was ist das Besondere an der GDW-Präzisions-Leit- und Zugspindeldrehmaschine? Hans Ort, Vertriebsleiter bei GDW Werkzeugmaschinen Herzogenaurach und maßgeblich an der Entwicklung der Comfortline-Reihe beteiligt: „Die Comfortline steht für ein neues Verständnis von konventionellen Maschinen. Wir haben mit ihr, und das ist einmalig am Markt, eine Maschinenreihe entwickelt, die die Attribute der CNC-Technologie integriert. Zum einen durch die CNC-ähnliche Bedienerführung, zum anderen durch die Einbindung des Werkzeuges in den Prozess und die Abspeicherung der dahinterstehenden Technologie, etwa Vorschub, Schnittgeschwindigkeit oder Drehzahl. Wir haben, wenn man so will, das Beste beider Systeme in einer neuen Reihe vereint." Beispiel Nullpunktverschiebung Der Nullpunkt beschreibt den Abstand zwischen Werkstück- und Maschinennullpunkt. An einer konventionellen Drehmaschine arbeitet der Bediener mit einer Positionsanzeige. Bei jedem neuen Werkstück muss der Werkstücknullpunkt neu vermessen. Bei der Comfortline geht das wie mit einer CNC-Steuerung automatisch. Der Bediener „fährt" mit dem Werkzeug an den Punkt und setzt per Taste den Werkstücknullpunkt. Wie bei CNC-Maschinen üblich hat die Comfortline einen Technologiespeicher für 99 Werkzeuge. In Schömberg allerdings mit einer Besonderheit, die GDW hier für die Anwendung in der Berufsaus- und Weiterbildung realisiert hat. „Da bei uns ständig zwei GDW-Comfortline im Einsatz sind und sehr viele unterschiedliche Teilnehmer an den Maschinen arbeiten, dürfen die Werkzeuge nicht vertauscht werden", erläutert Egon Fenrich. So hat GDW alle Werkzeuge mit den jeweiligen Maschinen verheiratet. Gelöst wurde das per Chip. „Der Bediener hält das Werkzeug an die für die Kontrolle vorgesehene Position und bekommt auf dem Bildschirm das Okay." Neben der Zuordnung werden auch alle Daten geladen und der Bediener kann sofort mit der Arbeit beginnen. Natürlich könnte er auch die Nummer am Werkstück eingeben, aber per Chip ist das einfacher und sicherer. Diese intelligente Verknüpfung von Maschine und Werkzeug spart auch Kosten. „Wir müssen einfach weniger Wendeplatten einsetzen, „weil Schnittgeschwindigkeit, Vorschub und die Spitzenhöhe der Werkzeuge immer stimmen, so Egon Fenrich. Die Werkzeuge sind übrigens bequem in einem Schrank im Maschinenunterbau untergebracht. Die Ablage auf dem Teleskopauszug kann leicht herausgezogen werden, um die Werkzeuge zurückzulegen oder zu holen. Der Name „Comfortline" ist Programm Das zeigt auch ein Blick in den Ausbildungsbereich Fertigung im Berufsförderungswerk Schömberg. Konventionelle Drehmaschinen stehen in einer Reihe, dann kommen die beiden Comfortlines gefolgt von CNC-Maschinen. Analog zur Ausbildung sind die Maschinen postiert. „Man schnuppert an der Konventionellen hinein, lernt an der Comfortline das Drehen in vollem Umfang und auf CNC-Niveau. Den Abschluss bilden CNC-Maschinen", erklärt Egon Fenrich. Überall wird gedreht, gefräst, gebohrt und getüftelt. Bär Vitali, seit einem Jahr in der Ausbildung zum Industriemechaniker, steht an der GDW-Maschine und steuert die Abläufe über den 8"-Bildschirm. Er hat ihn auf seine Arbeitshöhe eingestellt, gibt Drehzahl und Schnittgeschwindigkeit ein. Auch Gewindeschneiden über bildunterstützte Masken mit Vorschub- und Gewindesteigungseingabe ist möglich. Ihm macht das Arbeiten sichtlich Spaß: „Ich habe nur kurz auf der konventionelle Maschine ganz vorne gearbeitet und mich dann ganz schnell mit der GDW-Maschine angefreundet. Hier ist alles sehr bequem, wird das Endprodukt präziser, die Oberflächen glatter. Die Werkzeuge sind im Speicher hinterlegt, der Nullpunkt wird automatisch eingestellt. Zudem kann ich Schnittdaten sofort abrufen. Für uns Auszubildende, die nicht jeden Tag an der Maschine stehen, ein enormer Vorteil und eine sehr große Zeitersparnis." Und der Schritt zur CNC-Maschine ist nur noch ein kleiner. Denn durch die Führung per Farbbildschirm mit der übersichtlichen, selbsterklärenden GDW-Bedienoberfläche, mit X-, Z- und Zo-Achsen und der Nullpunktverschiebung wird die CNC-Technologie schon vorweggenommen. Comfortline schließt die Lücke Die GDW-Comfortline punktet aber ebenso in Sachen Handling. Alles geht einfach von der Hand. Bei Bedarf können während der Bearbeitung Drehzahl und Schnittgeschwindigkeit nicht nur stufenlos angepasst, die Daten können auch im Speicher per Technik übernommen werden und sind so für spätere Bearbeitungen wieder verfügbar. Auch die Mechanik spricht für sich. Die Comfortline ist mit einer Minimalmengenschmierung ausgerüstet, das schont die Umwelt und spart Kosten. Nach zwei Jahren Einsatz fällt das Fazit von Egon Fenrich eindeutig positiv aus: „Die Comfortline schließt auf ideale Weise die Lücke. Sie bereitet unsere Teilnehmer sehr gut auf die CNC-Technologie vor und verkürzt die Ausbildungszeit in diesem Segment. Genau das gab neben Aspekten wie Qualität, Präzision, Komfort und Preis-Leistungsverhältnis den Ausschlag für GDW." Und das Urteil der Teilnehmer bestätigt die Entscheidung des Berufsförderungswerks Schömberg: „Die Auszubildenden schätzen sehr schnell den Komfort und die Qualität der GDW-Comfortline-Maschine. Sie fühlen sich einfach wohl mit diesen Maschinen und kommen ihrem Ausbildungsziel viel schneller näher." W