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Reinigung komplexer Verteilergetriebegehäuse

Die Magna Powertrain AG & Co KG, Standort Lannach Österreich, produziert unter anderem hochkomplexe Verteilergetriebegehäuse für unterschiedlichste Automobilhersteller. Zur Überbrückung von Kapazitätsspitzen sowie aus Interesse am Produkt setzt das Unternehmen bereits seit einigen Monaten die erweiterbare Kammerreinigungsanlage Aduna K100 in 3-Bad-Ausführung als Leihanlage ein.

Im Unternehmen wird im 3-Schicht-Betrieb gefertigt. Die Reinigungsaufgabe der aus Aluminium-Druckguss bestehenden, äußerst komplexen Gehäuse erfordert den Einsatz verschiedenster Technologien. Als erster Prozessschritt werden die direkt aus der Komplettbearbeitung der Bearbeitungszentren kommenden Getriebegehäuse mittels der Spritz-Funktion grob von Spänen und Kühlschmierstoffen befreit. Bei den Kammerreinigungsanlagen Aduna K100 und Aduna K90 kommt die von AdunaTec entwickelte energieeffiziente, patentierte Verfahrenstechnik zum Einsatz. Hierbei laufen die Düsenstöcke direkt an der Korbaufnahme entlang und garantieren somit den geringst möglichen Abstand zwischen Düsenstock und zu reinigendem Werkstück, wodurch der volle Energieeinsatz ohne nennenswerte Verluste genutzt werden kann. Im nachfolgenden Reinigungsschritt kommt die Druckflut-Funktion zur Anwendung, um Verunreinigungen auch im komplexen Inneren der Gehäuse zu entfernen. Da die kurze Gesamtprozesszeit von zirka fünf Minuten eingehalten werden muss, ist die Aduna K100 zusätzlich mit der Schnellflut-Funktion ausgestattet. Diese Funktion ermöglicht es, die Reinigungskammer schnellstmöglich auf das für den Druckflut-Prozess standardmäßige Niveau von 100% zu Fluten. Ist die Reinigungskammer vollständig mit Medium gefüllt, versetzen die 6 bar Druck der Druckflut-Funktion das Reinigungsmedium in starke Turbulenzen. Die mechanische Wirkung des mit hohem Druck zirkulierenden Mediums sowie dessen starker Spüleffekt reinigen die Verunreinigungen ab und spülen die Späne sowie die Kühlschmierstoffe aus den komplexen Geometrien aus. Somit kann trotz umfangreicher Innenbearbeitung der mit Hinterschneidungen versehenen Werkstücke die Reinheitsanforderung von 5mg pro Teil problemlos eingehalten werden. Anschließend an die Reinigung erfolgt das Spülen.

Nach der Reinigung direkt in die Montage

Während der Tank 1 der Anlage 600l Reinigungsmedium mit dreiprozentiger Reinigungschemie versetzt fasst, wird mittels der jeweils 500l Stadt-/VE-Wasser der Tanks 2+3 gespült. Der Spülprozess erfolgt abermals über die Spritz-Funktion. Dem nun abgeschlossenen Reinigungsprozess schließt sich die Trocknung der Verteilergehäuse an. Zu diesem Zweck wird eine Vakuumtrocknung eingesetzt, wodurch die Restfeuchte auch in den innen liegenden Bereichen der Werkstücke vollständig abtrocknet und die Verteilergehäuse somit direkt zur Montage ans Band geliefert werden können. Die Basis eines stabilen Reinigungsprozesses auf wässriger Basis ist - neben der zu definierenden Abfolge des notwendigen Technologieeinsatzes - die Badpflege. Diese erfolgt über einen Koaleszenz-Ölabscheider mit Oberflächenschlürfer sowie umfangreiche Filtrationen der wässrigen Medien.

Die Einsatzzeiten des Ölabscheiders können über die Zeitschaltuhr vorprogrammiert werden, wodurch eine Einsatzplanung problemlos durchgeführt werden kann. Zusätzlich zum Ölabscheider werden unterschiedlichste Filtersysteme eingesetzt. Als gröbste Filtration werden die Medien im Medienrücklauf über einen 2.000 µm Filter von groben Spänen befreit. Für die Fein- und Feinstfiltration kommen Beutelfilter sowie Scheibenfilter zum Einsatz. Die Beutelfilter übernehmen mit einer Filteroberfläche von zirka 0,8 qm und einer Filtrationsfeinheit von 125 µm eine Feinfiltration des Reinigungsmediums. Die speziellen Scheibenfiltermodule, die in den Spülen eingesetzt werden, besitzen eine Filteroberfläche von zirka 3.6qm und dienen mit ihrer Filtrationsfeinheit von 40 µm der Feinstfiltration der Spülmedien. Neben der zweifelsfrei großen Filteroberfläche besitzen die Scheibenfilter die Eigenschaft, sehr viel robuster gegen `Filterdurchschüsse´ von sich im Medium befindlichen spitzen, metallischen Partikeln zu sein. Ganz speziell die bei der Aluminiumbearbeitung entstehenden Partikel sind prädestiniert, sich problemlos durch Beutel- wie auch Kerzenfiltersysteme ‚durchzubohren’ und sich später auf oder im Bauteil wieder zu finden. Diese fehlgeleiteten Partikel sind beim Einsatz von Scheibenfiltern so gut wie ausgeschlossen.

Die Aduna K100 ist eine Reinigungsanlage, die aufgrund ihrer Erweiterbarkeit nicht nur durch Ihre Investitionssicherheit besticht, sondern auch höchsten Reinheitsanforderungen gerecht wird. „Die Aduna K100 ist ein gutes Produkt, mit dem wir sehr zufrieden sind.“ René Hutter, Industrial planning, Magna Powertrain AG & Co KG.W

www.adunatec.de

 



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