Führungsleisten sind auch heute noch Stand der Technik.
Die Präzi-Flachstahl AG liefert gehärtete Führungsleisten individuell nach
Kundenwunsch ausgelegt in höchster Produktqualität. Führungsleisten werden heute je nach Anforderung für Gleitführungen mit hydrostatischen und hydrodynamischen Führungseinheiten im allgemeinen Maschinenbau und im Werkzeugmaschinenbau eingesetzt. Eine zweite und wohl auch häufigere Anwendung von Führungsleisten ist der Einsatz in Kombination mit Rollenkörpern. Dabei finden die Rollenkörper als Rolle (Lager) oder auch als Rollenumlaufschuhe Verwendung. Je nach Anwendung und Einsatzbedingung, ist die Ausführung der Führungsleisten entsprechend auszulegen. In der Vergangenheit waren die Führungsbahnen häufig direkt ins Graugussmaschinenbett integriert. Der gegossene Maschinenständer oder die Supporte wurden so vorbereitet, dass die Führungsbahnen durch anschließendes Fräsen, Schleifen angearbeitet und induktionsgehärtet wurden. Erst mit dem Einsatz von separat aufgeschraubten oder aufgeklebten Führungsbahnen, welche eine Härte von bis zu 62 HRC besitzen, ist der Konstrukteur frei in der Gestaltung der Führungsleisten geworden. Je nach Anwendung, kann der Konstrukteur die Möglichkeit die Punkte Geometrie, Montagevariante (Durchgangsschrauben, Gewinde, Kleben), Werkstoff, Wärmebehandlung und Oberflächenausführung technisch und wirtschaftlich sinnvoll kombinieren. Durch die geeignete Kombination der genannten Merkmale ist es möglich eine für den Einsatzweck ideale Führungsleiste auszulegen. Führungsleisten können variabel in den Abmessungen der Breite, Dicke und Länge angepasst werden. In der Praxis haben sich Führungsleisten sowohl als Flachführung wie auch als Prismenführung durchgesetzt. Hinsichtlich der geforderten Genauigkeit ist zu berücksichtigen, welche Toleranzen bei den vorgearbeiteten Grundkörpern erreichbar sind, auf welche die Führungsleisten aufgesetzt werden. Sehr genaue Führungsbahnen werden bei unzureichender Genauigkeit der Grundköper im zusammengebauten Zustand auf Maß geschliffen. Bei langen Führungsbahnen > 3.000 mm, welche aus mehreren Teilstücken zusammengesetzt werden, ist nicht immer das Absolutmaß mit einer sehr engen Toleranz notwendig sondern, dass die Teillängen einer Führungsbahn als „Satz" in höchster Präzision geschliffen werden. Je nach Anforderung können Leistenstöße rechwinkelig oder schräg ausgeführt werden. Um die Führungsleisten zu befestigen gibt es die Möglichkeit, die Leisten durch Stufenbohrungen anzuschrauben. Dabei werden die Bohrungen nach dem Verschrauben mit Stopfen oder Gleitkleber verschlossen. Führungsleisten können auch durch eingebrachte Gewinde von unten verschraubt werden. Führungsleisten mit geringerer Dicke werden durch geeignete Kleber dauerfest aufgeklebt. Werkstoff und Wärmebehandlung Führungsleisten, welche als Rollenbahn eingesetzt werden, sind in der Regel zur Aufnahme von hohen Flächenpressungen ausgelegt und werden durchgehärtet. Hierzu werden Werkzeugstähle wie z.B. Werkstoffnummern 1.2842, 1.2363, 1.2436 oder der 1.2379 eingesetzt. Bei geringeren Flächenpressungen und gleichzeitig größerer Biegebelastung werden Stähle welche zur Induktionshärtung geeignet sind, Werkstoffnummern 1.1213, 1.1730, 1.7225 oder Einsatzstähle Werkstoffnummern 1.7131, 1.7147, 1.2162, für Führungsleisten eingesetzt. Gleitführungen werden aufgrund der geringeren Flächenpressung Nitriert, Induktions- oder Einsatzgehärtet. Bei diesen Verfahren, ist es auch möglich partiell ausgesuchte Funktionsflächen zu härten. Auch der Einsatz von sogenannten „prehardened steel" wie Toolox 33/44 sind entsprechend der Anforderung für Führungsleisten geeignet. Die Präzi-Flachstahl AG verfügt u.a. auch über langjähriges Know-how in der Auslegung von speziellen Induktoren für die Induktionshärtemaschine und kann damit viele Kundenforderungen variabel abdecken. Führungsleisten werden je nach Anforderung der Genauigkeiten und Rautiefe mit Oberflächenrauhigkeitswerten bis zu Ra <1 µm auf hochgenauen CNC-gesteuerten Maschinen geschliffen. Vorteilhafte Einsatzgebiete Eine Führungsleiste bietet gegenüber einer Linearführung, insbesondere Vorteile bei hohen Support- oder Werkzeuggewichten. Bei Großwerkzeugmaschinen, in der Schwerzerspanung mit unterbrochenen Schnitten und im Pressenbau sind Führungsleisten auch weiterhin gängige Konstruktionspraxis. Großdimensionierte Führungsleisten sind schwingungsdämpfend und tragen damit wesentlich dazu bei gute Standzeiten der Zerspanungs-werkzeuge sowie gute Oberflächenqualitäten der zu fertigenden Werkstücke zu realisieren. Führungsleisten werden in der Regel in Teillängen von 2.000 bis 4.000 mm hergestellt und lassen sich problemlos zu sehr langen Einheiten zusammenstellen. Führungsleisten finden sehr häufig Anwendung an Wechselstationen von Paletten oder auch im Presswerkzeugbau im Werkzeughandling mit Gewichten >70t. Hier werden Werkzeuge und Paletten über Dreh- und Schwenktische in Position gebracht. Immer dann wenn die zu bewegenden Maschinenbauteile aus einer Position in eine andere Position gebracht werden müssen und dabei die Führung verlassen, zeigt dieses System seine unschlagbaren Vorteile. Gezielt zur idealen Schiene Führungsleisten sind Anwender- und Bedarfsorientiert einsetzbar. Mit den sich immer weiter verbesserten technischen Möglichkeiten hinsichtlich variabler Geometrie, Werkstoffe und Belastbarkeit bietet sich dem Anwender ein erhebliches Potenzial und Spektrum an Möglichkeiten eine für seine Anwendung ideale Führungsschiene zu konstruieren. Es ist ratsam den Hersteller der Führungsleisten bereits in der Planungsphase einzubeziehen, um zu bestmöglichen Lösungen zu kommen.