von Juergen Gutekunst, Leiter der Geschäftseinheit Systeme, Balluff GmbH
Als weltweit erster Anbieter bringt der Sensorik- und Industrial-Networking-Spezialist Balluff Feldbus-I/O-Module mit beleuchteten LCD-Displays auf den Markt. Das macht nicht nur die Adressierung im Netzwerk einfacher, sondern liefert auch viele Zusatzfunktionen – wie Lock-Bit, Search & Rescue und die Geräteidentifikation. Maschinen- und Anlagenbetreiber profitieren von dem signifikant höheren Manipulationsschutz, von mehr Komfort und Transparenz bei der Instandhaltung und letztlich von einer höheren Verfügbarkeit und Produktivität. Die neue Modulgeneration der Feldbus-I/O-Module von Balluff steht ab sofort für die meisten gängigen Feldbussysteme zur Verfügung. Mit Ethernet/IP lassen sich die Systemvorteile am nachhaltigsten nutzen. Feldbussysteme haben den Maschinen- und Anlagenbau in den vergangenen 20 Jahren revolutioniert. Mit über 50 Jahren Erfahrung ist Balluff ein weltweit führender Sensor- und Industrial Networking-Spezialist in allen Bereichen der Fabrikautomation. Mit den entsprechenden Produkten, Systemtechniken und innovativen Konzepten sorgt das Unternehmen dafür, dass Herstellern von Maschinen und Anlagen sowie deren Kunden technologisch immer „state-of-the-art" zur Verfügung steht. Neue IP67-Generation Seit nunmehr vier Jahren sind Balluff I/O-Module mit ihren bis zu 32 Ein- und Ausgängen in der Maschinenbau- und Automatisierungswelt nicht mehr weg zu denken. Charakteristische Kennzeichen sind das robuste Vollmantel-Zinkdruckgehäuse, das flache Profil mit gerundeten Kanten, die übersichtlichen großflächigen Anzeigen sowie die einfache Befestigungsmöglichkeit über nur zwei Montagepunkte. Die neue Generation von I/O-Feldbusmodulen verfügt zusätzlich über ein beleuchtetes LCD-Display, das Betreibern bei der Adressierung, Einstellung, Instandhaltung und Wartung eine Fülle neuer Möglichkeiten eröffnet. Weil hier mechanische Aufsätze wie beschädigungsanfällige Drehschalter komplett entfallen, ist die neue Gerätegeneration im IP67-Modus noch robuster und zuverlässiger als die Vorgängerserie und hält höchsten Schock- und Schwingungsanforderungen stand. Da weltweit unterschiedliche Feldbussysteme im Einsatz sind, bietet Balluff die neue I/O-Modulgeneration für die gängigsten Feldbussysteme an. Vieles spricht jedoch dafür, dass die Zukunft den Ethernet basierenden Systemen gehören wird. Daher lassen sich die besonderen Vorzüge und Systemvorteile mit Ethernet/IP am besten nutzen und darstellen. Ethernet/IP ist inzwischen ein weltweit anerkannter Netzwerktechnik-Standard, der Feldgeräte mit zentralisierten Steuerungslösungen verbindet. Ethernet/IP lässt sich zügig installieren und einfach in bereits vorhandene Netzwerke integrieren. Das Portfolio von Ethernet/IP-IO-Modulen in IP67 von Balluff umfasst zwei Baureihen, die mit und ohne integriertem Switch verfügbar sind. Ein Unmanaged Switch, Netzwerkkabel und Zubehör runden das Programm ab. Mehr als nur Adresseinstellung Genügten unter Profibus oder DeviceNet noch zwei dezimale Drehschalter, um dem Netzwerk die Adresse des I/O-Moduls mitzuteilen (Adressbreich 0-99), verlangen IP-Adressen mit ihren vier Oktetts ein etwas komplexeres Einstellprozedere, was mit Drehschaltern nur unzureichend lösbar wäre. Unter Ethernet/IP erhält das Modul seine eigene IP-Adresse im Netzwerk. Diese wie auch die Subnetzmaske und die Gateway-Adresse werden über zwei Drucktasten und mit Hilfe eines intuitiv bedienbaren Menüs direkt am Modul eingegeben. Einmal eingestellt, sind sie auf Knopfdruck jederzeit abrufbar, bei einigen Modellen lässt sich auch die eingestellte Baudrate ablesen. Die komfortable Adressierung der I/O-Module ist aber längst nicht das einzige herausragende Leistungsfeature der neuen Gerätegeneration, das sich auf Betrieb und Wartung nachdrücklich auswirkt. Bislang bieten nur die neuen I/O-Blöcke von Balluff die Möglichkeit, Maschinen oder Anlagen direkt über das digitale Display vor bewusster oder unbewusster Manipulation zu schützen. Nach Eingabe der Adresse im Editiermodus kann durch die Steuerung (SPS) ein so genanntes Lock-Bit gesetzt werden. Wer nun vom Anzeige- in den Editiermodus der Geräteadressierung wechselt, trifft dort auf das gesetzte Lock-Symbol in Form eines Schlüssels. Unbedachtes Verändern der Adresse ist hier nicht, bewusstes Manipulieren zumindest nicht ohne Hürden, Rückfrage und Dokumentation durch die SPS möglich. Die aktuelle Nachfrage zeigt, dass dieses Leistungsfeature in vielen Unternehmen ein Thema ist, will man Manipulationen wirkungsvoll unterbinden und damit die Verfügbarkeit und Produktivität erhöhen. Weil effiziente Bedien- und Handhabungskonzepte immer gefragt sind, erweist sich auch die integrierte Geräteidentifikation als nützlich: Per Tastendruck lässt sich rasch und auf einen Blick in Erfahrung bringen, welche Hard- und Software-Version am Ort des Geschehens im Einsatz ist. Von Vorteil ist dies immer dann, wenn beispielsweise bei Wartungs- oder Erweiterungsarbeiten der aktuelle Stand erfasst werden muss. Missverständnisse und langes Suchen sind damit ausgeschlossen. Darüber hinaus ist die neue IO-Modulgeneration von Balluff mit einer integrierten Search&Rescue-Funktion ausgestattet. ‚Suchen und Helfen’ gestaltet den Betrieb und die Wartung von Anlagen transparenter, schneller und wirtschaftlicher: Nicht lange suchen, sondern rasch finden, lautet das Motto. Je zwei helle rote und grüne LEDs sind integrierter Bestandteil des Displays, die Leuchten sind unabhängig vom Modul nur durch die SPS ansteuerbar. Der Anlagenbetreiber kann mit dieser Funktion sinnvolle Zustände oder Sachverhalte definieren, bei deren Eintritt die roten, grünen oder beide Lampen (in gelb) aufleuchten. Sinnvoll zum Beispiel bei komplexen Anlagen, die über eine große Anzahl von Module verfügen: Der Bediener kann bei Bedarf ein Modul gezielt ansprechen, das sich per grün oder rot leuchtenden LEDs identifiziert und somit schnell auffindbar ist. Auf vergleichbare Art und Weise lassen sich zusammengehörige Module eines bestimmten Clusters ansprechen. Leuchtet hier die LED eines Moduls nicht auf, könnte dies auf eine Fehlfunktion hindeuten. Mit der Search&Rescue-Funktion lässt sich auch visualisieren, welche Module auf derselben Subnetzmaske liegen. Eine rot leuchtende LED kann, über die SPS entsprechend definiert, auch darauf hinweisen, dass und wo im Prozess augenblicklich etwas schief läuft, beispielsweise wenn ein Temperatursensor eine zulässige Temperatur überschritten hat. Wohlgemerkt handelt es sich hier nicht um eine Diagnosefunktion des Moduls selbst, Ausgangspunkt ist immer die SPS. Transparente Adressierung Für Anlagenbetreiber erzeugen die genannten Funktionen messbaren Zusatznutzen: Ohne mechanische Bestandteile sind die neuen I/O-Blöcke von Balluff noch unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen. Schnelle, transparente Adressierung samt Manipulationsschutz machen Stillstand zur Ausnahme, Search&Rescue steht für schlankere und effizientere Betriebs- und Wartungskonzepte.