von Harald Klieber Zwei Weltmarktführer haben ihre strategische Partnerschaft besiegelt: Das Ergebnis von Mitsubishi Electric und dem südafrikanischen Softwarespezialisten Adroit heißt: Maps - das für den Lebenszyklus von Automatisierungssystemen viele Vorteile gegenüber SPS-Scada-Systemen bringen soll. Jeder Fachingenieur kennt die Schwierigkeiten, die Konsistenz und Integrationsfähigkeit von Scada-Systemen (Supervisory Control and Data Acquisition/ Überwachung, Steuerung und Datenerfassung) über einen kompletten Lebenszyklus hinweg zu erhalten, da ein System in der Regel ständigen Veränderungen und Upgrades unterliegt. Eine Lösung des Problems finden Anwender in der Mitsubishi Adroit Process Suite (MAPS), die eine SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) von Mitsubishi Electric mit Scada-Paketen von Adroit Technologies verbindet. Für Hartmut Pütz, President Factory Automation Europe, bei Mitsubishi Electric in Ratingen ist Maps ist ein wichtiger Teil der Strategie vom Komponentenlieferanten zum Lösungslieferanten. „Vor gut zwei Jahren haben wir begonnen, uns auf Lösungen auszurichten, haben vertikale Zielmärkte identifiziert, wie Abwasser, Lebensmittel, Konsumgüter." Hartmut Pütz empfiehlt Mitsubishi-Electric Lösungen vor allem, weil seiner Erfahrung nach nicht in erster Linie die Steuerungsgeschwindigkeit entscheidend ist. „Unser großes und einmaliges Differenzierungsmerkmal zu anderen Herstellern ist jetzt Maps, in das wir zusammen mit Adroit zwei Jahre Entwicklungsarbeit gesteckt haben. Auf der SPS/IPC/Drives haben wir es vorgestellt - Einsparungen bis zu 50 % Als Entwicklungs-, Konstruktions- und Management-Tool kann Maps Kosten und Arbeitsaufwand des Engineerings einer Automatisierungsanlage über den gesamten Lebenszyklus hinweg deutlich reduzieren. Mögliche Einsparungen liegen bei bis zu 50 %. Maps liefert integrierte Scada- und SPS-Lösungen basierend auf vorkonfigurierten und geprüften Engineering-Bibliotheken. Die Suite bietet zahlreiche Diagnose- und Instandhaltungs-Tools und ermöglicht ein umfassendes Dokumentenmanagement, das ständig den aktuellsten Stand der Produktionsanlagen abbildet. Dazu Key Account Manager Detlef Koffke: „Mitsubishi Electric setzt auf zukunftsweisende Prozessorsysteme und PC’s mit industrietauglicher IT: dem C-Controller mit MES-IT-Anbindung an Produktions- und ERP-Ebene. In der e-F@ctory mit C-Connector, C-NetDB und C-Batch. Mit Maps können wir den Scada-DCS-Bereich weitestgehend abdecken." Vorteil sei das Standardautomatisierungskonzept wobei dem Anwender noch genügend Freiraum für eigene Anpassungen gegeben ist.Wer den südafrikanischen Marktführer Adroit noch nicht kennt, den klärt Adroit-CEO Dave Wibberly auf: Adroit würde sich seit 25 Jahre mit HMI beschäftigen, entwickelt und verkauft die eigene Scada-Software, hat ca. 50 Mitarbeiter und war 1997 der Top-100-Technology-Gewinner. Wettbewerber von Adroit seien Siemens, Wonderware und Allen Bradley. Seit 10 Jahren ist Adroit in Europa - bereits erfolgreich, weil man flexibel und spezialisiert die Branchen bedient. Hauptabsatzmärkte sind zu 37 % Mining & Metals, 22 % Wasser, 6 % Oil & Gas. Das Produkt Adroit deckt eine große Bandbreite ab: Supervisionary Control, Data Aquisation, HMI-Software, sowie intergrierte Alarm-, Management und Analysetools. „Maps ist die perfekte Automatisierungslösung, die Engineeringaufwand deutlich reduziert und Automatisierungskosten senkt", fasst Hartmut Pütz zusammen. Und Adroit sei der perfekte strategischer Partner für Maps. „Maps ist einiges mehr als ein traditionelles Scada-System. Und mit Adroit teilen wir die selbe Vision: DCS-ähnliche Funktionen entwickelt, aber mit geringer Komplexität wie eine reine Scada-Lösung." Mitsubishi Electric hat Adroit nach Angaben von Hartmut Pütz gewählt, „weil vor allem auch eine hohe Zielmärkte-Übereinstimmung besteht. Zudem verfügen wir über eine Minderheitsbeteiligung von 14,9 % bei Adroit, damit über maßgebliche Mitsprache und haben damit langfristige Interessen gesichert", erklärt Hartmut Pütz. Unterm Strich versprechen Mitsubishi Electric und Adroit mit Maps in allen Projektphasen eines Automatisierungssystems einen Mehrwert, angefangen bei Prozessdesign und Engineering, Entwicklung des Steuerungssystems, Aufbau, Inbetriebnahme und Abnahmeprüfung, bis hin zu Betrieb, Instandhaltung, Reparaturen und Aufrüstungen. Somit unterstützt Maps die Konsistenz und Integrationsfähigkeit von Automatisierungssystemen und verbessert die Qualität bei gleichzeitiger Kostenreduzierung. Gelungener Meilenstein Mit diesem Konzept der Produktivitätssteigerung und Kostenreduzierung ist Maps laut Mitsubishi Electric ein Meilenstein in punkto Design, Installation und Instandhaltung komplexer Anlagen gelungen. Die Suite basiert auf der objektorientierten Scada-Software von Adroit. Das hochkompatible Programm ist skalier- und erweiterbar und lässt sich problemlos in Mitsubishi Electric SPS-basierte Automatisierungssysteme integrieren. Bei herkömmlichen Integrations-Tools kommt es im Vergleich mit Maps häufig zu Schwierigkeiten, wenn sich das Projekt im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Mit Maps lassen sich Automatisierungssysteme basierend auf vorkonfigurierten und geprüften Engineering-Bibliotheken von SPS-Funktionsblöcken und zugehörigen Scada-Grafiken errichten. Die standardisierte Vorgehensweise reduziert Zeit und Aufwand des Projekts. Im Bereich Projektentwicklung lassen sich dadurch bis zu 50 % an Kosten einsparen. Maps bietet zudem integrierte Diagnose- und Instandhaltungs-Tools, die die Systemverfügbarkeit deutlich Sind unterschiedliche Ingenieure, Teams oder sogar Unternehmen in ein Projekt involviert, lässt sich mithilfe von Maps die optimale Effizienz des Automatisierungssystems sichern, angefangen bei der Planung bis hin zu den fortlaufenden Betriebsprozessen. Dabei übernimmt eine integrierte Dokumentenmanagementlösung die Erfassung des aktuellsten Standes der Produktionsanlagen. Die Meldungen spiegeln aktuelle Konfigurationsinformationen wider und stellen sicher, dass mit jeder Designänderung auch die Projektdatenbanken und Dokumentationen entsprechend synchronisiert werden. Zusätzlich bietet Maps ein zentrales Back-up. Maps ist ein weiteres Ergebnis der e-F@ctory Alliance, dem Zusammenschluss von Mitsubishi Electric und Partnerunternehmen. Die Kombination von marktführenden Technologien der Partner mit den Kerntechnologien von Mitsubishi im Rahmen der Allianz führt zu fortschrittlichen Lösungen.
und verzeichnen jetzt schon große Nachfrage."
verbessern.