von Erik Schäfer Mit Spannung erwartet die Branche der Elektrischen Automatisierung die Ausgabe 2011 der Fachmesse SPS/IPC/Drives in Nürnberg, die vom 22. bis 24.11. stattfindet. Doch was ist neu? Messeveranstalter Mesago gab darüber in Stuttgart Auskunft. Zur diesjährigen SPS/IPC/Drives vom 22.-24.11. in Nürnberg gaben Johann Thoma und Sylke Schulz-Metzner vom Mesago Messemanagement sowie der Vorsitzende des Ausstellerbeirates, Dr.-Ing. Peter Adolphs, Geschäftsführer Entwicklung & Marketing bei Pepperl + Fuchs sowie der Komiteevorsitzende des Kongresses, Prof. Dr. Klaus Bender, Emeritus of Excellence der TU München, erste Ausblicke auf das Messegroßereignis im November. Geladen hatten sie in den 14. Stock des Colorado-Turms in Stuttgart-Vaihingen, um die Pressevertreter auf das wichtige Messeereignis für die elektrische Automatisierung, Systeme & Komponenten einzustimmen. Konkrete Suche nach Lösungen Messechef Johann Thoma stellte besonders das Umfrageergebnis der Besucherumfrage im letzten Jahr heraus: Starkes Wachstum Um die 1.400 Aussteller - davon rund 1.000 aus dem Inland - über 52.000 Messebesucher sowie über 300 Kongressbesucher erwartet die Messeleitung in diesem Jahr. Damit belegt die SPS/IPC/Drives erstmals 12 Messehallen. Auch die Schwerpunktthemen Energieeffizienz, Industrial Identification sowie Safety and Security wurden in diesem Jahr beibehalten. Diese Entscheidung fiel in enger Abstimmung mit dem 15-köpfigen Ausstellerbeirat, der mit Till Schreiter, Geschäftsführer Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe bei ABB in Ladenburg, ein neues Mitglied hat. Er folgt Bernhard Schmeeing, der den Ausstellerbeirat aufgrund geänderter Verantwortungsbereiche bei ABB verlässt. Ebenso ist Dr. Matthias Kirchherr, Lenze Vertrieb, aufgrund beruflicher Veränderungen nicht mehr vertreten. Was bleibt, sind die drei Gemeinschaftsmessestände „wireless in automation" in Halle 10, organisiert von Mesago, „Open Source meets Industry" in Halle 8, organisiert von OSADL eG sowie „AMA-Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik", organisiert vom AMA-Fachverband in Halle 4A. So rücken Kongress und Praxis noch näher zusammen An der Spitze des Ausstellerbeirates ist nun Dr.-Ing. Ausdrücklich lobte Dr. Adolphs das hervorragende Verhältnis zwischen Ausstellerbeirat und Messeveranstalter: „Der Ausstellerbeirat ist eine sehr wichtige Institution und wird in alle Entscheidungen bezüglich der Messe mit einbezogen. Noch praxisorientierter Das ist eine sehr, sehr tolle Zusammenarbeit mit Mesago." Einbezogen und zugestimmt hat der Beirat auch bei der Entscheidung, es bei den verlängerten Öffnungszeiten am Dienstag und Mittwoch bis 19 Uhr zu belassen: „Gerade in dieser letzten Stunde, wo es allgemein viel ruhiger auf den Messeständen wird, konnten wir schon oft Gespräche in Ruhe zu Ende bringen und Geschäftsabschlüsse tätigen." Dass auch der Kongress nun enger in das Messegeschehen integriert wird, sollen laut Dr. Adolphs die neuen Anwender-Sessions erreichen, womit er elegant zum nächsten Referenten überleitete. Klare Kongressstruktur Prof. Dr. Klaus Bender nahm den Ball gerne auf und unterstrich diesbezüglich nochmals die klare Struktur des Kongresses, der in diesem Jahr mit 69 Vorträgen in 22 Sessions, einer Trend-Session (Sicherheit der PC-basierenden Steuerungen) sowie drei Tutorials aufwarten wird. Wieder gab es eine große Resonanz auf das im Frühjahr gestartete call for papers, mit rund 180 Beiträgen, von denen schlussendlich rund 60 ausgewählt wurden. Neu sind besagte Anwender-Sessions, die von Praktikern für Praktiker durchgeführt werden. Sie behandeln die Themen Sichere und verteilte Systeme, Maschinenautomatisierung, Ethernet im praktischen Einsatz sowie Energieeffizienz in der Produktion. Besonders engagieren sich hier die Unternehmen Endress + Hauser, Pepperl + Fuchs, Phoenix Contact und Pilz. Natürlich wird auch in diesem Jahr der Young Engineer Award für die besten Vorträge junger Ingenieure vergeben. Die Auszeichnung des/der Gekührten erfolgt am 23.11., dem vorletzten Messetag.
„93 Prozent der Besucher gaben an, dass sie auf der SPS/IPC/Drives konkret auf der Suche nach Problemlösungen sind. Das unterstreicht, dass diese Messe die Top-Informationsbörse im Bereich der elektrischen Automatisierung ist." Auch, dass 2/3 der Besucher angaben, aus den Bereichen Konstruktion & Entwicklung, Geschäftsführung oder Produktion zu stammen, verzeichnete Johann Thoma als einen Indikator, dass die Entscheidung, das klare Profil der Messe beizubehalten, richtig war und bleibt.
„Wir verzeichnen ein starkes Wachstum gerade im Bereich elektrische Antriebstechnik und haben in diesem Jahr erstmals auch die Halle 3 dazu genommen", verriet Sylke Schulz-Metzner. Weiterhin ist dieser Bereich auch in den Hallen 1, 2 und 4 vertreten. Dass hier gerade die Chinesen mit etwa 35 Anmeldungen vertreten sind und auch die Italiener sich verstärkt um Ausstellungsflächen bewerben, ließ Sylke Schulz-Metzner nicht unerwähnt. Ein neuer Schwerpunkt ist die Thematik Bedienen + Beobachten in der Halle 8.
Peter Adolphs, Geschäftsführer Entwicklung & Marketing bei Pepperl+Fuchs, der vor allem den Arbeitscharakter der Messe lobte: „Es ist eine Messe der Fachthemen und Fachleute. Hierher kommen der Praktiker und der Projektingenieur. In Nürnberg herrschte von Anbeginn an eine gute Grundstimmung, die ein guter Nährboden für Geschäfte ist."