Gerade die leisen Elektroantriebe bedürfen ebenso laufruhiger Wälzlager. NSK hat hierzu Nadellager mit besonderen, konstruktiven Merkmalen entwickelt. Die Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe hat auch Auswirkungen auf die Lautstärke im Innenraum. Da die Fahrzeuge nahezu lautlos unterwegs sind, fallen die Geräusche von elektrisch betriebenen Sekundäraggregaten wie etwa Klimaanlagen sehr viel stärker ins Gewicht. Für diese Anwendungen hat NSK eine neuen Generation von Nadellagern für Elektroantriebe entwickelt, die im Vergleich zu konventionellen Nadellagern nur noch ein Drittel der Geräuschemissionen erzeugen. Das Konstruktionsmerkmal, bei dem die NSK-Ingenieure ansetzten, sind die Enden der zylindrisch geformten Nadelrollen. Sie müssen in einem definierten Bogen ballig geformt sein, um die an dieser kritischen Stelle auftretenden Kräfte bestmöglich aufnehmen und verteilen zu können. Neues Fertigungsverfahren Wenn man hier das übliche Verfahren des Balligschleifens anwendet, erzielt man zwar die gewünschte Kontur, aber die Nadelrollen entwickeln je nach Position des Lagers ein relativ hohes Geräuschniveau. Für Elektrofahrzeuge hat NSK aber nun ein neues Bearbeitungsverfahren entwickelt, das die Enden der Nadelrollen mit höherer Präzision bearbeitet und somit eine nahezu perfekte Rundheit erzeugt. Nadellager mit derart bearbeiteten Nadelrollen emittieren nur noch ein Drittel des Geräuschniveaus, wenn man Vergleichsmessungen mit konventionellen Nadellagern durchführt. Rasche Markteinführung Dass die Automobilindustrie sehr positiv auf die Geräuschreduzierung reagiert, zeigt die schnelle Markteinführung: Die Nadellager werden bereits im Klimakompressor-Antrieb eines Elektrofahrzeugs eingesetzt. Die Neuentwicklung ist aber auch für Hybridfahrzeuge interessant, wenn sie im puren Elektromodus gefahren werden. Für diese Fahrzeugart entwickelt und fertigt NSK seit ihrer Markteinführung Wälzlager, die sich im direktem Vergleich durch niedrigste Reibmomente und höchste Geschwindigkeit auszeichnen.