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Skalierbar mit Ethernet und SPS

von Harald Klieber Die Jumo GmbH feiert als einer der führenden Hersteller von industrieller Sensor- und Automatisierungstechnik auf der SPS die Premiere ihres ersten skalierbaren Automatisierungssystems. Bernhard Juchheim ist vom Jumo mTron T begeistert und erwartet deutliche Umsatzimpulse.

Sofern 2012 konjunkturell ähnlich stabil bleibt, rechnet Jumo-Chef Bernhard Juchheim mit ähnlichem Umsatzwachstum wie 2011, das sich wohl auf rund 15 % einpendeln wird – „vor allem wegen der Neuentwicklungen. Besonders der Jumo mTron T begeistert mich. Auf einer Hutschiene kann es pro CPU bis zu 30 E/A-Module bedienen." Das skalierbare Automatisierungssystem mit Ethernet-Systembus (EtherCat) und integrierter SPS wird erstmals auf der SPS/IPC/Drives vorgestellt und soll im 2ten Quartal 2012 auf den Markt kommen. „Mit dem neuen Produkt haben wir die Wünsche unserer Kunden erfüllt: Reglerübersichtsbilder, Regelkreisbilder, Programmgeber, Registrierfunktionen, Chargenprotokollierung, Systeminformationen und sogar Alarmlisten sind selbstverständlich enthalten. Unterm Strich bekommen Sie eine absolut anwenderfreundliche Komplettlösung", fasst Thomas Diel, Produkt Manager Systems, Business Unit Automation, zusammen. So nutzt das Automatisierungssystem Jumo mTron T seine vier größten Stärken in der Messwerterfassung und Regelungstechnik: die hochwertigen, konfigurierbaren, universellen Analogeingänge; die zuverlässigen, autarken PID-Regler mit Selbstoptimierungsfunktion; die manipulationssichere Datenarchivierung; sowie das modulare, skalierbare Geräte- und Funktionskonzept. „Wir wollten weder eine klassische Regelung noch eine komplexe SPS. Wir wollten ein modulares Reglersystem kreieren, aber mit voller Flexibilität einer SPS. Herausgekommen ist dabei, dass wir ein einfaches Regelsystem mit einer leistungsfähigen SPS vereint haben", beschreibt Thomas Diel das Entwicklungskonzept.

Parallelbetrieb
von 120 Regelkreisen

Herzstück des Jumo mTron T ist die Zentraleinheit mit einem Prozessabbild für bis zu 30 Ein-/Ausgangsmodule. Die CPU besitzt übergeordnete Kommunikationsschnittstellen inklusive Webserver. Für individuelle Steuerungsapplikationen verfügt das System über eine SPS (CoDeSys V3), Programmgeber- und Grenzwertüberwachungsfunktionen sowie Mathematik- und Logikmodule. Als Ein-/Ausgangsmodule stehen Mehrkanal-Reglermodul, Analog-Eingangsmodule mit 4- und 8-Kanälen, Relaismodul in 4-Kanal-Ausführung sowie das frei konfigurierbare Digital-Ein-/Ausgangsmodul mit 12-Kanälen zur Verfügung. Das 4-Kanal-Analog-Eingangsmodul verfügt über vier galvanisch getrennte universelle Analogeingänge für Thermoelemente, Widerstandsthermometer sowie Einheitssignale. Somit können mit der gleichen Hardware verschiedenste Prozessgrößen präzise erfasst und digitalisiert werden - dies vereinfacht Planung, Disposition und Lagerhaltung mit den entsprechenden Kostenvorteilen. Jedes Mehrkanal-Reglermodul unterstützt bis zu vier autarke PID-Regelkreise mit schneller Zykluszeit und bewährtem Regelalgorithmus ohne die Zen-traleinheit zu belasten. Das System erlaubt den gleichzeitigen Betrieb von bis zu 120 Regelkreisen und wird dadurch auch anspruchsvollen Regelprozessen gerecht. Mittels Optionssteckplätzen können Ein- und Ausgänge jedes Reglermoduls individuell erweitert und angepasst werden. Das Multifunktionspanel erlaubt neben der Visualisierung die komfortable Bedienung der Regler und Programmgeber.

Komfortable Konfiguration über das Setup-Programm

Weiterhin ist ein benutzerabhängiger Zugriff auf Parameter- und Konfigurationsdaten des Gesamtsystems möglich. Als Besonderheit sind die Registrierfunktionen eines vollwertigen Bildschirmschreibers inklusive Webserver implementiert. Zum Auswerten der historischen Daten stehen bewährte PC-Programme bereit. Durch serienmäßig vordefinierte Bildschirmmasken reduzieren sich Inbetriebnahmezeiten erheblich. Die Hard- und Softwarekonfiguration sowie die Projektierung der Messwerterfassungs- und Regelungsaufgaben erfolgt mittels Setup-Programm. Mit den Editoren von CoDeSys gemäß IEC 61131-3 erstellen Anwender ihre eigenen, hocheffizienten Automatisierungslösungen. Die gesamte Applikation wird in einer Projektdatei erfasst, wodurch Projektverwaltung und Versionspflege stark vereinfacht wird. Durch die hohe Flexibilität und den benutzerfreundlichen Aufbau kann Jumo mTron T als Mess-, Regel- oder Automatisierungssystem einfach und komfortabel an verschiedene Applikationen angepasst werden und ist somit in unterschiedlichsten Branchen einsetzbar. „Highlight ist das Mehrkanal-Reglermodul mit zwei Universal-Analogeingängen und Optionssteckplätzen", betont Thomas Diel. Besonders komfortabel sei die Konfiguration über das Setup-Programm, der mögliche Fernzugriff über den Webserver sowie das Konfigurations-Backup. Thomas Diel empfiehlt das mTron T vor allem für die Messwerterfassung, die komfortable Visualisierung und die manipulationssichere Datenarchivierung. So könnten etwa Chargendaten über die Schnittstellen oder Datenscanner eingelesen und letztlich mit der mitgelieferten Software automatisierte Protokolle im Kundendesign ausgegeben werden. Für die Markteinführung im 2ten Quartal 2012 plant Jumo zunächst nur ein geschlossenes System anzubieten. „Allerdings ist der EtherCat-Anschluss schon vorhanden", deutet Thomas Diel die weitere Entwicklungsrichtung an.

W

www.jumo.net



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