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Schneller ans Ziel

K&E gehörte zum erlauchten Kreis von deutschen Fachpublikationen, denen Anfang März das neue Autocad 2011 von Autodesk vorgestellt wurde − Konstruieren wird nun noch einfacher!

Eisiger Wind umfing die Besucher, als sie das The Charles Hotel im Herzen Münchens am 10. März betraten. Neun deutsche Journalisten fanden ihren Weg in die erste Etage, Saal 2, um hier neueste Informationen über Autocad und speziell Autocad 2011 zu erhalten, dass erst am 25.3.2010 offiziell vorgestellt werden sollte − die Konstruktionssoftware war dann ab 15. April auch in Deutschland erhältlich. Dazu hatten Chris Hession, Senior Produkt Marketing Manager Autocad sowie Heidi Hewett, Technical Marketing Manager von Autodesk ihren Weg aus San Francisco nach München gefunden, um noch am gleichen Abend weiter nach London zu fliegen − in weiterer Mission für Autocad 2011.

Noch streng geheim

„Sie dürfen erst ab dem 25. März über Autocad 2011 berichten“, stellte Chris Hession zu Beginn seiner Präsentation klar, bei der er den Weg dieser Konstrukteurssoftware von ihren Anfängen 1982 bis heute nachzeichnete. „Wir haben in dieser Zeit 24 Releases vorgestellt“, so Hession. Er zeigte auf, dass sich mit jedem Release die Innovationsgeschwindigkeit steigerte. Von 2D nach 3D etwa. Inzwischen spielt auch die Kommunikation eine immer wichtigere Rolle. Aber keine Angst, noch immer gibt es die Möglichkeit mit dem alten Look and Feel zu arbeiten (Klassische Bedienoberfläche), wenngleich die neue Bedienoberfläche von Autocad 2011 zum intuitiven Arbeiten geradezu einlädt.

Schneller Einstieg

Nichts ist nervenaufreibender, als nach neuen Funktionen suchen zu müssen, zumal wenn sie sich nicht intuitiv erschließen. Autocad 2011 trägt dem Rechnung, wie Heidi ­Hewett erklärt: „Der neue Startbildschirm von Autocad 2011 bietet eine Leiste mit Schulungsvideos zu verschiedenen Bereichen und den direkten Zugang zur Online-Hilfe, um möglichst schnell mit den neuen Möglichkeiten der Software vertraut zu werden.“ Vieles lässt sich intuitiv erfassen, denn einige der wichtigen Änderungen beruhen auf Wünschen von Anwendern, die in enger Kommunikation mit dem US-amerikanischen Unternehmen stehen. Dann stellte Heidi Hewett einige der neuen Tools vor, beginnend mit 2D-Konstruktionen, die das Leben des Konstrukteurs stark vereinfachen sollen. So etwa das Tool zur direkten Manipulation in der Zeichnung. Hier tauchen auf der 2D-CAD-Zeichnung blaue Punkte mit Fadenkreuz auf. Wenn man diese mit der Maus anfährt, öffnet sich automatisch ein Menü, um direkt von hier aus (ohne zuvor die Menüleiste ansteuern zu müssen) die nächsten Konstruktionsschritte ausführen zu können, wie etwa Aufziehen eines Rechteckes, einfügen eines Radius an einer Ecke des Rechteckes etc.

Auch für die so genannten Hatching-Tools, also das Aufbringen einer Fläche auf einer Konstruktion bietet der „blaue Punkt“ einen direkten Zugriff, um etwa die Flächenfarbe, -musterung oder -transparenz oder gar mehrere Flächen zugleich zu bearbeiten. Praktisch ist auch die Funktion zum Ausblenden von Objekten in einer Zeichnung, um sich ganz auf den Teil konzentrieren zu können, an dem man gerade arbeitet.

3D mit Oberfläche

Natürlich wurden auch viele Neuheiten für das 3D-Konstruieren implementiert. Etwa die Materialdatenbank, wie man sie schon aus Autodesk Inventor kennt, mit über 1.000 vorkonfigurierten Oberflächen. Durch ein einfaches Selektionsverfahren kommt man rasch zur gewünschten Oberflächenanmutung des 3D-Kunstruktionsteils − und wenn der Konstrukteur nichts Passendes finden sollte, kann man selbst Oberflächen konfigurieren. Auch das Zusammenfügen unterschiedlichster Rohrquerschnitte, etwa zu einem Fahrradrahmen geht rasch von der Hand und was bisher nur mit großem Aufwand realisiert werden konnte, nämlich das Schließen von unterschiedlich gestalteten Rohrenden/Rohrknoten mit einer Fläche, ist nun in wenigen Schritten geschafft. Wie bei der 2D-CAD-Zeichnung werden auch in 3D ‚Direkt Manipulation‘-Tools angeboten. Ein Klick darauf öffnet das Auswahlmenü, um schnell die notwendigen Konstruktionsschritte durchführen zu können. Das Schönste dabei ist, dass alle angrenzenden Flächen gleich mit angeglichen werden, wie Heidi Hewett dies an einem Fahrradrahmen zeigte: „Am Ende des mit einer Fläche verschlossenen Rahmens ragt die Sattelstütze hervor. Ändere ich ihren Durchmesser, dann gleicht sich die Fläche, die den Rahmen verschließt automatisch an.“ Eines scheint nach der Präsentation sicher zu sein: Mit der neuen Version kann der versierte Autocad-Konstrukteur sicher noch schneller zum Ziel kommen, ohne dazu ein noch mächtigeres Softwarepaket bemühen zu müssen. W

www.autodesk.de

 



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