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Geheimnis Präzision − auf ± 100 nm

KML Linear Motion Technology ist momentan wohl eines der wenigen Unternehmen, das zweistellige Zuwachsraten in punkto Umsatz vorweisen kann. Managing Director Andreas Wiedrich ließ K&E ein bisschen in seine 'mechatronischen Karten' schauen.

Das Wiener Unternehmen KML Linear Motion Technology, 1994 von Andreas Wiedrich und Günter Bittermann gegründet, ist nach Einschätzung der beiden Geschäftsführer einer der Innovationsführer im Bereich der mechatronischen Antriebstechnologie. „Das können wir auch belegen. Wir sind Systemhersteller mit linearen und rotativen Direktantrieben, verfügen aber zusätzlich auch über ein umfangreiches Spektrum von konventionellen Antriebstechnologien als Ergänzung.“ Es ist ein breites Spektrum von standardisierten Linearmotorsystembaureihen in unterschiedlichen Bauformen mit verschiedenen Leistungsklassen verfügbar. Ein sehr wesentlicher Anteil des Erfolgs ist die Produktgruppe der kundenspezifischen Lösungen. „Diese Produktvielfalt stellt sicherlich ein sehr wesentliches Alleinstellungsmerkmal am Markt dar“, betont Andreas Wiedrich den hohen Anteil an kundenspezifischen Anwendungen von rund 70 %. Ein wesentlicher Punkt für unsere Kunden ist auch die Möglichkeit, sämtliche Produkte mit Energieketten, Leitungen bis hin zu übergeordneten Steuerungen auszurüsten, so Wiedrich weiter.

Spezialität: autarke Mehrachslösung mit Direktantrieb

Derzeit beschäftigt KML in Wien rund 45 Mitarbeiter, davon ein Drittel allein in der Konstruktion und Entwicklung. „Noch 2010 planen wir die Einstellung von 15 weiteren Mitarbeitern im Rahmen einer Expansion“, verrät Andreas Wiedrich. Der Umsatz lag 2009 bei rund 6 Mio. Euro. 2010 rechnet KML mit rund 10 Mio. Euro, wobei hier der Großteil bereits fixiert ist. Und KML plant weiter: Neben bestehenden Vertriebsniederlassungen in Deutschland und den Benelux-Staaten, sowie einem Partner in der Schweiz, werden bereits Verhandlungen in Skandinavien und Italien geführt. Zudem gibt es erste konkrete Kontakte nach Großbritannien und Frankreich.

Zum Kerngeschäft des Unternehmens zählen Engineering, Montage, Inbetriebnahme und Service. Führungen und Motoren werden zugekauft, wobei bei ,gewissen Applikationen’ die Motoren auch selbst gebaut werden. „Unsere Spezialität sind autarke Mehrachsenlösungen auf der Basis von Direktantrieben. Im Unterschied zu unserem Mitbewerb liefern wir genau das, was unsere Kunden brauchen: mehr als nur die Mechanik. Wir bieten auch Steuerung und Software – und ganz wichtig, wir nehmen unsere Antriebssysteme auch in Betrieb und Vermessen sie mit Laserinterferometer wenn gewünscht“, unterstreicht Andreas Wiedrich die KML-Strategie am Markt. Konkret heißt das: Übergeordnete Steuerung und Servoregler sowie 100 % geprüfte Mechanik ergeben Systeme mit 100 bis 200 nm Wiederholgenauigkeit. „Im Visier haben wir, die Spindel- und Zahnriemenantriebe mit unseren anspruchsvollen Direktantrieben zu ersetzen. Was uns bis dato ganz gut gelingt.“ Andreas Wiedrich verspricht Preisgleichheit bei besserer Performance mit der neuen LMS E²-Baureihe in Anwendungsbereichen Handhabungs- und Automatisierungstechnik, Medizintechnik, Blech- und Laserbearbeitung. Der Aufbau der LMS-E²-Systeme ist zum Patent angemeldet, was die Innovationskraft von KML unterstreicht.

Als weiteres Highlight empfiehlt Andreas Wiedrich das unlängst vorgestellte Linearmtorsystem LMS M in zwei unterschiedlichen Leistungsklassen. Vor allem für schnelle Handlingsaufgaben mit Verfahrwegen von 100 und 400 mm in Z und Y sowie mit einer Positioniergenauigkeit von ± 5 µm können schnellste Pick-and-Place-Aufgaben gelöst werden.− „Der Clou ist aber die Taktzeit von 0,35 s – also hin und wieder zurück. Das ist im Moment das dynamischste, was wir auf dem Markt kennen“, versichert Andreas Wiedrich. Verantwortlich dafür seien auf der technischen Seite die konsequent optimierten Massen, direkt vergossene Motoren, die auf ein Minimum reduzierten Verbindungen, das Weglassen von Trägerplatten sowie das Nutzen alternativer Materialien wie CFK und Gusskomponenten. „Ein weiterer Baustein ist unser übergreifendes Wissen von der Elektrotechnik bis ins kleinste Maschinendetail. Dazu kommen Flexibilität und Konzentration auf die Kernkompetenzen – da liegt auch unsere ganze Innovationskraft dahinter“, verdeutlicht Andreas Wiedrich seine Erfolgs-Philosophie. „Um den Kreis mit Kontinuität und Nachhaltigkeit schließen zu können, brauchen Sie dann nur noch gutes, hochqualifiziertes und motiviertes Personal – und das haben wir.“ W

www.KML.at

 



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