„Komm einfach ins mobile Internet“, wirbt Vodafone großflächig, deutschlandweit. Und das Testergebnis der Zeitschrift Connect („bestes Netz für Sprach- und Datenübertragung“) möchte den Slogan unterstreichen. Ein Grund auch für Phoenix Contact, Vodafone als Partner für industrielle Kommunikation zu gewinnen.
Auf der Hannover Messe unterschrieben Christoph Leifer, Geschäftsbereichsleiter der Business Unit Interface bei Phoenix Contact sowie Holger Bühl, Sales Manager M2M Vodafone, einen vielleicht zukunftsweisenden Kooperationsvertrag. K&E fragte nach den Details.
W Ein wenig ungewöhnlich auf den ersten Blick ist die Hochzeit zwischen Phoenix Contact mit Vodafone schon. Was versprechen Sie sich für Ihre Kunden?
Christoph Leifer: Mit industriellen Modems als Komponente sind wir bereits einige Jahre im Markt. Wir werden durch die Kooperation mit Vodafone speziell auf die Anforderungen der Industrie zugeschnittene, maßgeschneiderte Lösungen schlüsselfertig anbieten. Dabei bringen wir unser Industrie-Know-how und Vodafone ihre Telekommunikationskompetenz in die Zusammenarbeit ein. Der Kunde kann quasi komplette Pakete bestellen, bei denen er Geräte nur noch in den Schaltschrank installiert. Maßgeschneiderte Datenverträge, vorkonfigurierte und frei geschaltete SIM-Karten sowie ein perfekter Service gehören dazu. Für den Kunden ist dies eine enorme Erleichterung. Er kann sich auf seine wirklichen Automatisierungsherausforderungen konzentrieren und hat Ansprechpartner, die sich im Datenkommunikationsgeschäft auskennen.
Holger Bühl: Unsere Wahrnehmung von Phoenix Contact ist die eines Marktführers und Qualitätsanbieters. Vodafone ist der starke Player in der Telekommunikation. Somit ergibt sich eine optimale Nutzung der Synergien.
Vodafone erhält Zugang zu strategisch wichtigen vertikalen Märkten im M2M-Umfeld und Phoenix hat einen starken Partner für die Connectivity an seiner Seite. Somit erhält der Kunde ein hochwertiges und optimal abgestimmtes Produkt-Bundle.
W Was verstehen Sie denn unter einer Komplettlösung für die industrielle Datenkommunikation, Herr Leifer?
Christoph Leifer: Darunter verstehen wir, dass unsere Modems im Rahmen unserer Pakete an die Kundensteuerung angeschlossen werden und die gesamte Datenkommunikation betriebsbereit ist. Das heißt, der Datenvertrag mit der Datenrate ist maßgeschneidert auf die Applikation. Die SIM-Karten und eventuell erforderliche IP-Adressen sind vorkonfiguriert. Die Geräte und SIM-Karten sind unter Industriebedingungen qualifiziert. Und ein professioneller Service durch einen Applikationsingenieur, der die Anforderungen der Kunden kennt, ist persönlich ansprechbar.
W Phoenix Contact hat zusammen mit Vodafone sieben Tarifpakete geschnürt. Welche sind das?
Christoph Leifer: Es geht hier um vier verschiedene Tarife: ein SMS-Tarif mit 1.500 SMS in alle deutsche Netze, ein Data L-Tarif mit 30 MB Datenvolumen sowie ein Data XXL-Tarif mit 5 GB Datenvolumen für Highspeed-Verbindungen. Darüber hinaus gibt es noch eine Datenrufnummer, die dann über die Verbindungszeit abgerechnet wird. Diese Tarife können mit verschiedenen Hardware-Komponenten von Phoenix Contact kombiniert werden. Insgesamt ergeben sich dadurch sieben schlüsselfertige Pakete für die verschiedenen Industrieapplikationen.
Beim SMS-Paket ist das beispielsweise ein ‚SMS-Relais‘ zum Alarmieren und Fernsteuern von I/O-Informationen. In einem weiteren Paket geht es insbesondere um Punkt-zu-Punkt-Pakete, was bedeutet, dass von unserer Seite zwei Modems enthalten sind. Beide verfügen über eine SIM-Karte, sind mit eigener IP-Adresse vorkonfiguriert und übernehmen quasi ein Routing von Daten ins Telekommunikationsnetz für den Kunden.
Das so genannte Web-Paket ist der sicherere Internet-Fernzugriff über unser Industriemodem mit einer VPN-Funktionalität und wird mit dem Data XXL-Tarif kombiniert. Zudem gibt es ein Fernwartpaket, die klassische Wählverbindung zu Steuerungen. Das heißt, die Steuerung erhält eine Datenrufnummer und kann dann über das Telekommunikationsnetz erreicht werden. Die detaillierte Kombinatorik und Beschreibung mit dem dazugehörigen Tarif haben wir in separaten Verkaufsunterlagen dokumentiert, die es dem Kunden sehr leicht machen, für seine Anwendung das richtige Paket auszuwählen.
W Wie reagieren Ihre Kunden in dieser frühen Phase auf dieses Angebot auf der Hannover Messe?
Christoph Leifer: Unser erstes Feedback von der Hannover Messe ist überwältigend. Viele kleine und mittlere Kunden haben sich mit dem Thema schon beschäftigt. Diese Kunden haben gespürt wie schwer es ist, den richtigen Tarif und die richtigen Ansprechpartner zu bekommen. Sie haben erfahren, wie lange es teilweise dauert, sich in die Thematik einzuarbeiten und IP-Adressen vorzukonfigurieren, bis die Datenverbindung läuft. Diese Kunden sehen enorme Einsparpotenziale bei der Planung, Projektierung und Inbetriebnahme solcher Datenkommunikationsstrecken. W