Lineartechnik noch viel einfacher macht Rose+Krieger. Komponenten bis kompletten Systemen gibt es aus einer Hand. „Antriebstechnik und Auslegung läuft natürlich nach der neuen Maschinenrichtlinie und kann mit der neuen Baukastenstruktur schnell selbst konfiguriert werden“, versichert Produktmanager Jörg Bargherr.
Sie kennen Rose+Krieger noch nicht? Die Verbindungs- und Positioniersystem-Experten mit Hauptsitz in Minden sind mittlerweile gut 200 Mitarbeiter stark plus 80 Mann im eigenen ungarischen Werk. Dass Rose+Krieger ein langfristiger Kooperationspartner ist, belegt neben der fast 30jährigen Firmengeschichte vor allem der Schriftzug unter dem Logo ‚A Phoenix Mecano Company’. Dahinter verbirgt sich die Schweizer Mutter, eine 4.500 Mitarbeiter starke AG, ein global aufgestellter Konzern in den Bereichen der indus-triellen Komponenten und Gehäusetechnik und in vielen Märkten führend. Rose+Krieger tritt hierbei als Komplettanbieter für Lineartechnik, Profil-Montagetechnik, Verbindungs- und Modultechnik auf. In Summe definiert dieses Portfolio eine einzigartige Produktauswahl am Markt. „Einzigartig ist auch das Leistungsspektrum. Der Kunde wählt Standard-Komponenten aus dem Katalog aus oder er kann modifizierte Varianten, bis hin zu kompletten Systemlösungen beziehen“, deutet Produktmanager Jörg Bargherr an.
Im Detail heißt das: Rose+Krieger hat sein Portfolio der Linear-, Profil-, Verbindungs- und Modul-Technik komplett neu und anwendungsorientiert für Konstrukteure in die drei Segmente Move-, Place- und Control-Tec aufgeteilt. Je nach Anwendung deckt Move-Tec die Breiten-, Längen- und Höhenverstellung für geringe Einschaltdauer, niedrige Geschwindigkeiten, gelegentliche bis täglich mehrfache Verstellung mit manuellen oder elektrischen Antrieben ab. Schon viel dynamischer deckt Place-Tec das Palettieren, Be- und Entladen sowie Pick & Place ab – und das für hohe Wiederholgenauigkeiten, kurze Zykluszeiten, hohe Taktraten und Zuverlässigkeit bis in den 3-Schicht-Betrieb. Control-Tec ist erste Wahl für numerisch gesteuerte Verfahraufgaben mit hoher CNC-Positioniergenauigkeit, für gleichförmige Bewegungsabläufe, hohe Antriebssteifigkeit, IP-40-geschützt und auf 3-Schicht-Betrieb ausgelegt. „Mit unserem neuen Auswahlkonzept können Konstrukteure jetzt viel schneller ihr System selbst konfigurieren“, erklärt Jörg Bargherr. Diese Erstauswahl filtert die Lineareinheiten bereits wesentlich nach den jeweiligen Eigenschaften und Leistungsschwerpunkten. In den nächsten zwei Schritten wird nach konstanten und variablen Baulängen sowie nach Führungen mit oder ohne Antrieb unterschieden. Erst im vierten und letzten Auswahlpunkt wird nach technischen Daten selektiert. Da in dieser Auswahlstufe die infrage kommenden Lineareinheiten bereits erheblich gefiltert sind, fällt die endgültige Auswahl leicht und ist zudem sehr zuverlässig.
Die Alternative zur Pneumatik
Für mehr technische Flexibilität in der Automation soll unterdessen die neue Generation der spindel- und zahnriemengetriebenen RK-DuoLine-Linearachsen sorgen, die Rose+Krieger auf der Hannover Messe vorstellte. Damit ist die Vorüberlegung, an welche Seite der motorische Antrieb bei Zahnriemeneinheiten platziert werden muss, nach Erfahrung der Antriebstechnik-Experten nicht mehr nötig. Optional angebotene Kupplungs- und Motoradapter lassen sich an alle vier Hohlwellenabgänge der Umlenkungen befestigen. Das vereinfacht nicht nur die Disposition. Vielmehr kann die Achs-Motor-Konfiguration vom Kunden selbst durchgeführt und verändert werden, so der Hersteller. Die DuoLine mit Spindelantrieb ist mit einer neu entwickelten Spindelabstützung ausgestattet, um höhere Drehzahlen zu realisieren. Hierdurch wird ein vmax von 2 m/s bei annähernd 5 m Hublänge möglich. Die Duoline 160 als Variante Protect besitzt ein Abdeckband aus Edelstahl, wodurch die Schutzart auf IP40 steigt. Das gekapselte und somit geschützte Kugelschienen-Führungssystem ermöglicht hohe dynamische Lasten. Energieeffizienz wurde bei der Entwicklung ebenfalls groß geschrieben: Die Spindelvariante erreicht einen Wirkungsgrad größer 85 %, das Leerlaufmoment der Zahnriemenvariante beträgt nur 2,5 Nm.
Gemeinsamkeiten gibt es auch bei den Befestigungsmöglichkeiten am Schlitten. In den Blocan-Profilnuten befinden sich T-Schienen mit Gewindebohrungen, um die Anbindung von Nutzlasten zu vereinfachen und größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten. Minimalen Wartungsaufwand verspricht die zentrale Schmiermöglichkeit am Schlitten, die das Führungssystem und je nach Typ auch die Spindel mit Schmierfett versorgt. Den Startschuss für die neue DuoLine-Generation bildet die Baugröße 160 x 100, was der Kantenlänge des Führungsprofils in Millimetern entspricht. Für die korrekte Motorauslegung bietet der Hersteller seinen gezielten Service an.
Höhere technische Verfügbarkeit der Gesamtsysteme verspricht Rose+Krieger mit einer weiteren Neuheit: der Produkterweiterung der Elektrozylinderbaureihe LZ80. Für die neuen Baureihen PL (PowerLine) und FL (FastLine) werden Antriebsmotoren angeboten, die laut Rose+Krieger aber auch mit Motoren anderer Hersteller ausgerüstet werden können. Der PowerLine-Zylinder soll mit 10 kN Zug- oder Druckkraft überzeugen. Der FastLine-Zylinder erreicht bis zu 270 mm/s und stellt damit in Teilbereichen eine überlegenswerte Alternative zu Pneumatikzylindern dar. Nicht zuletzt wegen der günstigen Energieeffizienz, da Elektrozylinder immer nur für die Zeit der Bewegung mit Energie versorgt werden müssen. Die Hublänge reicht bis maximal 1m. Die Schutzart IP 54, die Einschaltdauer von bis zu 100 % und das umfangreiche Zubehör, wie Magnetschalter, Schwenkzapfen und Gabelkopf, machen die LZ-Elektrozylinder zu industrietaug-lichen Allround-Aktuatoren. W