Rund 1.100 Teilnehmer erfuhren auf dem PTC World Congress im Stuttgarter ICS alles über die Kooperation mit Microsoft, über Windchill, Pro/Engineer V5.0, die Produktentwicklung mit WEB 2.0-Technologien und PTCs Dominostein-Strategie.
Überzeugt sind die PTC-Mannen von ihren CAD- und PDM/PLM-Lösungen allemal. Dies zeigte sich unter anderem, als PTC-Executive Vice President, Maintenance, Anthony DiBona, Brian Shepherd, Executive Vice President Product Developement, Marc Diouane, Senior Divisional Vice President Europe & APAC, Michael Sauter, der als Country Manager Central Europe und Senior Vice President fungiert sowie Tobias Kahl, Director Channel Sales, auf ihrer anberaumten Pressekonferenz zu den Produkten, dem Geschäftsverlauf und der Dominostein-Strategie Stellung bezogen.
Die integrale PDM/PLM-Plattform Windchill, ist hier der Dreh- und Angelpunkt im Produktentwicklungssystem von PTC und steht für eine Strategie der Konzentration. „Unsere Mitbewerber haben ein Bündel an Softwarepaketen, um PLM zu realisieren, wir haben dazu ein Produkt: Windchill“, so Marc Diouane und sieht in dieser Softwarepolitik einen Baustein für den Erfolg seines Unternehmens.
In der Tat kann sich ein Plus bei den Lizenzen der Windchill-Plattform von 49 % im Krisenjahr 2009 sehen lassen. Das Unternehmen konnte für das Geschäftsjahr 2009 am 19. November einen Umsatz von 938,2 Mio. US-Dollar, ein Ergebnis von 121 Mio. US-Dollar und eine Umsatzrendite von 13% vermelden.
Stein für Stein
Für 2010 hat sich PTC eine weitere Umsatzsteigerung auf dann 980 Mio. US-Dollar vorgenommen. Wie dieses Ziel erreicht werden soll, erklärte Marc Diouane unter anderem mit der Dominostein-Strategie. PTC hat seine Unternehmensstrategie vier Hauptfeldern gewidmet. „Wir haben den Fokus auf 1. Wachstumsmärkte, 2. auf die Führungsrolle in den Wachstumsmärkten, 3. auf die Steigerung der Umsatzrendite sowie 4. auf einem nachhaltigen Umsatz gelegt“, sagt Marc Diouane und nennt als Wachstumsmärkte PLM, CAD im KMU-Markt, die Marktchance für Windchill ProductPoint, das auf Share Point aufsetzt (ein Microsoft-Produkt für die Kollaboration u.a. mit WEB 2.0-Werkzeugen) sowie mit Arbortext, Produktanalytik und Embedded Software (Software, die in andere Systeme integriert wird etc.). Und dann erklärt er die Dominostein-Strategie des Unternehmens: „Wir wollen unsere Führungsrolle im Bereich PLM systematisch ausbauen. Dazu gehört, dass wir bei strategisch wichtigen und großen Kunden Schritt für Schritt eine Gesamtlösung im Bereich PLM entwickeln, von der CAD-Lösung bis zur übergreifenden PLM-Strategie für das gesamte Unternehmen. Dazu gehört auch, dass wir bei unseren Kunden immer mehr Wettbewerbslösungen ablösen wollen. Wir sind überzeugt, mit Windchill die beste PLM-Lösung zu haben – ein Produkt, statt eine Vielzahl von Produkten, um ein vollständiges PLM abbilden zu können.“
Bis September 2010 will PTC 12 Dominos gewonnen haben, wobei PTC unter Dominos eine Auswahl aus seinen strategischen Zielkunden versteht, die in ihren jeweiligen Branchen führend sind und mit ihren Technologieentscheidungen Maßstäbe für ihre Mitbewerber und die Zulieferindustrie setzen. 2008 begann dies mit der Windchill-Entscheidung von EADS in der Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie. 2009 kamen zwei Industriekunden, ein High Tech&Electronics-Unternehmen, Volvo im Automotivebereich, ein Unternehmen im Bereich Life Sciences und ein weiteres im Bereich Retail, Foodware, Apparel hinzu.
Es fehlen nur noch 5 Dominos
Das macht bisher sieben Konzerne aus sechs unterschiedlichen Branchen. Damit fehlen bis September 2010 noch fünf Dominosteine zum Erreichen des PTC-Unternehmensziels. PTC erwartet sich laut Brian Shepherd, Executive Vice President Product Developement, einen Schneeballeffekt, „denn mit jedem einzelnen Kunden kommen Tausende Anwender hinzu.“ Im Hinblick auf die Mitbewerber im PLM-Markt sehen die PTC-Manager ihre Windchill-Plattform im Vorteil, gerade hinsichtlich der Tatsache, dass sie für alle PLM-Anwendungen auf eine einzige Plattform verweisen können.
„Unsere Mitbewerber, wie Dassault Systems oder Siemens, haben eine Vielzahl an Software-Lösungen, für Teilbereiche von PDM/PLM-Lösungen. Zum Vergleich: Dassault wartet auf mit Enovia VPM, Matrix One, LCA, Smarteam. Bei Siemens PLM findet man iMAN, Metaphase, Sherpa und Teamcenter Unified. Wir haben mit Windchill eine integrale Plattform, die das alles in einem abdeckt. Das ist für unsere Kunden einfach und übersichtlich und lässt sich horziontal und vertikal mit dem Wachstum des Unternehmens erweitern. Wir haben Lösungen für kleinste 2 bis 3-Mann-Betriebe, die mitwachsen können bis zum Großkonzern. Das macht unsere Lösung so einzigartig und attraktiv“, ist Michael Sauter überzeugt. Und Marc Diouane ergänzt: „Out of the box-Lösungen, wie wir sie bieten, gehört die Zukunft.“
Produktentwicklung à la Web 2.0
Schon im großen Plenarsaal schworen Michael Sauter, Country Manager Central Europe und Senior Vice President, Brian Shepherd, Executive Vice President Product Developement, sowie Marc Diouane, die PTC-Community auf die Neuerungen bei PTC ein.
Dass die Produktentwicklung mit Web 2.0-Werkzeugen, wie Share Point von Microsoft konkrete Formen angenommen hat, erfuhren die rund 1.100 Teilnehmer ebenso, wie die Verfügbarkeit der Version Wildfire 5.0 von Pro/Engineer.
Zudem zeigten die PTC-Manager auf, dass ihre PLM-Plattform Windchill als Top Performer im Aberdeen Axis Report genannt wird und Bestnoten bei Marktreife und gestifteten Kundennutzen erreicht hat.
Messe mit Partnerunternehmen
Viele Neuerungen bei Windchill, wie die Requirement-Links, die Produktanalytik oder das Social Product Developement − hier kommt die Kooperation mit Microsoft und die Software Share Point zum Tragen – wurden auf dem PTC-Kongress vorgestellt. Eine Messe im Foyer zeigte zudem zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten der PTC-Software sowie Speziallösungen von Partnerunternehmen. Technologie-Foren zu den Themen Konstruktion, Produktentwicklung, der Simulation und dem Produkt Lifecycle Management (PLM) rundete das Programm des ersten Tages ab. Und am Tag Zwei stand dann noch das 9. Simulations-Anwendertreffen auf dem Programm.W