Linearverschleiß nicht zu beachten ist riskant. Damit der jeweils bestmögliche Korrosionsschutz garantiert ist, stellt Rollon für Linearführungen des Hauses verschiedene Oberflächenbearbeitungen zur Auswahl.
Gegen Korrosion an sich ist kein Kraut gewachsen. Doch lässt sich das Ausmaß insoweit begrenzen, dass z. B. die Funktionsfähigkeit von Linearführungen erhalten bleibt. Daher ist die Wahl der richtigen Beschichtung ein wichtiger Teil der Produktsuche, bei der es das richtige Verhältnis zwischen den gewünschten Eigenschaften und den technischen Gegebenheiten zu finden gilt.
Die Firma Rollon stellt für ihre Linearführungen verschiedene Oberflächenbearbeitungen, mit denen der bestmögliche Korrosionsschutz für die jeweilige Applikation umsetzbar ist, zur Auswahl. Das Unternehmen testet seine Beschichtungen bei unabhängigen Instituten durch einen nach DIN definierten Salzsprühnebeltest. Neben dem Nachweis der Korrosionsbeständigkeit sollen diese Tests auch zur weiteren Optimierung der Prozesse in der Beschichtung dienen. „Immer weitere Möglichkeiten des Korrosionsschutzes werden überprüft, um für alle anwendungsspezifischen Anforderungen die geeignete Oberflächenbehandlung anbieten zu können“, betont Geschäftsführer Rüdiger Knevels und bekräftigt: „Vergleichstests haben gezeigt, dass die bei Rollon beschichteten Linearführungen die einzigen sind, die komplette Testzyklen überstanden haben.“
Das liege nicht zuletzt an der sorgfältigen Vorbereitung vor dem eigentlichen Beschichten, versichert das Unternhehmen. Fraglos lässt sich die Materialhaltbarkeit durch eine Vorbehandlung der Schienen vor dem eigentlichen Beschichten nachweisbar deutlich erhöhen. Zum optimalen Ergebnis führen die richtige Vorbereitung, die richtige Reihenfolge der Bearbeitungen und Beschichtungen sowie die richtige Dauer dieser Schritte.
Zu den Verfahren zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit gehören u. a. Schwarzbeschichtung, Hartverchromung und Vernickelung. Wenn eine FDA-Zulassung für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie benötigt wird, werden die Schienen entsprechend beschichtet.
„Die Abteilung Anwendungstechnik weiß Rat für die verschiedensten Applikationen und findet Lösungen, wie man den Anforderungen am Besten begegnet. Dies gilt neben Beschichtungen ebenso für den Einsatz von Schmierstoffen“, betont Rollon und unterstreicht: „Dank eigener Fertigung in Ratingen ist es möglich, individuell auf Kundenwünsche einzugehen und so Lineartechnik für alle Fälle anzubieten.“ Beispiele hierfür sind FDA-zugelassene Fette für den Lebensmittelbereich oder Hochtemperaturschmierstoffe mit den entsprechenden Zertifikaten.
Fallbeispiel Schienenfahrzeuge
Bei Schienenfahrzeuge gehören ausziehbare Schiebetritte zu fast allen Zugtüren dazu. Die Wetterverhältnisse verlangen den Stufen im weltweiten Einsatz einiges ab: Verschleiß und Korrosion sind hoch, die Wartungsintervalle oft lang oder unregelmäßig. Der Materialwahl muss daher besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, weil die Stufen in der Regel die meiste Zeit eingefahren sind, wenn der Zug fährt oder außer Betrieb ist. Schmutz und Feuchtigkeit bleiben also eingeschlossen und können kaum entweichen.
Um die Schiebetritte vor Korrosion zu schützen, ist eine Beschichtung notwendig, die das Material schützt und die Funktionsfähigkeit aufrecht erhält. Da Züge auf der ganzen Welt im Einsatz sind, hat ein Hersteller von Komponenten in der Regel nur unzureichende Informationen über die Chemikalien, die zur Reinigung verwendet werden. Aus diesem Grund kommt der widerstandsfähigen Beschichtung, vor allem in der Zulieferindustrie für Schienenfahrzeuge, eine hohe Bedeutung zu.
Einsatzfall Getränkeabfüllung
Bei der Getränkeabfüllung gelten die Anforderungen der Lebensmittelindustrie. Beschichtete Schienen müssen die verarbeiteten Flüssigkeiten ebenso wie die Reinigungsmittel aushalten. Wichtig ist hier neben der Korrosionsbeständigkeit vor allem auch die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit. Es ist üblich, dass die zulässigen Beschichtungen von Anwenderseite vorgegeben sind. „Die Führungen punkten durch die beschriebene hohe Qualität dieser Bearbeitungsprozesse“, berichtet Rollon und ergänzt: „Häufig kommen in den Beispiel-applikationen Teleskopschienen als Voll- oder Teilauszüge zum Einsatz." Auch Rollenführungen, die mit Abstreifern aus Stahl oder Kunststoff vor Verschmutzungen geschützt sind, eignen sich für den Nassbereich. Sie finden beispielsweise zur Verschiebung beweglicher Schutzabdeckungen über empfindlichen Maschinenteilen Verwendung. W