Keicher Hydraulik konzeptioniert und fertigt Hydraulik-Sonderlösungen für den
Maschinenbau. Geschäftsführer Michael Keicher hat für eine innovative, hydraulische Wasserstandsregelung bekannte Technologien gebündelt - und empfiehlt als Hydrauliköl keinen synthetischen Ester. Über 20 Jahre Hydraulik-Erfahrung hat Keicher Hydraulik in Rettenbach. Nun hat Keicher für eine hydraulische Wasserstandsregelung bekannte Technologien zu einer innovativen Lösung gebündelt. Bereits im Konstruktionsprozess hat sich Keicher mit dem Thema Druckflüssigkeit befasst und das Medium samt dessen Eigenschaften als wichtigen Bestandteil des Ganzen betrachtet. Vor dem Hintergrund, dass die Anlage zwingend mit einem biologisch abbaubaren Hydrauliköl befüllt wird, hat Keicher verschieden Produkte verglichen. Am Ende fiel die Wahl auf Avia Syntofluid PE-B. Das Produkt basiert auf synthetischen Kohlenwasserstoffen (Polyalphaolefine), also auf keinem synthetischen Ester. Zielsetzung des Projekts war die Steuerung des Wasserstandes zweier Stauklappen im Gleichlauf im Vor-Ort- und Fern-Betrieb. Realisiert wurde dies mit einer Siemens-SPS, Winkelgebern in Verbindung mit Proportionalventiltechnik. Es besteht dabei die Möglichkeit, die Klappen auch im Fernbetrieb synchron auf einen genau definierten Öffnungswert zu fahren. Die Steuerung erfolgt im Vor-Ort-Modus mittels eines Touchpanels. Öltemperatur, Verschmutzung des Öls, Ölniveau, Betriebsdruck und Öffnungswinkel der Klappen können somit auf einen Blick überwacht werden. „Der Einsatz von Proportionalventiltechnik erlaubt exaktes und sicheres Fahren der Klappen. Senkbremslasthalteventile am Zylinder ermöglichen eine Fixierung direkt am Zylinder", so Michael Keicher. „Herkömmliche Lösungen sehen oftmals eine Fixierung der Klappen am Aggregat vor. Dies führt meist dazu, dass bei flexiblen Temperaturverhältnissen Klappen in Bewegung geraten, hervorgerufen durch das Temperaturverhalten der eingesetzten Druckflüssigkeit. Das Avia-Bioöl zeigt ein sehr stabiles Temperatur-/Viskositätsverhalten, so dass ich bei derart gelagerten Problemen dieses Öl empfehlen kann." Dabei seien Stabilität und Langlebigkeit des Öls die zwei entscheidenden Kriterien. „Da wir uns hier im Stahl- Wasserbau befinden, muss das Öl unempfindlich gegenüber Wasser sein und darf keine Hydrolyseinstabilität aufzeigen", erklärt Michael Keicher. Zudem soll der Wartungs- und Pflegeaufwand möglichst gering definiert sein. Die Verträglichkeit des Öls mit Dichtungen und Schläuchen sollte gegeben sein und zwar ohne kostenintensive Sonderpackages. Trotzdem die Erfahrungen von Michael Keicher bezüglich Bioölen eher negativ waren, sieht er heute deutliche Vorteile durch den Einsatz des Avia Syntofluid PE-B: „Der Betreiber profitiert von einer sofortigen Verfügbarkeit der Anlage. Er kann somit Zeit-/ Energieaufwand reduzieren und möglichen unnötigen Bauteilverschleiß verhindern. Das Öl ermöglicht eine einfachere Konstruktion und in diesem Fall konnten wir auf eine Beheizung, Wasserabscheider oder ähnliches komplett verzichten." Großer Vorteil war, dass Keicher das Öl samt dessen Eigenschaften bereits in der Konstruktionsphase als Teil des Ganzen integriert hatte. „Somit konnten wir das Projekt letztlich circa 10 % günstiger realisieren", rechnet Michael Keicher vor. „Das erste Feedback vom Kunden und Betreiber war sehr positiv. Der bisherige Anlagenbauer musste sehr stark mit Bedüsungen arbeiten, was zu häufigen Nachbesserungen auf der Baustelle geführt hat. Erfreulich ist die sofortige Einsatzbereitschaft der Anlage", zählt Michael Keicher die Pluspunkte des Avia-Öls auf. W