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„Ingenieure müssen die Kosten kennen!“

75 % aller Herstellungskosten werden in der Konstruktion und der Entwicklung vorbestimmt. Doch was weiß der Ingenieur von den Kosten? Wie kann er sie überhaupt bestimmen und warum ist das vor allem in der Entwicklungsphase entscheidend?

Frühstück auf der SolidWorks World 2010 in Anaheim, Kalifornien. Am Tisch sitzen neben Journalistenkollegen auch zwei Schweizer Besucher dieser Großveranstaltung. Vertreter des Unternehmens KingCost. Hans-Peter Gysel, Vertriebs- und Marketingchef des Unternehmens übernimmt die Initiative als ihm klar wird, wer hier mit ihm am Tisch sitzt. ­ Eine willkommene Gelegenheit für ihn, eine Kurzpräsentation seines ‚cad centric cost management’-Programmes abzuhalten. Die Neugierde ist geweckt und Konstruktion & Entwicklung wollte es genauer wissen. Denn, wie bekommt der Ingenieur die Kosten von Beginn an in den Griff?

W Herr Gysel, wie kamen Sie auf die Idee zur Entwicklung eines Kostenberechnungstools für Konstrukteure?

Hans-Peter Gysel: Die Idee ist primär aus Eigenbedarf entstanden. Unser Unternehmen ist auf Herstellungskosten–Senkungsprojekte spezialisiert.

Um unsere Projekte gewinnbringend durchführen zu können, brauchten wir eine im CAD integrierte Lösung. Sie können sich nicht vorstellen, wie viel Zeit wir mit Excel und anderen Programmen benötigt haben, um die Kosten in den Griff zu bekommen.

W Es ist also ein Software-Tool, das im CAD-Programm SolidWorks aufsetzt?

Sowohl als auch … Wir bieten zwei Applikationen an, welche sich ­ergänzen. Zum einen ist da ein ­Kosteninterface für den Ingenieur − der Constructor.

Der Constructor ist vollständig in SolidWorks integriert. Die zweite Applikation heißt Analyzer. Der Analyzer ist eine eigenständige Software, mit welcher sich direkt SolidWorks-Daten öffnen lassen. Beide Programme zusammen bieten eine noch nie da gewesene Kostentransparenz für die Entwicklungsabteilung.

W Gibt es Ihr Programm auch für die CAD-Programme anderer Hersteller?

Zur Zeit setzt unsere Lösung auf ­SolidWorks auf. Noch in diesem Jahr werden wir zusätzliche CAD-Programme abdecken. Lassen Sie sich überraschen …

W Was sind die drei wichtigsten Eigenschaften Ihres Kostenberechnungs-Tools und welche Kosten lassen sich damit ermitteln?

Die wichtigste Eigenschaft unserer Lösung ist der CAD-zentrische Ansatz. Ingenieure und Projektleiter brauchen eine Möglichkeit sich bereits zu Beginn eines Projektes mit den Herstellungskosten zu befassen – schließlich definiert die Entwicklungsabteilung über 75% der zukünftigen Herstellungskosten. KingCost ist in der Lage die Herstellungskosten zu einem sehr frühen Entwicklungs-Zeitpunkt transparent darzustellen − was unseren Kunden ermöglicht, dort kostensenkend einzugreifen wo auch der größte Nutzen besteht.

W Wie funktioniert die Kostenermittlung in der Praxis und welcher Zeitaufwand steckt für den Konstrukteur dahinter?

Die Berechnung besteht zum einen aus automatisierten Prozessen und zum anderen aus Eingaben seitens des Ingenieurs. Es ist sehr wichtig, dass der Ingenieur in seinem Konstruktionsprozess nicht aufgehalten wird.

Deshalb ist unsere Lösung im CAD integriert und bietet dem Ingenieur die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit genaue Kostenangaben zu machen. Erst diese Möglichkeit erlaubt es, das Kostenmanagement in der Entwicklung zu ‚leben’ und es ist daher auch einfach umzusetzen.

W Wie genau lassen sich die Kosten eigentlich vorausbestimmen?

Sehr genau! Wir arbeiten tagtäglich mit KingCost und können mit Gewissheit sagen, dass wir die Herstellungskosten auf ± 5 bis10 % berechnen können, ohne je ein Teil hergestellt zu haben. KingCost ist ein Programm ‚von Ingenieuren für Ingenieure’, was sicherlich auch der Grund ist für die breite Akzeptanz auf dem Markt.

W Können Sie Referenzkunden nennen, die Ihr Tool bereits erfolgreich nutzen?

Leider darf ich diesbezüglich keine Angaben machen ohne die Kunden zuerst angefragt zu haben. Ich kann Ihnen aber sagen, dass KingCost schon in weltweit agierenden Unternehmen erfolgreich eingesetzt wird − übrigens auch in Deutschland. W

www.kingcost.de

 



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