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Das Rüstzeug für strukturierte Prozesse

Kürzere Durchlaufzeiten und immer komplexere Anlagen – das sind Herausforderungen, denen sich die Gluth Systemtechnik GmbH gerne stellt. K&E zeigt, welche digitalen Tools der Straubinger Sonderanlagenbauer für seine neu strukturierten Prozesse einsetzt und was das bringt.

Die Gluth Systemtechnik GmbH, die Sonderanlagen für die Automatisierungs- und Prüftechnik entwickelt, hat seine Engineering-Prozesse neu strukturiert und nutzt durchgängig die Funktionalitäten des AutoCAD Inventor, um die Entwicklung, Konstruktion und Produktion zu beschleunigen. Schon bei der Angebotserstellung setzt man 3D-Ansichten ein, die mit dem Inventor generiert wurden. Der zentrale Datenspeicher des Systems erleichtert das Simultaneous Engineering und trägt zur Standardisierung der Prozesse bei. „Immer komplexere Anlagen in immer kürzerer Zeit.“ Das ist die Herausforderung, der sich das Unternehmen laut Stefan Schnurrenberger, Geschäftsführer und Technischer Leiter, stellt. Mit diesen Anforderungen kann Gluth offenbar umgehen, denn es herrscht konstantes Wachstum.

Die stark entwicklungsorientierte Ausrichtung des Unternehmens wird schon daran deutlich, dass knapp ein Fünftel der Mitarbeiter mit AutoCAD Inventor arbeitet. Gluth hat die Entwicklungskapazitäten stark ausgebaut und nutzt das CAD-System schon in der Angebotsphase. Sobald einer Anfrage ein konkretes Angebot folgt, entstehen die ersten 3D-CAD-Ansichten, um vor allem den kaufmännischen Entscheidern auf Kundenseite das Projekt anschaulicher darzustellen. Dabei verwenden die Gluth-Ingenieure auch die ‚Simulation Suite’ des Inventors, mit denen man die Bewegungsabläufe der Automatisierung abbilden und vorwegnehmen kann.

Konstrukteur Ulrich Radlbeck: „Jede Anlage wird neu konstruiert, wir können bestenfalls manchmal einzelne Module und Baugruppen übernehmen und abwandeln.“ Der Engineering-Aufwand ist also hoch, umso wichtiger ist das richtige Werkzeug. Und mit dem AutoCAD Inventor, den Gluth seit sechs Jahren einsetzt und der von Eplan Software & Service supportet wird, sind nicht nur die Konstukteure, sondern auch die Kunden zufrieden.

Im vergangenen Jahr nutzte Gluth die Migration auf die neueste Inventor-Version, um die Datenmanagement-Lösung Vault zu implementieren. Dieses Werkzeug ist der wörtlich übersetzte „Tresorraum“, in dem CAD-Daten zentral gespeichert werden und für alle im Zugriff sind. Ulrich Radlbeck: „Wir nutzen den Vault für jedes neue Projekt und haben bereits eine Bauteil-Bibliothek aufgebaut, in der wir die Daten von Zukauf- und Fertigungsteilen ablegen. Wichtig ist für die Konstrukteure aber die Erleichterung, die der Vault für den Workflow bedeutet. Denn nun arbeiten alle Beteiligten mit dem gleichen Datenstand.“

Um alle Möglichkeiten der Konstruktion auszuschöpfen, entschied sich Gluth für eine Schulung zur Konstruktionsmethodik, die vom Systemlieferanten Eplan Software & Service angeboten wird. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigte. Ulrich Radlbeck: „Eine solche Schulung kann ich nur empfehlen. Sie zielt darauf ab, dass der Konstrukteur weniger bauteilorientiert arbeitet. Dadurch arbeitet man mit schlankeren Modellen, die weniger Rechenleistung benötigen.“

Zeitgleich mit den Konstrukteuren der mechanischen Konstruktion arbeiten auch die Kollegen aus der Elektrotechnik am selben Projekt. Dabei kommt Eplan Electric P8 zum Einsatz. Da Automotive-Firmen in ihren Zuliefervorschriften noch Eplan 5 vorsehen, konstruiert Gluth auf Wunsch auch damit. Jedoch erkennt man deutlich die Vorteile der neuen Eplan-Plattform. Konstrukteur Christian Biendl: „Die einheitliche Datenbasis von Elektrik und Pneumatik erleichtert uns die Arbeit. Als besonders praktisch sehen wir die gemeinsame Betriebsmittelkennzeichnung an, die auch auf der Detailebene einen Bezug zwischen Pneumatik und Elektrik herstellt. Auch unsere Monteure sehen die Vorteile, die eine gemeinsame Datenplattform und ein gewerkeübergreifendes BMK-System schafft.“ Mit dem Baugruppenkatalog der Mechanik-Komponenten haben sich die Konstrukteure die Arbeit erleichtert. Sehr viel weiter will das Unternehmen aber auf diesem Weg bewusst nicht voranschreiten. Dazu Klaus Füchsl, Leiter Konstruktion und Entwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung: „Da wir jedes Projekt von Grund auf neu konstruieren, steht für uns die Innovationskraft noch vor der Standardisierung − und die Flexibilität ist ein ganz entscheidender Faktor.“ Deshalb denkt man zwar über eine Verbindung des Baugruppenkatalogs zur Kalkulation und Arbeitsvorbereitung nach, will dabei aber auf eine klassische Kopplung von CAD und ERP verzichten. Stefan Schnurrenberger: „Wir möchten keine weiteren Schnittstellen, und die CAD-Software ist für das ganze Unternehmen eindeutig das führende System.“ W

www.eplan.de

 



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