Beim Schweißen variabler Fügestoßpositionen trennt sich die Spreu vom Weizen. Neue, intelligente Laserköpfe wie der neue Hochleistungsschweißkopf YW52 von Precitec messen nicht nur die genaue Lage des Fügestoßes für eine exakte Positionierung, sie passen auch die Schweißnahtbreite an die Anforderungen an. Hier wie auch bei den neuen Schneidköpfen sorgen viele integrierte Funktionen für neue Möglichkeiten.
Bei dem neuen Hochleistungsschweißkopf YW52, den Precitec erstmals auf der Messe Schweißen & Schneiden gezeigt hat, kann durch den integrierten WobbleTracker die Wirkbreite der Laserstrahlung flexibel von Naht zu Naht optimiert auf einen stabilen Prozess eingestellt werden. Die Schweißnahtbreite ist dadurch genau so breit wie nötig und erlaubt die höchstmögliche Schweißgeschwindigkeit. Exakt gesteuert wird auch die Schweißposition. Alle Funktionen dazu sind voll im neuen Schweißkopf integriert, ohne zusätzliche externe Sensoren, Kameras oder externe Positionierachsen.
Der WobbleTracker vermisst den Fügestoß nur wenige Millimeter vor dem TCP koaxial durch die Schweißoptik. Die ermittelte Position wird unmittelbar an den ebenfalls integrierten, steuerbaren Ablenkspiegel weitergegeben und einer vorgewählten Wobbleamplitude und -frequenz überlagert. Die minimalen Vorlaufzeiten von weniger als einer Zehntelsekunde und die optimale Verteilung der Streckenenergie über die Schweißnahtbreite garantieren kurze Taktzeiten bei optimiertem Prozess.
Angelehnt an das modulare Konzept des Schweißkopfes YW30 ist der YW52 auf maximale Apertur bei minimaler Störkontur getrimmt und eignet sich für den Einsatz mit Faser-, Disk oder Diodenlaser im hohen Leistungsbereich. In der Basisausstattung ist der Kopf preiswert und ausbaubar mit unterschiedlichen Funktionen entsprechend den Anforderungen der kundenspezifischen Applikation. Alle bekannten Precitec Module der Pre-, In- und Post-Prozessüberwachung sind voll integrierbar für den Einsatz in der vollautomatisierten Fertigung.
Premiere auf der Schweißen und Schneiden feierte auch der neue Schneidkopf HP SSL für Flachbettanlagen und Rohrschneidemaschinen mit fasergekoppelten Lasern bis 6 KW. Angelehnt an die Merkmale der bekannten und zuverlässig arbeitenden HP-Serie enthält er eine integrierte, langzeitstabile Abstandssensorik und eine überwachte Schutzglaskassette, die die Standzeit der Optiken verlängert. Die im neuen Modell integrierte Einstechüberwachung beschleunigt den Schneidprozess wesentlich. Vorprogrammierte Wartezeiten bei Schnittbeginn werden verkürzt, der Schneidprozess startet direkt nach dem Durchstich. Die motorische Verstellung der Fokuslage erlaubt das Schneiden verschiedener Blechdicken im gleichen Zyklus ohne manuelles Eingreifen. Der Austausch der Linsen für verschiedene Brennweiten erfolgt schnell und einfach mit vorjustierbaren Kassetten. Die mechanische Schnittstelle ist bei allen HP1.5“-Schneidköpfen identisch, was einen einfachen Wechsel zwischen CO2 Lasern und fasergekoppelten Festkörperlasern erlaubt.
In die dritten Neuheit, das Schneidsystem YRC, sind Precitecs langjährige Erfahrungen im 3D-Laserschneiden voll eingeflossen. Auch bei komplex geformten Bauteilen garantiert die reaktionsschnelle Abstandssensorik mit integrierter Höhenregelung eine gleichbleibend hohe Schnittqualität bei hohen Geschwindigkeiten. Die Linsen sind staubdicht versiegelt und der Strahlengang komplett abgedichtet – die Voraussetzung für eine lange Standzeit der Optik. Das System wird bereits bei namhaften Automobilisten, Zulieferbetrieben und Job Shops eingesetzt. Ob es sich um Ausschnitte in fertigen Karosserien oder im Unterboden eine Fahrzeuges oder um das Schneiden von warmumgeformtem Stahl oder von hydrogeformten Profilen handelt – das Schneidsystem YRC findet ein breites Anwendungsfeld.