Trotz ihrer Zuverlässigkeit und regelmäßiger Wartung fiel eine Portallaserschneidanlage bei der Thyrolf & Uhle GmbH in Dessau im April 2009 aus. Das Besondere daran: Sie lief zwanzig Jahre einwandfrei im Drei-Schicht-Betrieb. Die Hersteller Messer Cutting Systems machte jetzt die Anlage mit aktueller Faserlaser-Technologie wieder fit. Nicht nur, dass sie nun auf dem neusten Stand ist; sie schneidet jetzt auch zu geringeren Kosten bei noch höherer Produktivität als zuvor.
Was macht man wenn bei vollen Auftragsbüchern, die Portallaserschneidanlage nach zwanzig Jahren und unzähligen Metern Blech ausfällt? Richtig, eine schnelle Lösung finden. Siegfried Uhle, Geschäftsführer bei Thyrolf & Uhle: „Wir brauchten eine wirtschaftliche und vor allem schnelle Lösung. Dazu zählte für uns, dass wir sowohl die Laufbahn als auch die Wechseltischeinheit der alten Anlage weiterverwenden können. Daher wandten wir uns an unseren bewährten und zuverlässigen Lieferanten Messer Cutting Systems – die sofort mit einer idealen Lösung aufwarten konnten!“
Als Schneidmaschine kam schon aufgrund der Größe der zu integrierenden Laufbahn die Messer MultiTherm in Frage. Diese vielseitige Anlage lässt sich mit den unterschiedlichsten Ausrüstungsoptionen bestücken. Für die Dessauer sollte es wie zuvor eine Lasereinheit sein. Thomas Dünzkofer, Produktmanager Laser bei Messer: „In Dessau wird im Drei-Schicht-Betrieb unter anderem Dünnblech von 0,5 bis 10 Millimetern verarbeitet, zum Beispiel für Windkraftanlagen – das ideale Einsatzgebiet für unseren neuen Faserlaser. Daher boten wir Thyrolf & Uhle an, die MultiTherm damit auszustatten.“
Denn mit dem 1,2 kW Resonator und der Glasfaser-Strahlführung verfügt der eingesetzte Faserlaser über eine innovative und gleichzeitig leistungsfähige Laserstrahltechnik: Ein Faserlaser hat durch den speziellen Aufbau im Vergleich zu einem CO2-Laser einen geringen Energieverbrauch. Die Schneidleistung von 1.200 Watt ist beispielsweise mit der eines 2.000-Watt-CO2-Lasers vergleichbar, da die kürzere Wellenlänge des Faserlasers besser in das Material einkoppelt. Zusätzlich liegt der Gesamtwirkungsgrad des Faserlasers bei 30 Prozent und ist damit dreimal so hoch wie bei vergleichbaren CO2-basierten Lasern.
Siegfried Uhle: „Bei unserer alten CO2-Laseranlage mussten wir durch die Konstruktion mit Umlenkspiegeln oft die Optiken nachjustieren und hatten mit verschiedenen Gasen zu hantieren. Dagegen hat der Faserlaser einen äußerst geringen Justage- und Wartungsaufwand – was für uns ein Riesenvorteil ist.“ Faserlaser arbeiten mit durchgängigen Glasfasern ohne Umlenkspiegel und Gasspülungen. Darüber hinaus gibt es im Laserresonator selbst keine bewegten Teile. „Messer Cutting Systems bestätigte uns, dass die Standzeit der Emitterdioden 50.000 Stunden beträgt. Demnach könnte die Anlage bei uns im Drei-Schicht-Betrieb mehr als zwölf Jahre wartungsfrei laufen. Nur alle 2 bis 3 Monate das Kühlmittel tauschen, fertig.“
Beim Bedienerkomfort konnte sich Thyrolf & Uhle ebenfalls steigern: Die neue Anlage ist über die Steuerung „Global Control“ per TouchScreen und Kamera intuitiv zu bedienen. Die Menüs zeigen beispielsweise nur die jeweils notwendigen Parameter des laufenden Prozesses an. Der Bediener wird automatisch durch die Menüs zur Vorbereitung der Schneidprozesse geführt. Dabei kann der Anwender jegliche Einstellungen und Parameter auf dem Bildschirm antippen und sofort ändern. Diese logisch aufgebaute und nachvollziehbare Technologie reduziert Einarbeitungszeit und Bedienfehler auf ein Minimum. Die wesentlichen Funktionen beherrscht der Bediener meist schon nach einem halben Tag.
Siegfried Uhle: „Für uns war der Messer-Faserlaser die passende Lösung, unsere Schneidmaschine auf den neusten Stand der Technik zu bringen. Dank der sensationell geringen Wartungsintervalle, der höheren Schnittgeschwindigkeit und optimaler Qualität sparen wir auch auf lange Sicht Kosten.“