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Effizient zu kleinsten Biegeradien

Ein kleiner Biegeradius lässt sich besser herstellen als ein großer. Verkehrte Welt? Lösungsanbieter Transfluid geht bei der Entwicklung einer neuen Rohrbiegetechnologie über die Möglichkeiten konventioneller Verfahren hinaus, die bei größeren Rohrdurchmessern in der Regel nur selten Biegeradien kleiner als 1xD umsetzten können. Transfluid hat jetzt ein effizientes Verfahren mit einem anspruchsvollen Biegeradius für Edelstahlrohre von 0,8 x D entwickelt. Premiere ist auf der EMO in Hannover.

Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitig hochwertigen Ergebnissen ist in der Rohrbearbeitung ein erfolgsentscheidender Faktor. Fehlanzeige beim Biegestandard, denn bei konventionellen Biegeverfahren werden für Einzelbögen Überlängen zum Spannen von Rohren benötigt, die nach dem Biegevorgang abgeschnitten werden müssen. Ein überflüssiger Materialverlust, für den ein Transfluid-Kunde eine effiziente Lösung ohne Nachbeschnitt suchte. Die Herausforderung war, eine Rohrbiegemaschine für Einzelbögen aus Edelstahl mit 70 x 2 mm zu entwickeln. Darüber hinaus waren ein Biegeradius mit 0,8 x D auf der Mitte, das Vermeiden einer Ovalisierung im Bogenauslauf und eine Wandstärkenschwächung von unter drei Prozent gewünscht.

Mit konventionellen Verfahren nicht zu schaffen

„Mit konventionellen Verfahren lassen sich solche Anforderungen nicht realisieren. Insbesondere bei diesen Edelstahlrohren. Unsere Lösung ist ein Verfahren, bei dem die Bögen nicht nach dem Zieh-/Drehbiegeverfahren gestellt, sondern geschoben werden", erläutert Gerd Nöker, Geschäftsführer von Transfluid, die Neuentwicklung. Mit ihrer Biegemaschine stellen die Spezialisten aus Südwestfalen eine Wandstärkenschwächung von 0 Prozent sicher. Das bietet gleichzeitig den Vorteil einer zusätzlichen Materialersparnis. Auch eine Ovalisierung im Bogenauslauf wird mit dem Transfluid-Biegeverfahren vermieden. „Eine Nachbearbeitung der Bauteile entfällt vollständig. Sie können unmittelbar nach der Herstellung in weitere Prozesse eingeschleust werden, beispielsweise in die Endenbearbeitung. Wenn gewünscht, können Folgeschritte für die weitere Rohrbearbeitung sogar in der gleichen Anlage umgesetzt werden", betont Nöker die wirtschaftliche Effizienz der Transfluid-Technologie.

Biegewinkel von 10 bis 180° möglich

Biegewinkel zwischen 10° und 180° sind werkzeuggebunden möglich. Werden entsprechende Zuschnittslängen in den Prozess eingeschleust, ist selbst bei Rohrgrößen wie beim vorliegenden Beispiel eine von 3,5 Sekunden Taktzeit möglich.

„Was wir am besten können, ist eine Idee über den Standard hinaus zu verwirklichen. Deshalb haben wir nicht nur eine Lösung mit einem eindrucksvollen Biegeradius möglich gemacht, sondern einen äußerst wirtschaftlichen Gesamtprozess gestaltet. Betrachtet man den reinen Maschineninvest, so liegt dieser deutlich unter dem Invest für eine CNC-Rohrbiegemaschine mit Mehrfachwerkzeugen, die für gewöhnlich bei solch anspruchsvollen Rohrbearbeitungen eingesetzt wird", fasst Gerd Nöker abschließend zusammen.

Besucher der EMO Hannover können die Lösungen des Global Players in Halle 14, an Stand B 45 erleben. Transfluid präsentiert hier für vielseitige Anforderungen die Lösung für Rohre.

www.transfluid.de



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