Schäfer Lochbleche mit Sitz in Neunkirchen/Siegerland hat sich in den letzten Jahren zunehmend als Spezialist für Fassadenverkleidungen aus Blech etabliert. Architekten, die ungewöhnliche Fassadendesigns umsetzen möchten, schätzen Schäfer Lochbleche als innovativen Partner für die Verwirklichung ihrer Visionen. Bereits vor 15 Jahren hatte das Lochblech eine große Karriere in der Architektur. Inzwischen scheint der Trend wiederum vom Streckgitter zurück in Richtung Lochblech zu gehen. „Wir profitieren natürlich von dieser Entwicklung", so Manfred Seidel, Geschäftsbereichsleiter von Schäfer Lochbleche. „Ich denke, dass die Rückkehr zum Lochblech im Innenausbau und in der Fassadenverkleidung der Beständigkeit und der Vielfältigkeit Rechnung trägt, die man mit Lochblechen erzielen kann. Dass wir in enger Abstimmung mit den Kunden auch neue Werkzeuge entwickeln, um sehr individuelle Gestaltungen liefern zu können, macht uns gerade für anspruchsvolle Architekten interessant, die ihrem Projekt einen ganz eigenen Stempel aufprägen wollen." Zwei aktuelle Beispiele veranschaulichen die Kompetenz von Schäfer Lochbleche bei der Umsetzung ausgefallener Gestaltungsvorgaben. Ein ‚märchenhafter‘ Blickfang im wahrsten Sinne des Wortes ist etwa das neue Parkhaus in der niederländischen Stadt Almere. Den im Juni 2010 fertig gestellten Neubau, der 14.500 m² Parkfläche für 413 Autos bietet, schmückt eine Fassade aus Edelstahltafeln mit fantasievollen Motiven, die charakteristisch sind für die Provinz Flevoland. Die voestalpine Polynorm BV im niederländischen Bunschoten stellte die Fassadenelemente aus Schäfer-Lochblechen her. Das Motiv, das aufgrund des künstlerischen Entwurfs auf die Lochbleche aufgebracht werden musste, ist sehr kleinteilig. Um die dafür nötige mechanische Umformung ohne Beschädigungen zu überstehen, mussten die Bleche mit einem speziellen Lochbild perforiert werden. Nach Versuchen mit unterschiedlichen Lochbildern konstruierte und fertigte Schäfer schließlich ein neues Werkzeug speziell für dieses Projekt. Die Firma voestalpine Polynorm, die auf die Herstellung von Fassadenelementen im 3-D-Stil spezialisiert ist, realisierte die Aufbringung der Elemente innerhalb der neugegründeten Abteilung ‚3-D-Cladding‘. Ein Zwerg, eine Windmühle, Vögel und ein Vogelkäfig zierten schließlich die Edelstahlplatten. Das Architektenbüro Mei Architecten en Stedenbouwers verweist in seinen Planungsberichten darauf, viele Experimente im Hinblick auf innovatives Material und eine neuartige Konstruktion durchgeführt zu haben. Ziel der Perforation sei es, die natürliche Luftzirkulation im Parkhaus zu erhalten und eine offene Atmosphäre, vor allem nachts, zu schaffen. Manfred Seidel resümiert: „Von der Erfahrung, die wir bei diesem Projekt gesammelt haben, werden unsere Kunden auch zukünftig im Architekturbereich profitieren. Große Architekturprojekte bleiben wichtig, in wirtschaftlicher Hinsicht und als Schrittmacher für technologische Innovationen." Dass die Erfahrungen mit neuartigen Designs auf Edelstahlblechen auch bei Projekten mit anderen Materialien von Nutzen sind, hat Schäfer Lochbleche inzwischen bereits mit dem Gewerbehaus GGA West in Zürich-Altstetten unter Beweis gestellt. Transluzente Hochhausfassade aus Lochblech Der Architekt André Treina von der Unger & Treina AG Zürich hat mit dem Gewerbehaus GGA West eine der ersten transluzenten Hochhausfassaden aus Lochblech in der Schweiz realisiert. Für die Fassadenerneuerung des in den 70er-Jahren erbauten Hochhauses lieferte Schäfer Lochbleche über 7.500 m2 vom Coil gelochte Bleche in einer Aluminium-Sondergüte, die nachträglich farbig eloxiert wurde. Um die Vorstellungen des Architekten vom Erscheinungsbild der transluzenten Fassade umzusetzen, waren besondere technische Anforderungen zu erfüllen. Das komplette Projekt wurde von der Planungsphase bis zur Fertigstellung im März 2011 von TECmetall begleitet, der Schweizer Gebietsvertretung von Schäfer Lochbleche. Dadurch konnten die Bleche trotz der erforderlichen Sonderlochung effizient und kostenbewusst vom Coil gefertigt werden. Nach Vorgabe der Unger & Treina AG und in enger Zusammenarbeit mit dem Fassadenbauspezialisten Gebr. F. & B. Meyer AG Neudorf entwickelte Schäfer Lochbleche eine Langlochung, deren Einteilung genau auf den Raster der Trapezbleche abgestimmt wurde und einen Transparenzgrad von Das Gewerbehaus GGA West bietet derzeit 18 Betrieben mit 234 Mitarbeitern auf einer Fläche von 11.795 m2 Platz. Der Standort Zürich West gewinnt rasant an Bedeutung in der gesamten Stadtentwicklung Zürichs. Gerade deshalb war es wichtig, dass GGA West mit der Entwicklung Schritt hält und den eigenen Standort aufwertet.
50 Prozent erreicht. Der bei Lochblechen üblicherweise erforderliche geschlossene seitliche Rand wurde nach erfolgreichen Versuchen beim gesamten Auftrag weggelassen. Somit konnte gewährleistet werden, dass die Stoßübergänge der transluzenten Hülle kaum wahrgenommen werden und die ganze Fassade ein homogenes Bild bietet. Auch mit dieser Lösung hat Schäfer Lochbleche in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern neue technische Wege beschritten.