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Beutler setzt auf Speed

von Günter Kögel ‚Speed’ lautete das Veranstaltungsmotto der Hausmesse von Beutler Nova, die aus gutem Grund ganz im Zeichen des Rennsports stand. Denn eine Rennwagen-Präsentation und der Aufbau einer echten Boxenstraße dienten als Rahmen für die Premiere des schnellsten Beutler-Stanzautomaten aller Zeiten, der mit bis zu 300 Hüben pro Minute rund das Doppelte der bisherigen Systeme erreicht, und der im Markt insbesondere durch das herausragende Preis-/Leistungsverhältnis für Aufsehen sorgen dürfte.

Bislang war bei der Beutler Nova AG bei Hubzahlen von rund 150 pro Minute das Ende der Fahnenstange erreicht. Nachdem sich aber die Anfragen der Kunden nach einer 100 oder 150 Tonnen Maschine mit 200 oder 250 Hüben pro Minute häuften, entschlossen sich die Schweizer zum Handeln. Der Startschuss zum ersten Schnellläufer-Stanzautomaten der Firmengeschichte war gefallen. Und dank der Zugehörigkeit zum Schuler Konzern, von dem verschiedene Entwicklungskapazitäten genutzt wurden, konnte bei der Hausausstellung in Gettnau die erste Maschine unter Produktionsbedingungen vorgeführt werden. Bei der Ausrichtung der Entwicklung und Definition des Pflichtenheftes setzten Geschäftsführer Hans Schärli und seine 30 Weggefährten aus Gettnau voll auf die bewährten Stärken des Unternehmens. Dazu Hans Schärli: „Wir sind mit der neuen Maschine weder die Schnellsten, noch die Besten. Aber wir haben eine Maschine, die auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten ist, und können – vor allem, wenn sich der Kunde auf die Standard-Konfiguration einlässt – ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis bieten. Wenn der Standard passt, macht der Kunde ein echtes Schnäppchen, denn die Schnellläufer-Maschine kostet nicht viel mehr als eine normale Sirius-Presse. Wenn es der Kunde will und er den zusätzlichen Aufwand bezahlt, können wir aber auch verschiedenste Optionen realisieren.“ Im Wesentlichen unterscheidet sich der auf der bestehenden Konstruktion aufbauende Schnellläufer-Stanzautomat von den bisherigen Pressen durch die Anordnung der Antriebswellen (statt zwei Querwellen kommt hier eine Längswelle zum Einsatz) und durch die Verwendung von Rollenumlaufeinheiten statt der Gleitführungen zur Stößelführung. Die vorgespannten, spielfreien Rollenumlaufeinheiten für die Stößelführung erlauben nicht nur hohe Hubzahlen, sie sorgen auch für die nötige Präzision. Damit ist der Schnellläufer-Stanzautomat bestens gerüstet für kleine und mittelgroße Bauteile mit geringem Schnittspalt wie Folgeverbundteile, Scharniere, Verbindungsteile, Teile für Elektromotoren oder Lamellen. „Immer wenn es auf Kundenseite ‚Need for Speed’ heißt, sind wir da. Gerade für flache, kleine und mittelgroße Bauteile mit geringem Umformgrad ist diese Lösung ideal“, so Benedikt Schenker, Technischer Leiter von Beutler Nova. „Hinzu kommt, dass die Anlagen schon in der Grundausstattung über eine automatische Hub- und Stößelverstellung verfügen; die Vorschubdaten lassen sich in der einfach zu bedienenden Steuerung speichern. Zusammen bedeutet das für den Anwender, dass er mit sehr kurzen Umrüstzeiten rechnen kann und eine hohe Flexibilität in der Produktion möglich ist“, ergänzt Benedikt Schenker. Ganz unterschiedliche Bauteile können so hintereinander in kurzer Abfolge produziert werden. Auf der gut besuchten Hausmesse bestätigte sich, was sich schon bei ersten Gesprächen vor der offiziellen Premiere angekündigt hatte. Hans Schärli: „Die Resonanz auf die neue Presse ist überaus positiv. Die Maschine kommt sehr gut an und die Kunden, die sich mit Schnellläufer-Stanzautomaten auskennen, stellen uns ein sehr gutes Zeugnis aus – insbesondere für den auffallend ruhigen Lauf der Maschine.“ Für den Schuler Konzern, zu dem die Beutler Nova AG gehört, ist die Neuvorstellung eine wichtige, strategische Erweiterung. Denn so mancher treue Pressen-Kunde musste seine Schnellläufer-Stanzautomaten bisher zwangsläufig bei einem anderen Hersteller beziehen. Diesen Firmen kann jetzt mit Produkten aus dem eigenen Konzern geholfen werden. Zudem spricht ja auch nichts dagegen, ganz neue Kundengruppen anzugehen. Aber auch Beutler Nova profitiert von der Zugehörigkeit zum Konzernverbund. Hans Schärli: „Wir sind mit der Beutler Nova AG zwar ein eigenständiges, sehr flexibles Unternehmen, haben mit Schuler aber einen großen Konzern im Hintergrund. Dadurch können wir mit kleinen Mittelständern genauso auf Augenhöhe sprechen wie mit internationalen Konzernen. Zudem können wir durch Schuler auf eine sehr breit aufgestellte, etablierte Vertriebsmannschaft zurückgreifen und weltweit perfekten Service bieten.“ Hergestellt werden die Schnellläufer-Stanzautomaten mit sechs verschiedenen Presskräften, wobei jeweils zwei Modelle über die gleichen Tischabmessungen verfügen. Die Pressen mit 63 und 80 Tonnen haben eine Aufspannplatte mit 1.000 x 700 mm und erreichen bis zu 300 Hübe pro Minute. Bei den 100 und 125 Tonnen Pressen, die maximal 280 Hübe pro Minute schaffen, ist der Tisch 1.300 x 800 mm groß. Und die beiden größten Modelle mit Aufspannplatten von 1.600 x 1.000 mm bringen es auf 160 und 200 Tonnen bei bis zu 260 Hüben pro Minute. Bei allen Pressen sorgt ein Planetengetriebe auch bei niedrigen Drehzahlen für ein hohes Arbeitsvermögen. W

www.schulergroup.com

www.beutler-nova.ch

EuroBLECH Halle 27, Stand D24



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