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Boxenstopp für Kreissägen

Während ein ‚Boxenstopp’ – der Wechsel der Sägeblätter – bei branchenüblichen großen Kreissägen manuell durchgeführt wird, läuft der Tausch der Sägeblatter bei der neuen Tube Cut-off Maschine MC3 von Linsinger komplett automatisiert ab. Die Vorteile für den Kunden liegen klar auf der Hand: Produktivität und Arbeits­sicherheit steigen, dazu kommen Arbeitserleichterung und Fehlerreduktion.

Linsinger präsentierte die Tube Cut-off Machine MC3 zum ersten Mal auf der Tube Düsseldorf einem begeisterten Fachpublikum. Die hochgesteckten Ziele, Rohre und auch Profile schnell und kostengünstig in vollautomatischen Fertigungslinien zu trennen, realisierte Linsinger mit dem Ersetzen des üblichen großen Sägeblattes durch drei kleine Kreissägen. Diese sind auf einer radial drehbaren Scheibe angeordnet und dabei immer gleichzeitig im Eingriff. Der Effekt: Wesentlich kürzere Schnittzeiten und enorme Kosteneinsparungen, die sich auch in Zahlen fassen lassen. Denn es können durch die nur etwa 3 mm schmalen Schnittbreiten der drei Sägeblätter im Laufe einer Maschinenlebensdauer rund 50 km Rohr eingespart werden, da eine große Säge mit 10 mm Schnittbreite weit mehr Schrott produziert. Aber auch das Werkzeug selbst hilft, die Kosten niedrig zu halten. Denn alles in allem kostet ein Schnitt der MC3 nicht mehr als 44 Cent – und damit ganze 69 Cent weniger als der Schnitt einer Säge mit einem großen Sägeblatt. Durch diese Einsparungen amortisiert sich die Basismaschine schon innerhalb von drei Jahren. Nicht genug für Linsinger, um der Firmenphilosophie ‚Always on top’ gerecht zu werden, und so setzte das Linsinger Forschungs- und Entwicklungsteam noch eines drauf und entwickelte ein zusätzliches Feature: einen komplett vollautomatischen Werkzeugwechsel mittels Roboter. Dazu wurde der Roboter, der konzipiert für die Entnahme der Sägeabschnitte und für die Entnahme sowie Aussortierung von Proberringen ursprünglich war, multifunktionell umprogrammiert. Jetzt können damit auch alle drei Sägeblätter innerhalb von nur 90 Sekunden gewechselt werden. Vergleichbar mit einem Boxenstop beim Motorsport – je kürzer in der Box, desto schneller am Ziel. Das Ergebnis ist eine schier unglaubliche Zeitersparnis im Vergleich zu einem manuellen Sägeblattwechsel bei einer großen Säge: Im 3-Schicht Betrieb bei einem Life Cycle von 20 Jahren spart der Betreiber nach Berechnungen von Linsinger ein volles Jahr ein. Neben dieser gewaltigen Erhöhung der Kapazität wirkt sich die maximierte Automatisierung auch positiv auf die Vermeidung möglicher Fehlerquellen aus. Denn der Werkzeugwechsel erfolgt gänzlich ohne Bediener und wird selbstständig durchgeführt, sobald eine vorgegebene Schnittanzahl der Sägeblätter erreicht ist. Jeder Vorgang wird dabei lückenlos dokumentiert. Linsingers Ideologie eines automatischen Produktionsablaufes hilft damit den Betreibern, die Personalkosten nachhaltig zu reduzieren. Und so sind die Österreicher, die damit der Konkurrenz wieder einmal getreu der Firmenphilosophie „eine Schnittlänge voraus“ sind, fest überzeugt: Wer diesen Innovationsschub verpasst, verliert im Kampf um die Pole Position bei der Produktion von Rohren. W

www.linsinger.com

EuroBLECH Halle 11, Stand F16



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