Blech-/ Profil-/ Rohr-Bearbeitung




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30 Jahre Produktionsoptimierung

Seit seiner Gründung im November 1979 hat sich Alma im speziellen Segment der Software zur Steuerung von Schneid- und Blechbearbeitungsmaschinen zügig weiterentwickelt. Heute ist das Unternehmen zu einem der führenden Hersteller von CAD/CAM-Software geworden, der in zahlreichen Ländern präsent und Marktführer in Frankreich für CAD/CAM-Software in der Blechbearbeitung ist. Das Jubiläum ist eine gute Gelegenheit für einen Blick zurück, einen nach vorn und einen auf die Philosophien von Alma.

Im deutschsprachigen Raum vertreibt Alma seine gesamte CAD/CAM-Softwarereihe mit Schwerpunkt auf Anwendungen für Schneiden mittels Konturverfolgung und für Roboterschweißen. Viele Kunden sind mit gemischten Konfigurationen ausgerüstet, die 2D- und 3D-Datenformate umfassen. Ein Spezialgebiet der deutschen Tochtergesellschaft Alma GmbH in Blaubeuren sind große integrierte Projekte, die spezifische Anpassungen und einen hohen Automatisierungsgrad erfordern. Die Alma-Software ist insbesondere bei den Herstellern von Transportmitteln und deren Subunternehmern verbreitet. In einigen Industriezweigen ist sie zum unumgänglichen Maßstab geworden – insbesondere im Schiffbau, wo Alma fast alle Werften ausstattet.

Dank der wissenschaftlichen Unternehmenskultur, des technischen Know-how und der engen Zusammenarbeit mit dem Maschinenbau entwickelt Alma innovative Lösungen zur maximalen Nutzung der Maschinenkapazität, geleitet von den technologischen Entwicklungen im Bereich der Blechbearbeitung und der Informatik.

Alma hat bei seiner Software für das Schachteln und für die Programmierung von Schneidmaschinen mit NC-Steuerung neu entwickelte Schneidtechnologien stets unmittelbar begleitet: Wasserstrahlschneiden bereits 1987, Schneiden von evolutiven Schrägkanten und Steuerung von Sondermaschinen im Schiffbau (ein Sektor, in dem Alma unbestrittener Marktführer in Europa ist), Markieren von Teilen mit verschiedenen Verfahren (Tintenstrahl etc.), kombinierte Technologien (Stanzen mit Plasmaschneiden, Laserschneiden oder Scheren) und in jüngerer Vergangenheit 3D-Schneiden und Rohrschneiden.

Alma hat sich jedoch nicht damit begnügt, die technologische Entwicklung der Maschinen zu verfolgen. Das Unternehmen hat darüber hinaus innovative Lösungen zur maximalen Nutzung der Maschinenkapazität und sogar deren Vergrößerung entwickelt und erfolgreich umgesetzt.

Aufgrund der wachsenden Komplexität der Maschinen in der Blechbearbeitung mit kombinierten Bearbeitungen, komplexen Bewegungen und weit reichender Automatisierung muss das Softwarehaus eng mit dem Maschinenbau zusammenarbeiten und stets sehr schnell reagieren, damit diese technischen Elemente in seinen Produkten mitbedacht werden können. So ist Alma ständig damit befasst, die Besonderheiten aller Technologien in den Bereichen Blechbearbeitung, Schneiden und Roboterschweißen in die Software einzuarbeiten.

Mit der Entwicklung in der Informationstechnologie konnte innerhalb von dreißig Jahren die Rechenkapazität von CAD/CAM-Software und damit die Effizienz der Algorithmen zur Optimierung – zum Beispiel zum automatischen Schachteln oder zur Berechnung von Werkzeugwegen – beträchtlich gesteigert werden. Dadurch konnte Alma immer komplexere und immer leistungsfähigere Algorithmen entwickeln und generell anwenden, was Verschnitt und Maschinenzykluszeit reduzierte.

Gleichzeitig ist bei der Unterstützung von CAM-Software in Mechanik und Blechbearbeitung das Betriebssystem Windows nach und nach an die Stelle der Mehrprozess-Betriebssysteme VMS oder Unix getreten. Vor zwanzig Jahren war Alma ein Hersteller von Anwendungen auf vielen Plattformen. 1999 hat sich das Unternehmen mit der Einführung seiner Software-Reihe act/cut endgültig für Windows entschieden. Dadurch wurde zwar auch eine Kostenreduzierung in Entwicklung und Support erreicht, aber es konnte vor allem Software entwickelt werden, die ergonomisch verbessert und bei der Eingabe der Parameter einfacher zu handhaben ist.

Die Kapazität der NC-Steuerungen hat lange Zeit die Möglichkeiten von CAM-Software eingeschränkt. Denn bei geringem Speicherplatz kann man nur kurze, also einfache Programme erstellen oder muss mit Unterprogrammen arbeiten. Aber durch die generelle Anwendung von PCs in den NC-Steuerungen kann der Nutzer heute ohne Einschränkung programmieren und sich dabei tatsächlich auf die Produktivitätsoptimierung seiner Maschinen konzentrieren. Ferner ist die Übertragung von Programmen durch Ethernet-Verbindungen zwischen den Programmier-PCs und den meisten Maschinen vereinfacht worden. Lochstreifen gehören längst der Vergangenheit an.

Mit den Technologien zur Modellierung von 3D-Simulationen konnte Software zur Offline-Programmierung für Roboterschweißen und 3D-Schneiden entwickelt werden. Alma nimmt mit der bereits 1994 eingeführten Software act/weld in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein und ist der einzige Hersteller von CAD/CAM-Software für die Blechbearbeitung, der alle Einsatzbereiche abdeckt und auch eine Lösung für das Programmieren von Robotern zum Lichtbogenschweißen, 3D-Schneiden, Entgraten und Polieren anbietet.

Aus der Entwicklung von Software zur Offline-Programmierung ergab sich eine neue Anforderung, nämlich das Kalibrieren von Roboterzellen und Teileprogrammen, damit die virtuellen Modelle des Roboters und des Werkstücks der Realität in der Produktion entsprechen. Da diese Funktionalität schwierig in der Handhabung ist, wird Software für Roboter überwiegend lediglich als Werkzeug zur Simulation eingesetzt – zum Beispiel, um die Installation einer Roboterzelle zu simulieren. Jedoch hat die Zuverlässigkeit der von Alma entwickelten Kalibrierungswerkzeuge und -methoden die Software zur Offline-Programmierung zu echten Programmierwerkzeugen gemacht, mit denen signifikante Produktivitätsgewinne durch maximalen Einsatz von Robotern erzielt werden.

Angesichts ihrer Komplexität könnte man manche Maschinen gar nicht ohne CAM-Software steuern. Dies trifft zum Beispiel auf die Maschinen für das Rohrschneiden des italienischen Herstellers Tube Tech Machinery zu (mit dem Alma eng zusammenarbeitet), dessen Maschinen mit bis zu zwanzig Achsen ausgestattet sind.

Nur einige Pioniere unter den Unternehmen hatten in den 1980er Jahren erkannt, dass sie mit einer CAM-Software für Blechbearbeitung Geld sparen könnten – durch Zeiteinsparung beim Programmieren, Materialeinsparung oder Verkürzung der Maschinenzykluszeit. Darunter die Werft Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire, die schon 1987 die jährliche Einsparung durch den Einsatz der Alma-Software für Schachteln auf umgerechnet 300.000 Euro veranschlagt hat. Heute werden dort alle Schneid- und Stanzmaschinen mit einer CAM-Software programmiert. Die Kostensenkungen, die im Laufe der Zeit mit der wachsenden Verbreitung der Software einhergingen, haben in großem Umfang zur Steigerung der Rentabilität dieser Software für die Industrie beigetragen.

Die Beschäftigung mit der Automatisierung seiner Software hatte bei Alma stets eine zentrale Bedeutung. Damit sollte Zeit beim Programmieren eingespart werden und gleichzeitig dem Nutzer die Möglichkeit gegeben werden, in besonderen Situationen selbst zu entscheiden. Ein Beispiel dafür ist die Einrichtung eines vollständig automatisierten Programmiersystems für Laserschneidmaschinen, die 1988 in der Abteilung Reisebusse von Renault Véhicules Industriels in Annonay erfolgte. Einige Jahre später haben im Bereich Stanzen/Nibbeln die Firmen HCF Frimair (heute: Lennox) und France Transfo der Gruppe Schneider ebenfalls von Installationen mit hohem Automatisierungsgrad profitiert.

Das Streben nach Produktivitätsgewinnen hat zusammen mit der Standardisierung von Tools die Integration von CAM-Software in die IT-Systeme der Industrie gefördert. Aufgrund der Entwicklung der Formate beim Datenaustausch, insbesondere bei den 3D-Geometriedaten, ist der Import von Geometrien aus einer CAM-Software beim 2D- oder 3D-Schneiden, beim Biegen/Blechabwicklung und bei der Offline-Programmierung von Schweißrobotern heute allgemein üblich. Und es ist unumgänglich geworden, die CAM-Software zur Vermeidung von mehrfacher Datenerfassung und Fehleingaben mit einem PPS- oder ERP-System zu verbinden und damit Produktivitätsgewinne zu erreichen.

Die offene Auslegung seiner CAM-Software ist für Alma wichtig, und das Unternehmen profitiert von seinen zahlreichen, mehr oder weniger komplexen PPS-ERP/CAM-Integrationen, die bei Kunden mit vielen verschiedenen Datenverwaltungssystemen im Einsatz stehen. Dadurch verfügt Alma über eine umfangreiche Erfahrung in diesem Feld.

Dem Innovationskurs wird Alma auch in Zukunft treu bleiben und als Entwickler und Anbieter von Software, die in einem hoch spezialisierten Sektor zum Einsatz kommt, in den kommenden Jahren seine Strategie weiterverfolgen, mit der das Unternehmen zu einem führenden Akteur auf seinem Markt geworden ist: Dazu will Alma Spezialist in der Produktionsoptimierung und in CAD/CAM-Software für Blechbearbeitung, Schneiden und Robotik bleiben und sich gleichzeitig in damit verbundenen technologischen Nischenbereichen weiterentwickeln, wie der Optimierung des Schneidens im Raum.

Zudem soll die Automatisierung der Software, besonders im Bereich der Robotertechnik, noch weiter vorangetrieben werden, um die Zeit für das Programmieren zu verkürzen oder sogar die Programmierung der Maschinen und der Roboter selbst vollständig zu automatisieren. Auch künftig will das Unternehmen als Anbieter in den beiden Sparten Softwarekomponenten und Anwender-Software auftreten und sehr umfangreiche Investitionen tätigen, um die Präsenz auf dem Markt von 3D-Lösungen (Programmierung von Robotern und 5-Achs-Maschinen) auszubauen, und gleichzeitig den Absatz von 2D-Software (Programmierung von Schneid- und Stanzmaschinen) steigern.

Ein wesentlichen Unternehmensziel ist es auch, die Entwicklung des Unterneh- mens im Ausland weiter vorantreiben und dabei das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen di-rekten und indirekten Vertriebskanälen zu wahren: Vertriebspartner, Exklusivvertreter, Tochtergesellschaften für Vertrieb und Support und Hersteller als Integratoren von Alma-Produkten (OEM).

www.almacam.de

Halle 1, Stand 1505



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