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Uralt-CNC-Stanzmaschine noch immer im Einsatz

Investition in solide Technik hat sich schon immer mit besonderer Zuverlässigkeit ausgezahlt. Dies bestätigt auch Schlossermeister Ernst Liebing, der in seinem kleinen Metallbaubetrieb noch heute eine CNC Baujahr 1970 im Einsatz hat. Sie steuert eine ebenso alte Stanzmaschine von Trumpf noch immer nahezu fehlerfrei – mit selbst gedruckten Lochstreifen.

Ernst Liebing leitet gemeinsam mit seinem Sohn Andreas und seiner Tochter Christine Liebing einen kleinen Metallbaubetrieb mit sechs Mitarbeitern im mittelfränkischen Dentlein am Forst und baut noch heute auf eine Sinumerik-gesteuerte Trumatic TC20a Jahrgang 1970. Der Schlossermeister erinnert sich: „Ich habe damals – im Jahr 1990 – rund 70.000 DM für diese gebrauchte Maschine hingelegt und war nicht sicher, ob ich sie richtig auslasten kann. Dank einiger größerer Aufträge hat das aber geklappt und sich in ein paar Jahren amortisiert." Auch heute sind die Auftragsbücher des Metallbauers voll und die TC20a kommt noch durchschnittlich einmal pro Woche zum Einsatz.

Bis zu 10 mm dickes Stahlblech oder 5 mm dickes Edelstahlblech lassen sich damit stanzen. Die Programmierung übernimmt Tochter Christine. Die Metallbaumeisterin ist seit 1996 im Betrieb und kennt Maschine sowie Steuerung bestens. An einem externen Computer schreibt sie die Lochstreifenprogramme, druckt sie aus, legt sie in die Stanzmaschine ein und rüstet diese mit den notwendigen Werkzeugen auf.

Gibt es Unklarheiten mit der NC, wendet sich die junge Meisterin an den früher bei Siemens angestellten Servicetechniker Wolfgang Frieser, der im Jahr 1993 offiziell in Rente ging. Er kennt die Steuerung Sinumerik 381C aus dem Effeff und war an der Entwicklung der allerersten NC-Steuerung von Siemens beteiligt. „Maschine und Steuerung laufen ja fast immer problemlos, wenn aber doch mal ein Problem auftritt, sind wir sehr froh, dass uns Wolfgang Frieser weiterhilft."

Die Liebings kennen ihre Maschine und Steuerung gut und wissen daher auch um eine kleine „Achillesferse" der über 40 Jahre alten Sinumerik 381C: Kondensierende Luftfeuchtigkeit kann den Bauelementen zu schaffen machen. Nach dem Motto „Problem erkannt, Problem gebannt", haben die Dentleiner Metallbauer schon seit vielen Jahren einen kleinen Heizlüfter im Steuerungsgehäuse eingebaut. Ernst Liebing erläutert: „So bleibt die Steuerung trocken und wir können stets reibungslos arbeiten."

Die Nibbel- und Stanzmaschine Trumatic TC20a wurde 1970 von Trumpf gebaut und mit einer der ersten bahngesteuerten NCs von Siemens automatisiert. Schon damals trug die Steuerung den Namen Sinumerik, genauer Sinumerik 381C. Sie zählt zu dem bekannten System 300, das auf diskreten elektronischen Bauelementen basiert, also auf einzelnen Transistoren, und von Ingenieuren von Siemens speziell für Trumpf auf die Bearbeitungstechnologie Nibbeln und Stanzen angepasst wurde. Als Antriebe dienen elektrohydraulische Siemens-Schrittmotoren. W

www.siemens.de/drivetechnologies

www.trumpf.com



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