Die Behindertenwerkstätten in Cham fertigen die unterschiedlichsten Werkstücke, darunter auch komplexe Vorrichtungen. Dementsprechend vielfältig ist der Maschinenpark – von der Säge über die Stanzmaschine bis hin zum Schweißgerät. Wie steht es hier mit dem Arbeitsschutz? Das Beispiel einer Boschert Stanzmaschine mit Absicherung von Leuze zeigt, dass auch in Behindertenwerkstätten Sicherheit keine Kompromisse erfordern muss. Werkstätten für behinderte Menschen – kurz WfbM genannt – repräsentieren die Idee, Menschen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden, in einer speziellen Werkstatt aufzunehmen, sie zu fördern, einzugliedern und zu versorgen. Selbstverständlich müssen auch hier Maßnahmen zum Arbeitsschutz getroffen werden. Der Ausstattung der Werkstätten kommt eine besondere Bedeutung im Hinblick auf die Betriebsmittel und dem Arbeitsschutz zu, der natürlich gemäß den einschlägigen Normen und Richtlinien auszuführen ist. Auch die Behindertenwerkstätten Oberpfalz Betreuungs-GmbH in Cham unterliegt diesen Bestimmungen. Marktwirtschaftlich orientiert ist das Unternehmen über die Jahre ständig gewachsen. Erkennbar ist das an der erst im Jahr 2009 neu errichteten Fertigungshalle sowie an einer weiteren 600 m2 großen Lagerhalle. Insgesamt verfügen die WfbM in Cham nun über 1.800 m2 Produktionsfläche und 2.100 m2 Lagerfläche. Ferner sind im Warenausgang 19 Lean-Lifte im Einsatz. Das Wachstum betrifft auch den Maschinenpark, der sich durch eine immense Vielfalt auszeichnet und vor kurzem durch eine Stanzmaschine der Boschert GmbH bereichert wurde. Die in den WfbM in Cham installierte Boschert Maschine vom Typ Compact Rotation Index bietet CNC-Stanztechnik zum günstigen Preis. Dabei überzeugt die Maschine die Kunden durch ihre Vielseitigkeit. Zum Beispiel können mittels anwenderfreundlicher Software-Funktionen wie Drehen, Wenden, Nachsetzen und dergleichen auch größere Werkstücke problemlos gefertigt werden. Eine stufenlose Drehung aller Werkzeuge bis zum Durchmesser 105 mm ist möglich. Die Gefahrenpotenziale bei einer solchen Maschine liegen im sich bewegenden Werkstück, dem Blech, sowie gegebenenfalls in der Zuführung, im Werkzeug sowie im Wechsler. Die klassische und etablierte Sicherheitslösung für diese Maschinenart ist die Zugangssicherung mit Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken – entweder rundum oder mehrseitig, wie in Cham. Eingesetzt werden die neuen Typ 4 Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschanken der Baureihe MLD 500. Der Sensorhersteller Leuze electronic hat die MLD Sensoren seit Anfang 2010 im Programm. Hier stellen mehrseitige Zugangssicherungen beziehungsweise Rundumabsicherungen mit Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken aufgrund des Kosten-Nutzen-Aspekts den Stand der Technik dar. Josef Lankes, in den WfbM in Cham zuständig für den Betriebsmittelbau, dazu: „Bei uns wird großer Wert auf die Sicherheit gelegt. Deshalb passieren hier mit unserem Personal sogar weniger Unfälle als im Otto-Normal-Betrieb." Gestiegene Anforderungen erfüllt Freistehende optoelektronische Schutzeinrichtungen wie hier in Cham unterliegen besonderen Anforderungen hinsichtlich der Montage, Stabilität und Justagequalität. Die UDC Befestigungssäulen zusammen mit den UMC Umlenkspiegelsäulen von Leuze electronic ermöglichen die stabile Montage der MLD Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken freistehend am Boden. Fest im Boden verankert schützen die Säulen die Sensoren durch ihre robuste Ausführung zuverlässig vor Beschädigung. Eine exakte vertikale und axiale Ausrichtung der Geräte ist leicht möglich. Federelemente im Fuß der Gerätesäulen sorgen für eine selbsttätige Rückstellung nach mechanischen Stößen. Die Befestigung der MLD Sensoren in den UDC Gerätesäulen erfolgt einfach mittels Klemmhalterungen. Bei der Einrichtung unterstützt der MLD Sensor den Errichter durch Leuchtdioden und eine gut ablesbare 7-Segment-Anzeige. Das erleichtert ihm das Überprüfen der ordnungsgemäßen Funktion und gegebenenfalls das Auffinden von Fehlern. Anhand der Meldungen der 7-Segment-Anzeige kann er die Ursache für das Sensorverhalten unmittelbar feststellen und direkt Gegenmaßnahmen einleiten, beispielsweise: Frontscheibe reinigen, Verdrahtung überprüfen, Betriebsart korrigieren und dergleichen. Für Josef Lankes hat das Thema Arbeitssicherheit oberste Priorität – bei allen Abwägungen hinsichtlich hoher Produktivität. Mit Leuze electronic kann er sicher sein, dass sich eines aus dem anderen ergibt und keinen Widerspruch darstellen muss. Er ist überzeugt, dass das sicherheitstechnische Gesamtkonzept an den Anlagen perfekt stimmt und fasst zusammen: „Mit den Lichtschranken von Leuze ist unsere Stanzmaschine, die vor allem für Kleinserien bei der Schilderproduktion zum Einsatz kommt, optimal abgesichert." W