Für Bohrungen und Durchzüge in Aluminium- und Stahlprofilen setzt die Emmegi Deutschland GmbH,
Hersteller von Profilbearbeitungsanlagen aus Aichelberg, unter anderem auf das Fließlochverfahren.
Mit dem bewährten Verfahren lassen sich einfach und schnell Buchsen oder Durchzüge spanlos in
dünnwandige metallische Werkstoffe bis zu einer Wandstärke von 5 mm einzubringen. Mit dem Fließlochverfahren ist es möglich, Buchsen oder Durchzüge spanlos in dünnwandige metallische Werkstoffe bis zu einer Wandstärke von 5 mm einzubringen. Dazu Thomas Bok, Geschäftsführer der Emmegi Deutschland GmbH: „Wir setzen das Centerdrill-Fließlochverfahren bei unserer Baureihe ‚Phantomatic T3 Star‘ für die Fensterfertigung sowie für Industrieanwendungen sowohl in Aluminium als auch in Stahl ein. So lassen sich Buchsen und Durchzüge bis zu 5 mm erreichen, was oft wesentlich für die hohe Qualität und lange Haltbarkeit der Kundenprodukte ist." Das Fließlochformen kombiniert Axialkraft und relativ hohe Drehzahl, wobei durch Reibung lokale Wärme entsteht. Zusammen mit der Flächenpressung plastifiziert die Reibungswärme das Aluminium oder den Stahl in Sekundenschnelle. Rainer Brunow von Centerdrill, zeigt wesentliche Vorteile des Verfahrens auf: „Die mit dem Fließlochverfahren hergestellten Gewindedurchzüge sind hochbelastbar, was Festigkeitsuntersuchungen belegen. Probleme, wie sie beispielsweise bei anderen Verfahren durch undichte Verschweißungen oder Spannungsrisse im Bereich der Schweißnaht entstehen können, werden so erfolgreich vermieden." Fließloch-Verfahren – inzwischen bewährter Standard Die Phantomatic T3 Star von Emmegi – ein Bearbeitungszentrum mit vier CNC-gesteuerten Achsen – ist prädestiniert für den Einsatz der Fließlochformer. Thomas Bok: „Das Profil kann stufenlos um die eigene Achse gedreht werden, was eine Bearbeitung von -90°/0°/+90° in jeder Stellung möglich macht, ohne dass ein Winkelkopf nötig wird. Somit steht der gesamte Bereich zur Bearbeitung zur Verfügung. Manuelles Drehen der Profile durch den Bediener ist damit überflüssig." Das gewährleistet maximale Präzision und Geschwindigkeit bei der Positionierung. Dazu trägt ebenfalls der Tellerwechsler bei, dessen Magazin mit bis zu acht Werkzeugaufnahmen den schnellen Wechsel zwischen Fließloch- oder Gewindeformer und jedem anderen Werkzeug ermöglicht. Emmegi setzt neben dem Fließlochformer das ‚centertap’ genannte Werkzeug zum Gewindeformen ein. Dazu Rainer Brunow: „Mit ‚centertap‘ haben wir die Vorteile des Fließlochformens konsequent weitergeführt: Durch die Materialverdichtung an den Gewindeflanken sind die Auszugskräfte der geformten Gewinde somit deutlich größer als beim geschnittenen Gewinde und es entstehen weniger Grate und Riefen. Zudem können bis zu fünffach höhere Schnittgeschwindigkeiten als beim Gewindeschneiden gefahren werden." Für viele Emmegi-Kunden ist das Fließloch-Verfahren zum bewährten Standard geworden. Nicht zuletzt, weil es sich einfach in den Maschinen-Workflow integriert. Von Emmegi auf den jeweiligen Fertigungsschritt abgestimmte Software sowie der übersichtliche 15"-Touchscreen-Monitor machen das Bearbeitungszentrum auch zum Fließlochformen einfach und intuitiv bedienbar. Thomas Bok: „Das Fließlochformen ermöglicht kürzere Bearbeitungszyklen sowie höhere Prozesssicherheit und unterm Strich profitieren unsere Kunden von einer wirtschaftlicheren Produktion." W