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Hochregallager ohne Schweißnähte

Die Verbindungstechnologie Tox-Rund-Punkt funktioniert so gut und zuverlässig, dass der Hochregal-Hersteller Dexion seine neue Produktlinie mit den Schlagworten offeriert: Keine Schweißnähte, innovative Tox-Verbindung, komplett verzinkt, interessantes Preis-/Leistungsverhältnis. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer, dass sich die Tox-Werkzeuge durch eine sehr hohe Standfestigkeit auszeichnen und dass die Qualität der Tox-Verbindungen zwischen Balkenprofil und Einhängelasche per Tox-Überwachungssystem lückenlos und zerstörungsfrei erfasst und dokumentiert wird.

Auf der Suche nach Optimierungsmaßnahmen beim Lagerbau hat sich die Dexion GmbH, eine Tochter der norwegischen Constructor Group, schon früh mit alternativen Blechbearbeitungs- und vor allem auch Füge-Technologien befasst, um die Kosten bei der Herstellung – und hier besonders beim thermischen Fügen durch Schweißen – reduzieren sowie die Wettbewerbsfähigkeit in einem heftiger denn je umkämpften Markt verbessern zu können.

Die Konstrukteure von Dexion/Constructor gingen dabei unkonventionell und ohne Scheuklappen zu Werke, indem sie alle relevanten Füge- und Verbindungstechnologien auf den Prüfstand stellten und dabei auch Aspekte wie technische Eignung, technische Verfügbarkeit, Investitions- und Installationsaufwand, Prozessintegration, Betriebs- und Wartungskosten, Energieeffizienz und dergleichen mehr berücksichtigten. Dabei prüften sie auch alternative mechanische Füge- und Verbindungstechniken und stießen in diesem Zusammenhang auf die Tox-Rund-Punkt-Verbindungstechnik der Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG, Weingarten.

Bei der Tox-Rund-Punkt-Technologie handelt es sich um ein Kaltumform-Verfahren, bei dem eine Art ‚unlösbarer Druckknopf’ hergestellt wird, der mehrere Bleche gleicher oder unterschiedlicher Dicken und Metallwerkstoffe eben unlösbar miteinander verbindet. Dies geschieht ausschließlich durch das Tox-Werkzeug, das in einem Hub die Bleche miteinander verbindet.

Bestechende Vorteile

Die Vorteile gegenüber thermischen und auch anderen mechanischen Füge- und Verbindungsverfahren sind bestechend. Bei diesem Durchsetzfügen werden im Vergleich zu Schweißstraßen und Punktschweißanlagen längst nicht so hohe Anlagen- und Installations-Investitionen fällig, und die Wartungs- und Instandhaltungskosten betragen nur einen Bruchteil. Darüber hinaus wird viel weniger Energie benötigt, es sind keine Wasserkühlsysteme erforderlich, die Betriebskosten reduzieren sich auf einen minimalen Verbrauch an Strom und Druckluft, und es sind keine Ersatzteile wie zum Beispiel Elektroden oder Schweißkappen nötig. Zudem lassen sich mittels Tox-Rund-Punkten zwei und mehr unterschiedlich dicke Bleche verbinden, die auch verzinkt oder beschichtet sein können.

Sogar Zwischenlagen aus Folien, Kleber oder Dämmmaterialien sind möglich. Da es sich hier um ein kaltumformendes Fügen ohne den beim herkömmlichen Clinchen sonst gebräuchlichen Schneid- und Verschränkungsvorgang handelt, gibt es auch keine Schnittkanten, die korrodieren können. Schließlich lassen sich die Tox-Rund-Punkte sowohl mit Handzangen als auch mit Roboterzangen, mit einfachen Vorrichtungen, mit Stand-alone-Pressen oder mit In­line-Pressstationen setzen. Dabei ist das Setzen von jeweils nur einem oder mittels Tox-Mehrpunkt-Werkzeugen von gleichzeitig mehreren Rund-Punkten möglich.

Diese Vorzüge konnten am Ende auch Dexion voll überzeugen, so dass eine neue Linie zur Serienherstellung von Hochregallager-Balken komplett mit Tox-Verbindungstechnik ausgerüstet wurde. Bei den Regalbalken handelt es sich um die hochbelasteten Auflagen für Paletten oder sonstige Ladungsträger. Deshalb wurde die neue Verbindungstechnik ausführlich erprobt und die Qualität der Verbindungen in Tox-Prüfberichten dokumentiert. Bei den Regalbalken kommt die Tox-Rund-Punkt-Technologie gleich zweifach zum Einsatz: bei der Herstellung des Balkenprofiles und zum Befestigen der Laschen zum Einhängen in die Regalstützen.

Profile werden ‚fliegend‘ verbunden

Das Verbinden des per Profilwalzverfahren aus einem ab Coil hergestellten Balkenprofil aus Blech geschieht ‚fliegend’ in einer Pressenstation. Dabei werden im Durchlauf und mit einem Abstand von 100 mm jeweils vier Tox-Rund-Punkte gleichzeitig gesetzt.

Je nach Regaltechnik-Baureihe und zulässiger Belastung bestehen die Regalbalken aus Blechen der Dicken 1,4 bis 2,2 mm, so dass im gefalzten Zustand dann zwei Lagen Bleche verbunden werden. Das Rohblech selbst ist bereits verzinkt, und dies erspart weiteren Beschichtungs- und Handlingaufwand nach dem Fügen. Außerdem konnte durch die Inline-Integration der Tox-Station die Balken-Produktion weitgehend automatisiert werden. Pro Woche entstehen heute auf den mit mehreren Tox-Stationen ausgerüsteten Produktionsanlagen bis zu 20.000 Regalbalken unterschiedlicher Typen.

An jedem Regalbalken sind jeweils zwei Einhängelaschen zu montieren, und auch dies geschieht mit Tox-Rund-Punkt-Verbindungen. Dabei handelt es sich um eine Dreiblech-Verbindung aus dem profilgewalzten Balkenprofil mit zwei Lagen – zum Beispiel aus 1,4 bis 2,2 mm dickem verzinkten Blech – und der Einhängelasche aus 4 mm dickem verzinkten Blech. Für diese Dreiblech-Verbindungen wurden zwei komplette Anlagen gebaut und geliefert, um wöchentlich bis zu 40.000 Einhängelaschen an die Regalbalken anbringen zu können.W

www.dexion.de

www.tox-de.com

 



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