Im Juni 2007 erhielt GKN Aerospace eine Entgratmaschine Fladder 300/Gyro, um die Blechbearbeitungsabteilung beim Entgraten der Aluminium- und Edelstahlteile zu unterstützen. Eine goldrichtige Entscheidung, denn seitdem hat GKN rund 3.600 Arbeitsstunden gespart. Und die einzige Zeit, in der die Maschine außer Betrieb war, diente der allgemeinen Wartung und um eine einzelne Schraube anzuziehen.
Im Vergleich zum zuvor praktizierten manuellen Entgraten spart GKN Aerospace mit der Fladder-Entgratmaschine durchschnittlich zwei Minuten pro Werkstück. Bei rund 6.000 Blechteilen, die pro Monat in der ‚Launch Cell’ – so heißt die Blechbearbeitungsabteilung bei GKN Aerospace – hergestellt werden, summiert sich die damit verbundene Zeiteinsparung auf 200 Stunden pro Monat. Und zwei Minuten sind nur der Durchschnittswert. Für ein Sonderwerkstück, das gerade für Boeing hergestellt wird, würde das Team in Handarbeit normalerweise 15 Minuten brauchen, um die Stege zu entfernen und das Werkstück zu entgraten. Mit der Fladder reichen zwei Minuten.
Zuerst gemietet und ausgiebig getestet und erst dann gekauft
Da verwundert es nicht, dass GKN die anfangs gemietete Maschine schon lange gekauft hat. Die von Fladder angebotene Möglichkeit der Maschinenmiete war für GKN ideal, um herauszufinden, ob die Maschine für das Aufgabenspektrum geeignet war. Die Maschine wurde ausgiebig getestet, und so konnte GKN schon vor dem endgültigen Kauf sicher sein, dass die Werkstücke keinen Schaden litten. Zudem waren auf Basis der eigenen Erfahrungen genaue Berechnungen möglich, die dann auch den Kauf rechtfertigten.
Heute ist die Fladder Entgratmaschine mit ihrer Arbeitsbreite von 1.300 mm eine zentrale Einheit in der ’Launch Cell’ und bearbeitet alle Blechteile. Aufgrund der hohen Flexibilität der Werkzeuge können Kanten und Werkstückdetails ideal entgratet werden. Wenn die Position der Schleifzylinder richtig eingestellt ist und einmal am Tag kontrolliert wird, lassen sich die Werkstücke sogar in verschiedenen Dicken entgraten. Aufgrund des starken Vakuumsystems werden die Werkstücke dabei sicher durch die Maschine transportiert. Rollenbahntische am Ein- und Auslauf der Maschine dienen zur Unterstützung der langen Werkstücke, wenn sie durch die Maschine fahren.
Das Team der ’Launch Cell’ von GKN hat sich gut organisiert und heute ist jeder einzelne so geschult, dass er die Fladder bedienen kann. Hier hat es sich als großer Vorteil erwiesen, dass die Fadder 300/Gyro sehr einfach zu bedienen ist und ein halber Schulungstag mehr als ausreichte.
Schönes und einheitliches Finish ohne Beschädigung der Schutzschicht
Der Leiter der GKN-Blechbearbeitung lässt denn auch auf ’seine’ Fladder nichts kommen: „Uns gefällt die Maschine mit den sechs entgegengesetzt drehenden Spindeln, die mit drehenden und oszillierenden Bewegungen die Oberfläche bestreichen. Das Ergebnis ist ein schönes und einheitliches Finish ohne Beschädigung der Schutzschicht, was eine unserer Sorgen war. Wir haben jede Menge Zeit und Arbeit eingespart. Und obwohl wir neue Maschinen bekommen haben, sind wir immer noch der gleiche Mitarbeiterstab.”
Als GKN Aerospace eine zweite Maschine zum Entgraten von Werkstücken aus Titan brauchte, bestand für das Blechteam deshalb kein Zweifel: Es musste wieder eine Fladder sein. Die Wahl fiel auf die kleinere Fladder AUT mit 1.000 mm Arbeitsbreite, die aber über die gleichen Basiskontrollfunktionen verfügt wie die Fladder 300/Gyro.W