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And the winner is...

13.06.2017

Die Entscheidung für die Vergabe des 18. Swedish Steel Price ist gefallen. Der von SSAB ausgelobte Preis wurde am 11. Mai im Rahmen eines zweitägigen Events in Stockholm übergeben. Ausgezeichnet wurde in diesem Jahr eine innovative Konstruktionslösung von Kiruna Wagon für eine Waggonkippvorrichtung, die die Eigenschaften des Stahls voll ausnutzt. Insgesamt hatten sich 2017 mehr als 100 Unternehmen um den Preis bemüht.

Der diesjährige Gewinner des Swedish Steel Prize ist das schwedische Unternehmen Kiruna Wagon. Es erhält den Preis für die innovative Waggonkipplösung Helix Dumper. Der Preis wurde im Rahmen eines zweitägigen Events rund um den Stahlpreis am 11.Mai in Stockholm verliehen.
Der Swedish Steel Prize würdigt als internationaler Preis Innovationen und technische Leistungen in der Stahlindustrie. „In diesem Jahr wurde eine Rekordzahl von 102 Bewerbungen aus 32 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt eingesandt“, sagt Eva Petursson, Vorsitzende der Swedish Steel Prize Jury und Leiterin der strategischen Forschung und Entwicklung von SSAB. Die hohe Gesamtqualität der Anwendungen zeige, dass die Industrie kontinuierlich neue und innovative Möglichkeit erarbeite, um  mit hochfesten Stählen bessere Leistungen zu erzielen. 
Seit nahezu 20 Jahren würdigt der Swedish Steel Prize große und kleine Unternehmen sowie Institutionen und Privatpersonen, die ein Verfahren oder ein Produkt entwickelt haben, bei dem das Potenzial von hochfestem Stahl voll ausgeschöpft wird. Der Preis ist mit 100.000 SEK (etwa 10.000 Euro) dotiert. Zudem erhält der Gewinner eine Statue des Bildhauers Jörg Jeschke. SSAB ermuntert die Gewinner, die Geldprämie einer Wohltätigkeitsorganisation eigener Wahl zu spenden.
„Kiruna Wagon hat eine gute Idee auf erfolgreiche Weise erneuert und hochfeste Stähle eingesetzt, um eine völlig neue, überlegene Waggonkipplösung zu entwickeln“, sagt Eva Petursson, .
Der Helix Dumper von Kiruna Wagon ist ein Kippsystem für den Langstreckentransport und die effiziente Entladung von Erzen. 
Die Anwendung von extra- und ultrahochfesten Konstruktions- und Verschleißstählen ermöglicht es, leichte Waggons in Kombination mit einem stationären Helix-Terminal für das Entladen im Kreiselkipper zu entwerfen. Die ingeniöse Lösung hat eine Entladegeschwindigkeit von 25.000 t Material pro Stunde und ist damit doppelt so schnell wie vergleichbare Systeme. Für die Konstruktion wurden Strenx Konstruktionsstahl und Hardox Verschleißstahl verbaut.


Leichtbau und Kostensenkung 
Ein komplettes Entladesystem für den Helix Dumper kostet nur ein Siebtel von dem, was ein herkömmliches Waggonkippsystem kostet. Darüber hinaus nutzt der Helix Dumper ein Teil der potenziellen Energie des Erzes, um den Wagen beim Entladen vorwärts zu bewegen. Daher ist keine zusätzliche Energie nötig und die Staub- und Lärmerzeugung ist gering.
 „Unser Kunde hat eine kleine Konstruktion erdacht, die er zu einem großen Waggonkonzept ausbauen wollte“, erklärt Fredrik Kangas, Geschäftsführer von Kiruna Wagon. „Dabei mussten viele kleine Herausforderungen bewältigt werden.“ Die Konstruktion verwendet hochfesten Stahl für den Aufbau des Waggons sowie die Aussteifungen um den Wagenkasten und den oberen Rahmen des Waggons. Verschleißfester Stahl ist in den beiden Bögen an der Entladestelle verbaut worden. „Der Helix Dumper ist so konstruiert, dass Verschleiß minimiert wurde. Nach unserer Überzeugung zeigt das, dass unsere Werkstoffwahl optimal ist“, sagt Kangas. 


Innovative Lösungen in der Endrunde
Die weiteren Nominierten im Finale des Preises waren Fermel aus Südafrika, JMG Cranes aus Italien und Wabash National aus den USA.
Fermel hat eine Palette von Mehrzweckfahrzeugen für den sicheren Transport in Minen entwickelt. Die Fahrzeuge erfüllen nach Angaben der Jury neue, strengere Sicherheitsvorschriften und sollen die Standardfahrzeuge ersetzen, die derzeit genutzt werden. Die Konstruktionsoptimierung des gesamten Fahrzeugs, einschließlich der Karosserie, führte zu einer überlegenen Leistung in Bezug auf Sicherheit, höhere Nutzlast, Agilität, Schadensbeständigkeit, Zuverlässigkeit und Lebensdauer. All diese Vorteile werden durch die Anwendung von extra- und ultrahochfesten Konstruktions- und Verschleißstählen erreicht.
Der kompakte elektrische Kran von JMG Cranes wurde für erweiterte Anwendungsgebiet entwickelt. Das schlanke Design kombiniert mit einem elektrischen Antriebsstrang und der guten Manövrierfähigkeit ermögliche einen Einsatz sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, hebt die Jury hervor. Der Hebe- und Tragekran hat eine hohe Tragfähigkeit. Das exzellente Verhältnis von Leistung zu Gewicht wurde durch eine optimierte Auslegerkonstruktion unter Anwendung von hochfesten Stählen erreicht. Darüber hinaus wird ein effizienter Straßentransport durch abnehmbare Stützbeine und Gegengewichte erleichtert.
Weiterhin nominiert für die Endrunde des Stahlpreises war der Heckaufprall- und Unterfahrschutz für Lkw und Sattelanhänger von Wabash Nationals. Das System übertreffe  die nordamerikanischen Standards auch für anspruchsvolle Offset-Effekte, heißt es im Urteil der Jury. Die optimierte Konstruktion mit hochfestem Konstruktionsstahl wurde durch umfangreiche Tests verifiziert, die eine überlegene Leistung beim Schutz der Menschen im Kollisionswagen zeigen. Das patentierte System zeichne sich durch eine hervorragende Energieabsorption, eine minimale Beschädigung des schweren Fahrzeugs sowie eine sehr kostengünstige Fertigung und Montage aus.
Der University Steel Prize für innovative Forschungskonzepte mit Stahl ging an das JU Solar Team der Jönköping University in Schweden für ein solargetriebenes Rennfahrzeug.


www.steelprize.com



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